Triton bietet für Karstadt, stellt jedoch unerfüllbare Forderungen. Es verdichtet sich der Verdacht, dass der Finanzinvestor nur die Lage sichten möchte.
So sehr Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg gehofft hat, ein Kaufangebot für Karstadt als Ganzes zu bekommen - die Offerte des Finanzinvestors Triton kann ihn nicht glücklich machen. Denn der Bewerber hat sein Interesse an Bedingungen geknüpft, die nicht zu erfüllen sind.
Der US-Finanzinvestor Triton hat ein Angebot für Karstadt vorgelegt. (© Foto: dpa)
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So sollen die Vermieter ihre Forderungen noch einmal deutlich reduzieren, und von den Beschäftigten werden weitere Zugeständnisse verlangt.
Zudem plant Triton offensichtlich einen drastischen Stellenabbau. Darauf wird sich die Belegschaft kaum einlassen. Denn sie hatte ihren Beitrag zur Sanierung der Warenhauskette nach harten Verhandlungen im September an die Zusage geknüpft, dass in den nächsten drei Jahren keine Häuser geschlossen werden und es zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommt.
Inakzeptabel ist das Angebot von Triton deshalb, weil die Gesellschaft nicht nennenswert investieren will. Ohne Finanzspritze im hohen dreistelligen Millionenbereich kann das Warenhausunternehmen aber nicht wettbewerbsfähig werden.
So verdichtet sich der Eindruck, dass die Offerte nicht mehr ist als ein Versuchsballon: Die Investoren wollen ausloten, zu welchen Zugeständnissen die Gläubiger bereit sind.
Entscheidend für Karstadt ist allein, wie sich Goldman Sachs verhält. Als Miteigentümer der Immobilien muss die US-Investmentbank abwägen, wie sie den Schaden aus ihrem Investment klein halten kann, und dazu müsste sie bei Karstadt einsteigen. Die Frage ist nur, wie und mit wem. Gut möglich, dass sich Goldman Metro mit ins Boot holt, die ihre Tochter Kaufhof loswerden will. Ein Zusammenschluss dieser Warenhäuser wird erst recht zu einem Stellenabbau führen.
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(SZ vom 26.04.2010/tob)
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Weil spätestens dann die Gewerkschaften als Arbeitnehmervertreter betriebswirtschaftlich denken und Risiken kalkulieren müssen.
Prinzipiell bin ich ein großer Fan eines "Management-Kickouts" durch die Belegschaft. Oder bei Technologiefirmen mit hohem Know-How Anteil: Employee-Leaveout - die gründen einfach eine neue Firma und die Wissensträger verlassen geschlossen den Laden. Dann kann sich das Management überlegen, womit es zukünftig Geld verdient. Bei Karstadt fällt diese Methode leider flach.
was mir nicht klar ist.
warum machen die karstadtdianer nicht selbst den finanzinvestor?
dann den laden auf pump kaufen und aus dem cashflow wird getilgt.
...viele Jobs verloren gehen wenn man Karstadt mit Kaufhof zusammen bringt ist doch langsam auch egal. Es führt wohl kein Weg daran vorbei und für die Beschäftigten gibt es dann wenigstens keine weitere jahrelange Zitterpartie wie es weiter gehen soll. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.