Deutschlands Osten trotzt der Krise. Die neuen Bundesländer verkraften die Wirtschaftsflaute offenbar besser als der Westen der Republik.
Die Insolvenz von Qimonda, der drohende Arbeitsplatzabbau bei Opel in Eisenach - all das sind schlechte Nachrichten, die vom Osten Deutschlands ausgehen. Und doch: Die neuen Bundesländer verkraften die Wirtschaftskrise offenbar besser als der Westen. Die Arbeitslosenquote im Osten sei praktisch gleich geblieben, während sie im Westen in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen sei, sagte der Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Tiefensee (SPD), bei der Vorstellung seines Jahresberichts zur Einheit. Die bessere Entwicklung könne daran liegen, dass es im Osten mehr Kleinbetriebe und eine geringere Exportquote gebe. Ob der Trend anhalte, lasse sich allerdings noch nicht sagen.
Residenzschloss in Dresden: Der Osten Deutschlands verkraftet die Krise besser als die West-Bundesländer. (© Foto: AP)
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Dennoch sei der Osten auf einem guten Weg, sagte Tiefensee. Knapp 20 Jahre nach dem Mauerfall habe das Bruttoinlandsprodukt 71 Prozent des Westniveaus erreicht.
Die Produktivität sei auf 79 Prozent gestiegen, die Exportquote auf 72 Prozent. Ziel sei es, dass die ostdeutschen Länder bis zum Auslaufen des Solidarpaktes 2019 möglichst weit zu den ärmeren Westländern aufholten. Dann werde es dem Osten möglich sein, mit der üblichen Förderung aus dem Finanzausgleich zu überleben.
Starke Entwicklung der Industrie
Besonders bei der industriellen Entwicklung setzen die neuen Länder Akzente. Hier habe der Osten den Westen sogar überholt, erklärte Tiefensee. Im Osten sei die Industrie in den vergangenen drei Jahren um 7,5 Prozent gewachsen, im Westen nur um 4,3 Prozent. Auch bei neuen Technologien wie der Solartechnik liege der Osten vor. "Ist der Kuchen nicht verteilt, dann bekommt der Osten ein besonders großes Stück", sagte der SPD-Minister.
Es seien jedoch noch große Probleme zu bewältigen. So sei die Arbeitslosigkeit im Osten weiter doppelt so hoch wie im Westen. Auch die mangelnde Wirtschaftskraft und die zu geringe Zahl von Arbeitsplätzen speziell im ländlichen Raum behinderten die Entwicklung des Ostens. "Die soziale Einheit ist noch nicht vollendet", stellte Tiefensee fest. Außerdem wanderten weiter zu viele junge und kreative Leute aus dem Osten ab, während unter den Rückkehrern vor allem ältere Menschen seien.
- Ostdeutschland verarmt Wohlstand für wenige 21.01.2009
- Leipzig Die zerrissene Stadt 26.12.2008
- Solarindustrie Im Osten geht die Sonne auf 16.12.2008
(sueddeutsche.de/Reuters/tob/hgn)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Nachdem die Treuhandanstalt in verbrecherischer Weise die ach so marode Industrie der ehemaligen DDR verschleudert, den billigen Konkurrenten Ost einfach ausgeschaltet hat, lässt sich leicht tönen, der Osten ist der Krise besser gewachsen. Wo sind eigentlich die Millionen SED-Parteivermögen? Nach denen fragt auch keiner mehr. Könnte es vielleicht sein, das Grundgesetzverletzer und Straftäter Dr. Helmut Kohl die Gelder seiner Christenpartei als Judasgeld zugebuttert hat? Er will ja seine Kumpane nicht verraten. Schließlich hat er ja Ehre im Leib. Die Produktivität ist auf 79 Prozent gestiegen. Was bedeutet das wirklich? Von wo aus gerechnet. Für wie blöd halten die Typen uns eigentlich.
nicht umsonst wurde immer vom "Genossen Trend" gesprochen, welcher nach oben geht ;-)
Kurzarbeitergeld schafft Lohngleichheit und Ost und West. Jedenfalls vorübergehend.
dass ich völlig zu Unrecht unsere Brüder und Schwestern aus dem Westen dafür
gescholten habe, dass sie den Osten ausgeplündert und plattgemacht hätten.
Sie haben ihn vor der Krise geschützt.
Ich entschuldige mich für meine völlig unbegründeten Zweifel an ihrer politischen
und vor allem wirtschaftlichen Weitsicht.
Also wenn dort jetzt auch nur noch ein einziger links wählt, dann sollte er lieber
nach drüben gehen.
Dort tobt die Krise förmlich.
Man stelle sich vor, die grossen Betriebe der DDR hätten überlebt.
Ich mag das gar nicht weiterdenken.
Aber mal Klartext:
Der Osten als der Brutkasten und das Seniorenheim des Westens, auf einem Niveau
das nicht einmal innerhalb der nächsten 10 (in Worten: ZEHN) Jahre annähernd den
Stand der ärmeren alten Bundesländer erreichen wird.
Makaber, dass man mit simplen Zahlenspielereien meint, über die Armut und die deutlich
höhere Arbeitslosigkeit hinwegtäuschen zu können und eine gescheiterte Politik zu
rechtfertigen.
Was bleibt von dieser Information?
Wir messen die Fortschritte im Osten mit einer neuen Masseinheit:
in TIEFENSEE(offen ist noch der exakte Wert, weil der noch nicht festgelegt ist).