Japan taumelt aus der Rezession: Erstmals seit fünf Quartalen ist die Wirtschaft wieder gewachsen - doch an der Börse in Tokio überwiegt die Skepsis.
In Deutschland geht es aufwärts, in Frankreich ebenfalls - und nun zeigt auch die japanische Wirtschaft wieder verhaltene Signale der Erholung.
Erstmals seit fünf Quartalen ist Japans Wirtschaft wieder gewachsen. Allerdings ging es davor steil bergab.Von seinem Einbruch Ende des Jahres 2008 hat sich der japanische Aktienmarkt (Kursverlauf im Bild) aber noch erholt. (© Foto: AP)
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Erstmals seit fünf Quartalen hat die Wirtschaftsleistung im vergangenen Quartal wieder zugelegt, und zwar um eine Jahresrate von real 3,7 Prozent. Im Vergleich zum vorangegangenen Quartal sei die Wirtschaft um 0,9 Prozent gewachsen, teilte die Regierung mit.
Damit hat auch Japan die Rezession beendet, die ihren Höhepunkt im vierten Quartal 2008 hatte, als die Wirtschaftsleistung um 13,1 Prozent einbrach.
Die Erholung in Japan von April bis einschließlich Juni wurde vor allem von steigenden Exporten beflügelt, die im Vergleich zum Vorquartal um 6,3 Prozent zulegten. Besonders die Ausfuhren nach China nahmen stark zu, japanische Elektrogeräte waren jedoch auch weltweit wieder mehr gefragt.
Aufschwung auf schwachen Füßen
Japans Wirtschaftsminister Yoshimasa Hayashi rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit einer weiteren Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. "Die Lage ist nach wie vor ernst, aber wir rechnen mit einem weiteren Anziehen der Konjunktur", sagte Hayashi.
Seiner Einschätzung nach hätten sich die staatlichen Konjunkturprogramme positiv auf den privaten Konsum und die öffentlichen Ausgaben ausgewirkt.
Ökonomen warnen jedoch, die jüngste wirtschaftliche Erholung stünde noch auf schwachen Füßen steht. Sie verweisen auf ein fallendes Lohnniveau, einen schwachen Binnenkonsum und eine Rekordarbeitslosigkeit von 5,4 Prozent - der höchste Wert seit sechs Jahren.
Auch die Börse in Tokio teilt den Optimismus der Regierung noch nicht. Vielmehr ließen sich die Händler von negativen Vorgaben der New Yorker Wall Street vom Freitag beeinflussen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte sackte um 328,72 Punkte oder 3,10 Prozent auf 10.268,61 Punkte. Der breit gefasste Topix gab ebenfalls deutlich um 23,98 Punkte oder 2,46 Prozent auf 949,59 Punkte nach.
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(sueddeutsche.de/dpa-AFX/AP/tob/pak)
Gysi gegen Lafontaine
Ich gönne den Chinesen ihre wirtschaftliche Entwicklung ja, aber:
"Was würde die restliche Welt ohne China's aufblühende Mittelschicht machen?"
Schauen Sie auf Chinas Handelsbilanz, dann haben Sie die Antwort.
Wachstum. Wachstum fressen Hirn. Wachstum ist also ein Wert an sich. Da sagen die Banker zur Staat A Regierung "eh hömma, verschulde Du Deine Bürger, bis voll über beide Ohren, dann kaufen die Doofis den sinnlosen Ramsch von Staat B, und Du Staat B verschulde Deine Bürger, dann kaufen die den Müll von Staat A, und wir haben wieder Wachstum. Voll Geil eh". Aua, aua und noch mal aua. Das einzige, was wirklich gewachsen ist, sind die weltweiten Schulden, die aber dafür um20,30 und noch mehr %Punkte. Dafür hat sich doch die Schuldenexplosion richtig gelohnt. Sind ja immerhin 0, Prozente dabei herausgekommen. Das ist witziger, was sich unsere "Weltelite" einfallen läßt, als jede Satire.
Ist es nicht kurios, dass ausgerechtnet ein aufstrebendendes kommunistisches Schwellenland durch seinen unermüdlichen Kunsum die kapitalistische Weltwirtschaft vor dem Untergang bewahrt? Was würde die restliche Welt ohne China's aufblühende Mittelschicht machen? Nur komisch, dass die chinesische Entwicklung die gleiche ist, wie die in Europa vor 200 Jahren: Soziale Not, Billiglöhne, Fabriken, Fabrikohnungen...Anders scheints nicht zu funktionieren.