Harvard-Ökonom Rogoff über die Folgen der Krise, den möglichen Staatsbankrott von Österreich - und den nächsten Crash in zehn oder fünfzehn Jahren.
Er ist einer der renommiertesten Ökonomen der Welt und forscht seit Jahren zu Finanzkrisen: Kenneth Rogoff, 56, Professor an der amerikanischen Universität Harvard. Von 2003 bis 2005 war Rogoff Chefökonom des Internationalen Währungsfonds. Für ein Buch werteten er und Carmen Reinhardt Finanzkrisen aus acht Jahrhunderten aus. Ergebnis: Die Welt macht immer wieder die gleichen Fehler.
Ökonom Rogoff: "Der Finanzsektor ist beschädigt und der Kreditfluss stockt." (© Foto: Bloomberg)
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SZ: Herr Professor Rogoff, was erwartet die Weltwirtschaft im nächsten Jahr?
Kenneth Rogoff: Wir stehen vor einem sehr schwierigen Aufschwung. Die Wirtschaft in den USA und Europa wird wachsen, aber sehr schwach. Die Arbeitslosigkeit wird noch schlimmer, in den USA dürfte die Quote von derzeit 10,2 auf elf Prozent steigen. In Europa sieht der Arbeitsmarkt besser aus; das bedeutet aber auch, dass die Beschäftigung nicht wesentlich steigen wird, wenn der Aufschwung da ist. Die Firmen beschäftigen derzeit Arbeitskräfte, die sie nicht nutzen können. Die Hauspreise in den USA werden noch einmal sinken.
SZ: Wie viel Preisverfall erwarten sie noch?
Rogoff: Weitere fünf bis zehn Prozent in den nächsten zwei Jahren sind durchaus möglich. Was die Aktien betrifft, bin ich nicht so pessimistisch. Niedrige Zinsen stützen die Kurse.
SZ: Aber das ist doch alles künstlich, der Boom wird vom Staat finanziert.
Rogoff: Ja, er ist künstlich, aber er kann trotzdem eine Zeitlang anhalten. Die Notenbanken werden frühestens Mitte des nächsten Jahres beginnen, über Zinserhöhungen nachzudenken.
SZ: Warum steigt die Arbeitslosigkeit so schnell?
Rogoff: Nach einer normalen Rezession dauert es in der Regel zwei Jahre, bis der Vor-Krisen-Stand wieder erreicht ist. Nach einer schweren Finanzkrise kann es fünf Jahre dauern.
SZ: Aber warum ist das so?
Rogoff: Das hat viele Gründe. Der Finanzsektor ist beschädigt und der Kreditfluss stockt. Finanzkrisen kommen oft am Ende einer Spekulationsblase, in der die Beschäftigung ein Niveau erreicht hat, das nicht durchzuhalten ist. Als ich in der Universität war, rechnete man mit 7,0 bis 7,5 Prozent als Gleichgewichts-Quote. Zuletzt hatten wir aber 4,5 Prozent.
SZ: In Deutschland galt bis zum Beginn der siebziger Jahre eine Arbeitslosenquote von 0,5 Prozent als normal.
Rogoff: Ernsthaft? Ich glaube in den USA sind heute sechs Prozent normal, und wir werden fünf Jahre brauchen, um die zu erreichen. Dazu müssen 9,5 Millionen neuer Jobs geschaffen werden. Im Vergleich zum Vor-Krisen-Stand fehlen sogar elf Millionen. Nun entstehen in einem sehr guten Monat zwischen 200.000 und 300.000 neue Arbeitsplätze. Das bedeutet: Der normale Arbeiter spürt erst einmal nichts vom Aufschwung.
SZ: Die Regierungen und Notenbanken haben auf beispiellose Weise in die Wirtschaft eingegriffen, um die Krise zu stoppen. Wie bewerten Sie diese Politik?
Rogoff: Ich frage immer zuerst: Wie hätte ich selbst entschieden? Das führt zu etwas freundlicheren Noten, wenn man ehrlich mit sich selber ist. Unter diesem Vorbehalt würde ich der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank eine 'eins minus' geben, der Regierung Obama ein 'zwei plus".'
SZ: Und was ist mit den anderen?
Rogoff: Beim Weltfinanzgipfel in Pittsburgh haben sich die Politiker selbst eine 'eins plus' gegeben, indem sie erklärten: Es hat funktioniert.
SZ: Und hatten sie nicht recht damit?
Rogoff: Ja und nein. Sie haben praktisch jeden Kredit auf der Welt garantiert und ein Netz über das Weltfinanzsystem geworfen. Das hat die Panik gestoppt. Aber was ist jetzt? Jetzt ist der letzte Hauch von Disziplin im Finanzsektor verschwunden. Goldman Sachs kann extrem günstig Geld leihen, selbst für sehr riskante Geschäfte. Alle wissen, dass die Regierung dahinter steht. Wir haben ein Monster geschaffen und die Steuerzahler tragen das Risiko.
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Vor der EM in Polen und der Ukraine
Rogoff spricht - wie so viele andere - von "Fehlern", die gemacht wurden.
Das impliziert, dass die "Verantwortlichen" (hahaha) den guten Willen hatten und haben, die im Sinne des Allgemeinwohls besten Entscheidungen zu treffen, worauf sie auch pompöse Eide geleistet haben - und nur leider das Pech hatten, eine falsche Entscheidung zu treffen.
Jemand, der das glaubt, stellt sich meiner Meinung nach dumm oder ...
Die Unverantwortlichen (!) auf der ganzen Welt haben doch nur das im Sinn: Sich selbst maßlos zu bereichern, ihre krankhafte Machtgier zu bedienen, ihr Ego immer weiter aufzuprotzen.
Solange wir Menschen nicht dazu übergehen, nur besonders bescheidenen, demütigen, vernünftigen, idealistischen, psychisch stabilen und fachlich kompetenten Menschen Macht über uns anzuvertrauen, so lange wird in der Welt nichts besser werden.
Wenn wir nicht sehr bald dieses tierische Erbe hinter uns lassen, dass wir immer wieder aufgeblasenen, laut röhrenden Alpha-Tieren jubelnd und speichelleckend hinterherrennen, anstatt endlich Menschen (!) mit einem voll funktionierenden Großhirn zu werden, sehe ich sehr schwarz.
Den Verzicht auf
- sie sofortige Anordnung einer drastischen Erhöhung der Eigenkapitalbasis der Banken; jetzt ist es dafür zu spät, weil die Wall Street längst wieder die eigentliche MACHT usurpiert hat!
- die sofortige Einführung einer Kapitalverkehrssteuer, der sog. TOBIN-Tax!
Beide Versäumnisse sind verantwortlich dafür, dass besonders Goldman Sachs ausgerechnet während der grössten Wirtschaftskrise, die höchsten Gewinne aller Zeiten ausweisen kann, DANK des noch immer viel zu niedrigen Eigenkapitals in Verbindung mit den NULL-Zinsen der Fed, die aus Carry Trades resultierende Riesen-Gewinne geradezu herausfordern!
DAS sind die nicht wieder gut zu machenden Fehler, nicht nur der OBAMA-Administration, die sowieso in den Fängen der Wall Street hängt, sondern z.B. auch der Bundesregierung, die auf beiden Sektoren ebenfalls NICHTS unternommen hat!
Immerhin hält sogar Rogoff den Staatsbankrott der USA für möglich; die anderen Kandidaten sind dagegen reine peanuts!
Rogoff spricht - wie so viele andere - von "Fehlern", die gemacht wurden.
Das impliziert, dass die "Verantwortlichen" (hahaha) den guten Willen hatten und haben, die im Sinne des Allgemeinwohls besten Entscheidungen zu treffen, worauf sie auch pompöse Eide geleistet haben - und nur leider das Pech hatten, eine falsche Entscheidung zu treffen.
Jemand, der das glaubt, stellt sich meiner Meinung dumm oder ...
Die Unverantwortlichen (!) auf der ganzen Welt haben doch nur das im Sinn: Sich selbst maßlos zu bereichern, ihre krankhafte Machtgier zu bedienen, ihr Ego immer weiter aufzuprotzen.
Solange wir Menschen nicht dazu übergehen, nur besonders bescheidenen, demütigen, vernünftigen, idealistischen, psychisch stabilen und fachlich kompetenten Menschen Macht über uns anzuvertrauen, so lange wird in der Welt nichts besser werden.
Wenn wir nicht sehr bald dieses tierische Erbe hinter uns lassen, dass wir immer wieder laut röhrenden Alpha-Tieren jubelnd und speichelleckend hinterherrennen, anstatt endlich Menschen (!) mit einem voll funktionierenden Großhirn zu werden, sehe ich sehr schwarz.
Das alte Dilemma. Menschen die die Mechnismen des Machterwerbs und des Machterhaltes beherrschen, sind meistens keine qualifizierten und Verantwortungsvollen Führungskräfte.
Ein Spaßvogel, der im Wahlkampf monothematisch mit Versprechen von Steuergeschenken unterwegs ist, bekommt aus dem Stand 15 %.
Der selbe ist als deutscher Akademiker und Außenminister nicht in der Lage einem ausländischen Reporter auf Englisch zu antworten.
Das impliziert, dass die "Verantwortlichen" (hahaha) den guten Willen hatten und haben, die im Sinne des Allgemeinwohls besten Entscheidungen zu treffen, worauf sie auch pompöse Eide geleistet haben - und nur leider das Pech hatten, eine falsche Entscheidung zu treffen.
Jemand, der das glaubt, stellt sich meiner Meinung dumm oder ...
Die Unverantwortlichen (!) auf der ganzen Welt haben doch nur das im Sinn: Sich selbst maßlos zu bereichern, ihre krankhafte Machtgier zu bedienen, ihr Ego immer weiter aufzuprotzen.
Solange wir Menschen nicht dazu übergehen, nur besonders bescheidenen, demütigen, vernünftigen, idealistischen, psychisch stabilen und fachlich kompetenten Menschen Macht über uns anzuvertrauen, so lange wird in der Welt nichts besser werden.
Wie soll denn zum Beispiel ein "Gesundheitssystem" (hahaha) effektiv funktionieren, wenn dort überwiegend besonders asoziale Menschen das Sagen haben?
Wenn wir nicht sehr bald dieses tierische Erbe hinter uns lassen, dass wir immer wieder Alpha-Tieren jubelnd und speichelleckend hinterherrennen, anstatt endlich Menschen (!) mit einem voll funktionierenden Großhirn zu werden, sehe ich sehr schwarz.
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