Bislang sind weit weniger Menschen auf der Straße gelandet als befürchtet. Ideen, wie sie wieder in Arbeit kommen, wären allerdings ein besseres Wahlkampfthema als die Opel-Rettung.
Bundesarbeitsminister Olaf Scholz ist kein Freund düsterer Prognosen. Immer wieder hat er vor Schwarzmalern gewarnt, die einen dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit voraussagten. Nun kann er sich bestätigt fühlen. Der leichte Anstieg der Erwerbslosenzahl im August zeigt: Bislang sind in der Krise weit weniger Menschen auf der Straße gelandet, als viele Experten befürchteten. Das ist eine gute Nachricht, auch wenn im Herbst der Damm gegen Massenentlassungen stärker bröckeln wird.
Die Wirtschaftskrise schlägt hierzulande weniger auf den Arbeitsmarkt durch als in anderen Industrienationen. (© Foto: dpa)
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Die Volkswirte in den Banken passen derzeit wieder einmal ihre Prognosen der Wirklichkeit an. Vor ein paar Monaten war noch die Rede von vier Millionen Arbeitslosen in diesem Jahr und fünf Millionen Ende 2010. Jetzt sieht es eher so aus, dass diese Marken nicht erreicht werden. Dazu hat einerseits Scholz beigetragen, der mit der Förderung der Kurzarbeit rechtzeitig auf das richtige Instrument setzte, um die Menschen in den Betrieben zu halten. In Deutschland schlägt die Wirtschaftskrise deshalb viel weniger auf den Arbeitsmarkt durch als in anderen Industrienationen. Dass der große Kahlschlag bislang ausgeblieben ist, liegt zugleich an den Arbeitgebern. Die meisten haben aus ihren Fehlern in der letzten Rezession gelernt und nicht massenhaft Mitarbeiter entlassen. Die Unternehmen wissen, dass sie ihre Fachkräfte bald wieder brauchen.
Diese Erfolge sind kein Grund zum Feiern. Mehr als eine Million versteckte Arbeitslose werden in der Statistik nicht mitgezählt. Gut fünf Millionen Jobs dürften der Republik tatsächlich fehlen. Darüber zu streiten, wie diese Menschen eine ordentlich bezahlte Stelle bekommen könnten, wäre ein besseres Wahlkampfthema als die Rettung von Opel.
(SZ vom 02.09.2009/mel)
Linke-Parteitag in Göttingen
wenn das ganze Ausmaß des globalen Crash mit keinem Trick der Welt mehr zu kaschieren ist. Dann lehnen sich die Strippenzieher an der Wallstreet ,im Londoner Börsenviertel , in Frankfurt und wo auch immer im Dollarraum, zurück und warten ab ,wie die Linke sich an dem zurückgelassenen Dreckhaufen die Finger schmutzig macht ( weil sie selbst zu dämlich dazu sind in ihrer maßlosen Gier und Dummheit) Die globale "Papier-Dollar-Aufblähung" in dreistelliger Billionenhöhe ! ! ( von der FED simsalabim aus dem Hut gezaubert ) führt unvermeidlich in die exzessive Inflation ( das lernt der VW-Student im ersten Semester ) . Bei dieser gewaltigen Blase,weit größer als 1929 (die nach der Wahl platzen wird) ist nur noch ein Währungschnitt (also die globale Enteignung ) denkbar. Warum sonst steht das Angela jetzt im heißen Wahlkampf augenscheinlich unter Valium ?
Auftragsrückgänge zwischen 40 und 50%, jetzt 0,3% Aufschwung (Toleranz)!
Olafs göttliche Eingabe mit dem Kurzarbeitergeld und das Stillhalteabkommen der Industrie mit der Regierung, bis zur Wahl auf Massenentlassungen zu verzichten, verschieben die historischen Massenentlassungen um mindestens 6 Monate. Trotz Kurzarbeitergeld sitzen die Firmen auf den laufenden Kosten, die schon lange über den Dispo finanziert werden. Von Investitionen brauchen wir schon lange nicht mehr reden. Die Unternehmen kämpfen jeden Tag ums Überleben, genau wie der Rest der Welt. Und jeden Tag die Ungewissheit, ob die Bank den dringend benötigten weiteren Kreditbedarf gewähren wird, um bis zum 23.09. durchzuhalten. Weit und breit keine neuen Aufträge in Sicht. Identisch zur letzten (kleinen) Depression, die erst durch den II. WK beendet wurde.
Habe ja ganz vergessen, dass die Krise schon vorbei ist. Sorry.
Diese Zahl ist das Papier nicht wert auf dem sie steht! Aus meiner Sicht hat es die Bundesagentur für Arbeit in der Hand durch die zeitliche Ausgestaltung von Maßnahmen, die Arbeitslosenzahl zu einem bestimmten Zeitpunkt höher oder niedriger ausfallen zu lassen!- Da ohnehin die Arbeitslosenzahlen durch Eintritt von Arbeitslosen in die Rente atmen, ist die Zahlenlage damit beliebig interpretierbar!
Entscheidend ist nicht die Frage ob jemand tatsächlich arbeitslos ist, entscheidend ist ausschließlich die Frage mit welchem Statistikkennzeichen er versehen wird!
D.h., jeder der durch ein AGH-MAE Maßnahme (Ein-Euro-Job, Zusatzjobs oder Brückenjobs) geschleust wird oder sich in einer der sogenannten Qualifizierungsmaßnahmen (Schulung, Seminar, Praktikum) befindet, taucht zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Statistik als arbeitslos auf. Jeder Arbeitlose, der einem externen Vermittler im Rahmen eine Eingliederungsvereinbarung überstellt wurde, ist aus der Arbeitslosenstatistik für diesen Zeitraum verschwunden!
Zitat aus den Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit, Seite 16: Dass der saisonbereinigte Arbeitslosenbestand sich im August vergleichsweise günstig entwickelte, hängt auch damit zusammen, dass es im August deutlich mehr Abgänge in Ausbildung und sonstige Maßnahmeteilnahme. (+41 Prozent) gegeben hat.
Jeder der eine geringfügige Beschäftigung annimmt und für einen Hungerlohn arbeitet (unter 7,50 Euro brutto/Std.) und dabei 15 Stunden wöchentliche Arbeitszeit überschreitet, taucht in der Statistik als Arbeitsloser nicht mehr auf!
Jeder der mit einer Abfindung aus seinem Job ausgeschieden ist und einer Sperrfrist unterliegt (damit lediglich als arbeitssuchend aufgenommen wird), taucht in der Statistik nicht auf! Jeder Arbeitnehmer in einem insolventen Unternehmen, der durch die Bundesagentur für Arbeit Insolvenzgeld erhält, taucht in der Statistik nicht auf!
Ich bin mir persönlich sicher, nach der Wahl und mit der sich abzeichnenden Ebbe in den Budgets der Bundesagentur für Arbeit, wird es für alle eine Überraschung geben!
Bundesminister Scholz hat eine richtige Politik betrieben. Es sei allerdings auf die statistische Ungenauigkeit verwiesen; denn die wahre Arbeitslosigkeit ist deutlich höher als die jeweilige Zahl aus Nürnberg.
Gebe dem Verfasser darin recht, dass die BA noch besser werden muss, Beispiel Qualität, Zielgenauigkeit und Quantität der Vermittlungen, aber auch im Lukrieren von Stellen und Ausbildungsmöglichkeiten.
Bin ein Anhänger der Idee, OPEL zu retten. Aber GM muss raus, weit weg. Und auch dieser ominöse Fonds, ich sehe darin eine Strohmann-Konstruktion, sollte von niemandem, der ernst genommen werden will, forciert werden. Prof Dudenhöfer hat die meiste Ahnung. Man sollte auf ihn hören. Und die Verbondung mit MAGNA, russische Sparkassen und Rußland wäre enorm. Rußland plus viele GUS-Staaten wären ein toller Zusatzmarkt zum bisherigen OPEL-Gebiet.
Aber auch Herr Öchsner wird wohl nicht übersehen: Unternehmen, die noch mit 20 oder 25 % Auftragsminus "kämpfen" gegenüber dem Vorjahr, können beim besten Willen (noch nicht) neu einstellen. Da kann sich die Regierung auf den Kopf stellen und mit den A.... Fliegen fangen.
Wir sollten langfristiger Denken. Nach Jamaika, Ampel, Groko oder schwarz-gelb (glaub ich aber weniger) wird es 2013 rot-rot geben. Die Frage ist ob dann schon ein Linker zum Kanzler gewählt wird oder es noch eine weitere Wahlperiode braucht.
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