20 Jahre war er "Mister Privatfernsehen", nun will er Deutschlands Bester beim Energieeinsparen werden: Georg Kofler. Seine neue AG soll sogar Gefängnisse auf Vordermann bringen.
Seine Leidenschaft waren die bunten Bilder, waren Filme aus Hollywood, coole Nachrichten aus blauen Studios und Actionserien. Er gründete einen Sender nach dem anderen - und war der börsenclevere Magier hinter dem Münchner Medienunternehmer Leo Kirch.
Georg Kofler - vom Medienmanager zum Energieexperten. (© Foto: ddp)
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So brachte es Georg Kofler zu einiger Bekanntheit. Nun, fast genau 20 Jahre nach der Umwandlung eines Klitschensenders namens Eureka TV in die Fernsehstation Pro Sieben, wagt der Italiener aus dem Pustertal den Aufbruch in ein ganz neues Metier. Der 51-Jährige will im Energiemarkt ein Großer werden - spezialisiert auf Effizienz und Energiekostensenkung.
Bei der Münchner Kofler Energies AG übernimmt der promovierte Kommunikationsspezialist nun selbst den Vorstandsvorsitz. Chef Kofler hält zudem 80 Prozent der Aktien; ihm zur Seite steht mit dem Chief Operating Officer Konrad Jerusalem ein Spezialist, der von RWE kommt und dort das Geschäft mit Zukäufen (Mergers & Acquisitions) gesteuert hat.
150 Millionen Euro Investitionssumme
Das stolze Sümmchen von 150 Millionen Euro will der einstige "Mister Privatfernsehen" in den nächsten beiden Jahren investieren und so zu "Deutschlands führendem Energieeffizienzunternehmen werden". Energiesparen, sagt Kofler, sei Europas größte Energiequelle - "und sie kann am schnellsten erschlossen werden".
Es wird Bundesminister Sigmar Gabriel (SPD) freuen, dass ein so vitaler Klimaschützer den Markt aufmischen will. Zum Start übernimmt Koflers Energieneuling die NyConTec Group; er hält viel von deren Ingenieursgesellschaft. Und Kofler verspricht, vertraglich, eine Senkung der Energiekosten um mindestens zehn Prozent. Energieverbrauch und CO2-Emissionen sollen um 25 bis 40 Prozent zurückgehen. Großflächige Gewerbeimmobilien, Industrieanlagen und öffentliche Gebäude - von Museen, Schulen und Ministerien bis hin zu Gefängnissen - will Kofler von seinem Konzept überzeugen.
Start noch in diesem Jahr
Nach dem Start in diesem Jahr will Kofler Energies 2009, dem ersten vollen operativen Geschäftsjahr, zwischen 80 Millionen und 100 Millionen Euro umsetzen, ein Betriebsgewinn soll auch drin sein.150 Mitarbeiter sind vorgesehen.
Da Kofler nach dem Crash der Kirch-Gruppe das Kunststück gelungen war, die traditionellerweise verlustintensive Pay-TV-Plattform Premiere an die Börse zu bringen, trauen ihm Investmentbanker und Analysten nun auch mit seiner Energiefirma den Sprung aufs Börsenparkett zu. Das sei nicht ausgeschlossen, kommentiert Kofler.
Bei Premiere hat der Investor zwar eine Reihe von Problemen hinterlassen - er selbst aber hat durch den strategisch günstigen Verkauf von Aktien offenbar ein großes Vermögen gemacht. So ist er nun Deutschlands größter business angel. Er stieg zum Beispiel beim Maschinenbauer Leico Holding in Ahlen ein sowie beim Handy-Zulieferer Balda.
Wie sagte Kofler so schön, als er Pro Sieben an die Börse brachte? Das sei ein "Haus mit Phantasie". Genau daran hat es dem neuen Klimaschützer Kofler noch nie gefehlt.
(sueddeutsche.de/mel)
Nachdem er mit dafür gesorgt hat, dass das Volk dekadiert und in ein Desaster rennt, hat er allen Grund zu tätiger Reue.
Dieser Satz soll ihn in seiner Leistung von einem Saulus zu einem Paulus nicht schmälern. Vielleicht setzt er ein Signal, dass die Reichen und Mächtigen endlich Sozialverhalten zeigen.
Das kurz vor dem endgültigen AUS dieser FRUTTI-SAUS- und BRAUS-Gesellschaft.
r.kendel-koeppl
... 'Dampfplauderei' und 'PRGesülze'
zu Energie machen könnte, dann gäbe es weltweit keinen Engiemangel.
Na ja, auf dem Markt gibt es schon genug schwarze Schafe und Firmen die einem das Blaue vom Himmel erzählen, einer mehr oder weniger spielt da keine Rolle.
nachdem ja premiere so eine außerordentliche erfolgsgeschichte geworden ist.
Die Idee ist prinzipiell nicht schlecht und ich will nicht unken -- aber n-gine, neosino.....
Schwarzgeld scheint noch genug unterwegs zu sein?
Paging