Unbedenklich: Von japanischem Essen gehe keine Gesundheitsgefahr aus, beschwichtigt Verbraucherschutzministerin Aigner. Nach einer Bitte der EU kontrolliert der Zoll gezielt, ob japanische Lebensmittelimporte radioaktiv verseucht sind.

Bitte, keine Panik: Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) erwartet nach den Störfällen in japanischen Atomkraftwerken keine erhöhte Belastung bei Lebensmitteln in Deutschland.

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Japanischer Lebensmittelmarkt in Sendai in der Präfektur Miyagi: Die EU-Länder sollen ab sofort Lebens- und Futtermittel aus Japan auf mögliche Strahlenbelastung untersuchen, vor allem Fisch und Fischerzeugnisse. (© AFP)

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"Auch haben wir keine Hinweise darauf, dass möglicherweise verstrahlte Lebensmittel auf dem Weg nach Deutschland sind", sagte Aigner zu Bild.de. Alle Lebensmittel in deutschen Regalen müssten höchste Sicherheits- und Qualitätskriterien erfüllen. "Radioaktive Strahlung ist unsichtbar, aber alle unsere Lebensmittel unterliegen strengen Kontrollen", sagte die CSU-Politikerin.

Aigner betonte, dass die Einfuhrkontrollen erhöht worden seien. "Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten gebeten, ab sofort Lebens- und Futtermittel aus Japan auf mögliche Strahlenbelastung zu untersuchen, vor allem Fisch und Fischerzeugnisse", sagte sie.

Die Bundesregierung wies nach Erkenntnissen der Nachrichtenagentur dpa in der Folge den Zoll gezielt an, Lebensmittel aus Japan auf Radioaktivität zu überprüfen. Der Umfang des Lebensmittelimports ist allerdings gering. Nach Angaben des Verbraucherministeriums wurden im vergangenen Jahr nur 60 Tonnen Fisch aus Japan importiert, insgesamt waren es über 900.000 Tonnen Importe aus aller Welt. Von 60 Milliarden Euro Gesamtimporten entfielen 33 Millionen Euro auf Japan.

Seit dem Erdbeben sei der Handel mit Japan ohnehin fast zum Erliegen gekommen, sagte ein Ministeriumssprecher. Deutschland führt neben Fisch auch Ingwer, Algen, grünen Tee, Reis und Nudelgerichte aus Japan ein. Und Japan wird angesichts der Notlage die heimischen Waren erst einmal an die eigenen Bürger abgeben", sagte Aigner.

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(sueddeutsche.de/DAPD/pak)