Die Luxusmodefirma Jil Sander soll nach zwei Jahren schon wieder verkauft werden. Nächster Eigentümer könnte ein Konzern aus Asien sein.

Nach gut zwei Jahren steht die Hamburger Luxusmodefirma Jil Sander einem Pressebericht zufolge vor einem erneuten Besitzerwechsel.

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Neuer Investor: Jil Sander wird wohl schon wieder verkauft. (© Foto: dpa)

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200 Millionen Euro Kaufpreis

Die britische Beteiligungsgesellschaft Change Capital Partners spreche seit einigen Wochen exklusiv mit einem börsennotierten Luxusgüterkonzern aus Asien, erfuhr die Financial Times Deutschland aus Verhandlungskreisen. Der Verkauf könnte bereits in den kommenden Tagen angekündigt werden.

Die Briten stellen sich dem Bericht zufolge für die Premiummarke - inklusive Schulden - einen Preis von gut 200 Millionen Euro vor.

Dies läge erheblich über dem Preis, den Change Capital im Frühjahr 2006 an den Mailänder Luxuskonzern Prada überwiesen hatte, schrieb die Zeitung. Die Summe erscheine auch angesichts der weiterhin schwachen Ertragslage von Jil Sander hoch.

Zumindest operativ ein kleiner Gewinn

Prada hatte das Hamburger Unternehmen damals nach sieben Jahren wieder verkauft, weil die Italiener die ausufernden Verluste kaum eindämmen konnten.

Die Firma litt darunter, dass sich Prada-Chef Patrizio Bertelli schnell mit der Designerin Jil Sander zerstritten hatte.

Unter der Ägide von Change Capital habe das Modeunternehmen jetzt zum ersten Mal seit sechs Jahren zumindest operativ einen kleinen Gewinn erzielt, hieß es in dem Bericht.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (operatives Ebitda) wird in dem Abschluss für das im Januar 2008 beendete Geschäftsjahr 2007 auf 4,1 Millionen Euro beziffert.

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(sueddeutsche.de/dpa-AFX, jkr/mel)