Jens Weidmann Das ganze billige Geld bringt doch nichts

Bundesbankchef Jens Weidmann. Aufnahme von 2014

(Foto: REUTERS)

Bundesbankchef Jens Weidmann über billiges Geld, die harte D-Mark - und warum Flüchtlinge Deutschland helfen.

Von Markus Zydra, Frankfurt

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat die Kämpfe um den Ankauf von Staatsanleihen im EZB-Rat verloren. Dennoch sieht er sich in seiner Kritik bestätigt: "Das ganze billige Geld kann kein nachhaltiges Wachstum entfachen", sagt Weidmann der Süddeutschen Zeitung. Die Geldschwemme berge zudem mit der Zeit "immer größere Risiken, etwa für die Finanzstabilität".

Im Interview spricht Weidmann auch über die Konflikte mit seinen Kollegen: "Auch wenn uns im EZB-Rat das Ziel eines stabilen Euro eint, streiten wir bisweilen über den richtigen Weg dorthin." Der Bevölkerung sei versprochen worden, dass der Euro so stabil werde, wie es die D-Mark war. "Bislang ist das gelungen - und ich setze mich im EZB-Rat und in der öffentlichen Diskussion dafür ein, dass das auch so bleibt."

Der Bundesbankchef sagt, es werde Deutschland einiges abfordern, den Zustrom an Flüchtlingen zu bewältigen. "Die Zuwanderung birgt aber auch Chancen. Diese sind umso größer, je besser es uns gelingt, die Menschen, die dauerhaft zu uns kommen, in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt zu integrieren." Angesichts des demografischen Wandels benötige Deutschland zusätzliche Arbeitskräfte, um den Wohlstand halten zu können.

Lesen Sie das ganze Interview mit SZ Plus.

"Das stärkt mir den Rücken"

Der Bundesbankchef warnt: Das billige Geld der Europäischen Zentralbank kann kein Wachstum entfachen und birgt Risiken. Im EZB-Rat kämpft er weiter. Interview von Markus Zydra mehr ...