Die von GM gesetzte Frist ist abgelaufen und drei Offerten für Opel liegen vor. Der Zulieferer Magna, der Finanzinvestor RHJ und Chinas Autobauer BAIC wollen den Zuschlag.
Das Rennen ist bald vorbei. Die vom bisherigen Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) für eine Übernahme des angeschlagenen deutschen Autobauers gesetzte Frist lief an diesem Montag aus. Die Interessenten pokerten bis zum Schluss.
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Opel: Die Interessenten pokerten bis zum Schluss. (© Foto: ddp)
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Das Konsortium des Autozulieferers Magna, dem die russische Sberbank angehört, veränderte sein Opel-Konzept kurz vor Ende der Frist. Die Beteiligungsgesellschaft RHJ, ein Ableger des US-Finanzinvestors Ripplewood, ließ offen, ob sie ihr "Beam-Projekt" noch anpasste. Beide reichten fristgerecht ihre Übernahmeofferten bei GM ein. Das machte auch der chinesische Autobauer BAIC. Drei Bieter hoffen somit auf den Zuschlag bei Opel.
Magna strebt für sich nun einen Anteil von 27,5 Prozent nach bisher knapp 20 Prozent an der neuen Opel-Gesellschaft an. Möglich ist die Verschiebung, weil die Sberbank dem neuen Modell zufolge nicht mehr 35 Prozent, sondern ebenfalls 27,5 Prozent erhalten soll.
Beide Partner hätten dann zusammen unverändert 55 Prozent. Die unternehmerische Führung von Opel soll bei Magna liegen. Der Autozulieferer plant Verhandlungskreisen zufolge eine strikte Trennung zwischen "New Opel" und seinem angestammten Geschäft als Zulieferer für andere Autobauer. Bedenken von wichtigen Kunden gegen einen Einstieg Magnas bei Opel sollen so zerstreut werden.
Den Angaben zufolge ist in dem veränderten Magna-Konzept nun sichergestellt, dass kein Geld des deutschen Steuerzahlers nach Russland fließen kann. Die Marke Chevrolet soll auf dem russischen Markt weiterhin dem bisherigen Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) gehören. Die Produktion dieser Fahrzeuge soll aber unter die Obhut von Opel kommen.
Betroffen davon ist das neue Autowerk in St. Petersburg. GM soll dem Konzept zufolge 35 Prozent an der neuen Opel-Gesellschaft kontrollieren. Magna und Sberbank wollen bei Opel 500 Millionen Euro als Eigenkapital einschießen. Bestandteil des Konzepts ist die Einigung mit GM über den Umgang mit Patenten und Lizenzen. Magna und Sberbank setzen nach wie vor auf Staatshilfen in Höhe von 4,5 Milliarden Euro. Zudem planen sie den Abbau von 10000 Opel-Stellen in Europa.
Auch die Beteiligungsgesellschaft RHJ reichte ihr Übernahmeangebot für Opel ein. Nach bisherigem Stand sollen 9900 Jobs gestrichen werden. RHJ kalkuliert mit 3,8 Milliarden Euro an Staatsgarantien. RHJ-Chef Leonhard Fischer kündigte in einem Brief an Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) an: "Im Falle eines mehrheitlichen Erwerbs von Opel durch uns werden alle Opel-Standorte in Deutschland erhalten bleiben.
Die leider auch an den deutschen Standorten notwendigen Personalanpassungen wollen wir ohne betriebsbedingte Kündigungen umsetzen und in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern sozialverträglich gestalten." Fischer betonte weiter, RHJ habe mit GM "weder schriftlich noch mündlich" eine Rückkaufoption für Opel vereinbart. Er trat damit Befürchtungen entgegen, der Finanzinvestor könnte seine Opel-Anteile in einigen Jahren wieder an GM abgeben. Opel würde dann wieder ganz zum US-Konzern gehören. Zwar halten Finanzinvestoren ihre Beteiligungen nur einige Jahre, offenbar will RHJ sich aber einen Börsengang oder einen Verkauf an einen anderen Käufer offenhalten.
Einschneidende Änderungen will RHJ im Opel-Management vornehmen. In Finanzkreisen heißt es, der Investor wolle den Europa-Chef von GM, Carl-Peter Forster, ablösen, wenn er den Zuschlag bekomme. Eine neue Führungsmannschaft mit Managern aus der Autobranche stehe bereit. Das Vorschlagsrecht für den neuen Vorstandschef liege bei RHJ und nicht bei GM.
Der Autobauer BAIC aus Peking will nach seinem bisher bekannten Opel-Plan eine Beteiligung von 51 Prozent an dem Autobauer. Er fordert 2,6 Milliarden Euro Staatshilfen und will 660 Millionen Euro an Eigenkapital mitbringen. Opel-Betriebsräte unterstützen nach wie vor Magna als Investor. Sie warnen vor einem "sozialen Blutbad", falls RHJ den Zuschlag erhalten sollte. Die Chinesen lehnen sie ab, weil es BAIC angeblich allein um Technologietransfer gehe.
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Unglaublich was da abgeht . Deutschland , das ist nicht seriös was du da machst, ich schlage vor, Opel nimmt sein Schiksal mit Hilfe der Regierrung selber in die Hand und bleibt selbständig. Ich bin fest überzeugt die Opelaner würden alles tun um den Laden wieder auf die Beine zu bringen, dafür muss aber erstmal Frau Merkel in sein Volk vertrauen haben.
ALSTOM ( TGV) hat so eine Unterstützung bekommen , heute ein blühender Weltkonzern, die Firma war bankrott, einer hatte aber uneingeschränkt vertrauen in der Fäigkeit der Firma sich wieder aufzubauen , der Mann hiess, Sarkozy.