Der Rettungsfonds steht: Die Euro-Finanzminister einigen sich, wie der Hebel konkret funktionieren soll. Von Januar an können Krisenstaaten mindestens 750 Milliarden abrufen - und schon bald soll Italien vorbeugende Kredite beantragen. Zugleich erwartet Polens Finanzminister, dass mehr Billionen nötig werden als erwartet.
Den Euro-Staaten stehen ab Januar mindestens 750 Milliarden Euro für die Rettung kriselnder Partnerländer zur Verfügung. Nach monatelangen Verhandlungen wollen die Finanzminister an diesem Dienstag ein entsprechendes Paket beschließen, das die Schlagkraft des Hilfsfonds EFSF deutlich erhöht. Erster Nutznießer könnte die italienische Regierung sein, die womöglich vorbeugende Stützungskredite erhalten wird.
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Mit der Reform erhält der EFSF nicht nur mehr Geld, sondern auch neue Hilfsinstrumente. So darf er bei der Stützung von Banken helfen sowie auf den Finanzmärkten Staatsanleihen aufkaufen, um die Risikoaufschläge der Papiere zu drücken. Darüber hinaus können Länder künftig vorbeugend Kredite beantragen, um gar nicht erst in eine Schieflage zu geraten.
Insgesamt stehen dem Fonds noch etwa 250 Milliarden Euro zur Verfügung. Diese Summe soll mit Hilfe von privatem Kapital verdrei- oder sogar vervierfacht werden. Dazu bietet der EFSF interessierten Banken, Versicherungen und Investmentfonds eine Art Teilkaskoversicherung ihrer Einlagen an.
Ob die sogenannte Hebelung der Fondsmittel ausreicht, um die seit Monaten andauernden Turbulenzen auf den Finanzmärkten zu beenden, ist offen. Der polnische Finanzminister Jacek Rostowski, dessen Land gerade die Ratspräsidentschaft innehat, sagte, er halte eine Summe von bis zu drei Billionen Euro für erforderlich, um eine wirksame "Brandmauer" zu errichten. Auch die OECD, der die großen Industrieländer der Welt angehören, plädierte für eine Erhöhung. Dagegen sagte Regierungssprecher Steffen Seibert: "Wir können in Europa keine Finanzkraft vorspiegeln, die wir nicht haben."
Um einem Staatsbankrott vorzubeugen und Zeit für die notwendigen Wirtschaftsreformen zu gewinnen, könnte Italien als erstes Euro-Land vorbeugende Stützungskredite aus dem reformierten EFSF beantragen. Wie aus Kreisen der Euro-Zone verlautete, drängt ein Teil der Partnerländer den neuen Premier Mario Monti zu einem solchen Schritt. Um diese vorbeugenden Kredite zu bekommen, müsste Rom einen offiziellen Antrag stellen und ein Reformprogramm auflegen.
Juncker will sich mit Monti treffen
Zwar erklärte der Sprecher von EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn am Montag in Brüssel, Italien habe "nicht um Geld gebeten, es gibt bisher keine Anfrage". Er bestätigte jedoch, dass die Euro-Finanzminister über die Finanzlage Italiens beraten werden. Der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker, teilte am Montag mit, er werde Monti zuvor persönlich treffen, "um über die finanzielle und ökonomische Lage der Euro-Zone im Allgemeinen und die Lage Italiens im Konkreten" zu sprechen.
Italien musste am Montag für eine Anleihe mit Laufzeit bis 2023 erneut mehr als sieben Prozent Zinsen bieten, um genügend Abnehmer zu finden. Zehnjährige belgische Anleihen verzinsten sich mit 5,7 Prozent; 1,3 Punkte mehr als vor vier Wochen.
Angesichts der großen Summen, die die Staaten aufnehmen müssen, belastet sie jeder zusätzliche Prozentpunkt mit Milliardenbeträgen. Grund für die hohen Aufschläge ist die Sorge der Investoren, ihr Geld am Ende der Laufzeit nicht zurückzubekommen. Diese Furcht ist durch den Schuldenschnitt in Griechenland massiv befördert worden, weshalb eine Reihe von Staaten jede Form der Gläubigerbeteiligung vertraglich ausschließen will - vor allem Italien und Frankreich. Deutschland hingegen will die Haftung privater Anleihebesitzer dagegen sogar explizit festschreiben.
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(SZ vom 29.11.2011/aum)
Vor der EM in Polen und der Ukraine
Frankreich hat gar nichts lange versucht. Frankreich hat sich immer wieder auf Merkelsche Konzepte eingelassen, damit überhaupt irgendwas passiert ist. Frankreich versucht seit 2 Jahren den richtigen Weg zu gehen. Man dachte, man könnte die Hayek Freundin von ihrem unsinnigen Kurs abbringen wenn man einen Dialog führt. Dieses Ansinnen ist jetzt für jeden offensichtlich gescheitert. Alles andere ist Geschwurbsel. Nun isses auch wurscht und die restlichen europäischen Länder, die deutschland immer einen Sonderweg ermöglichen wollten, haben endgültig die Nase voll von dieser Laienschauspielerin mit angehängten Adlaten.
Es ist ein Fiasko. Und die Presse schweigt oder bestärkt die Bundesregierung noch in ihrem Kurs. Ich frage noch einmal, welche Erfolge konnte Deutschland mit dem gehen seines Weges in den letzten beiden Jahren in der Eurokrise verbuchen? Wer mir darauf eine vernünftige Antwort geben kann, erhält 100 Punkte.
... in Europa schon mehr WIRTSCHAFTLICHEN Schaden angerichtet, als das 3. Reich es vermocht hat.
D hat 2 Bio Schulden, die EU ca. 20 Bio, in den europäischen "Bad Banks" liegen ca. 18 Bio rum und jetzt werden schnell noch mal schlappe 750 Mrd erhebelt.
Die Zinsen der Italienischen 10-jährigen Bonds sind gerade bei läppischen 7,38% angekommen.
Schlage zur Finanzierung des ganzen den Breitband-Solidaritätszuschlag-West vor:
Zu entrichten auf Einfamilienhäuser, Kleinwagen, Schrebergärten, Bildungseinrichtungen, Kleinsparguthaben, Hartz4-Einkommen und Präkarianer-Atemluft…
Rostowski halte eine Summe von bis zu drei Billionen Euro für erforderlich, um eine wirksame "Brandmauer" zu errichten.
Dagegen sagte Regierungssprecher Steffen Seibert: "Wir können in Europa keine Finanzkraft vorspiegeln, die wir nicht haben."
Na dann haben wir ja eine klare Aussage aus entsprechenden Kreisen, dass die Euro-Rettung schlichtweg nicht mehr bezahlbar ist.
"Mit der Reform erhält der EFSF nicht nur mehr Geld, sondern auch neue Hilfsinstrumente. So darf er bei der Stützung von Banken helfen sowie auf den Finanzmärkten Staatsanleihen aufkaufen, um die Risikoaufschläge der Papiere zu drücken."
Warum denn so zaghaft? Um jene Institute gehts doch primaer. Das europaeische Volk, wenn denn was noch uebrig bleiben sollte, von Schulden und sozialem Unfrieden abgehen. Ich warte nur noch auf die gefluegelten Worte aus Rousseaus Feder: "Wenn sie kein Brot mehr haben, sollen sie doch Kuchen essen!!"
Ich denke das Zitat eines ehemaligen italienischen Trainers des FC Bayern München kennen noch viele, genauso empfinde ich die Geschichte mit dem Euro und den Politikern die uns diese geschichtliche "Wohltat" diktiert haben. Unsere deutschen Politiker müssen sich übrigens nicht so weit aus dem Fenster lehnen, vor allem wenn sie in der Regierung von Schröder tätig waren.
Irgendwelche Bonds werden kommen und Frau Merkel und ihre politischen Untertanen werden uns das als "alternativlos" verkaufen. So wie sie uns Bürger, aber auch kleine Betriebe, an die Finanzmafia verkauft haben.
Aussitzen a la Kohl hat noch nie was gebracht, es bringt nur scheinbar etwas Zeitgewinn.
Paging