Die Wirtschaftsweisen loben in ihrem Jahresgutachten das Finanzrettungspaket. Außerdem solle der Staat mehr investieren - in Bildung, Straßen und Schiene.
Die fünf Wirtschaftsweisen haben am Mittwoch Kanzlerin Angela Merkel ihr Gutachten zur aktuellen Wirtschaftsentwicklung übergeben.
Kanzlerin Merkel und die Wirtschaftsweisen Bofinger und Rürup. (© Foto: dpa)
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Darin sagen sie in Deutschland für das kommende Jahr eine Rezession voraus und erstmals seit 2005 wieder steigende Arbeitslosenzahlen.
Das Gutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung trägt den Titel "Die Finanzkrise meistern - Wachstumskräfte stärken".
Merkel sagte bei der Entgegennahme des Berichts, sie sehe durchaus Schnittmengen zwischen den Einschätzungen von Regierung und Rat.
Der Titel des Gutachtens beschreibe genau das Ziel, dass sich auch die Regierung setze. Im Grundansatz bei der Wachstumsförderung seien Regierung und Rat nicht weit auseinander, auch wenn der Rat sich größere Summen wünsche.
Auch in der Wachstumsprognose - der Rat erwartet eine Stagnation 2009, die Regierung ein Plus von 0,2 Prozent - liege man beieinander.
Der Vorsitzende des Rates, Bert Rürup, erklärte, das Hilfspaket der Regierung für den Finanzmarkt sehe sein Gremium positiv, das Maßnahmenpaket für die Konjunktur hingegen kritisch.
In ihrem Gutachten rechnen die Wirtschaftsweisen mit einem Einbruch der Konjunktur im kommenden Jahr.
Zwischen Stagnation und Rezession
Zwar werde die Wirtschaft in Deutschland 2008 noch mit 1,7 Prozent - etwas weniger als der Rat vor zwölf Monaten vorausgesagt hatte - wachsen. Im kommenden Jahr werde sie dann aber in eine Stagnation zurückfallen.
Nach der Definition des Rates, die auf die Entwicklung von Kapazitätszahlen abstellt, bedeutet das eine Rezession. Immerhin rechnen die Experten im Lauf des kommenden Jahres mit einer Belebung.
Die Zahl der Arbeitslosen werde 2009 im Jahresdurchschnitt um rund 35.000 auf 3,3 Millionen steigen. Zugleich werde die Zahl der Erwerbstätigen um 81.000 auf 40,2 Millionen sinken.
Wachstumsträger wird dem Rat zufolge im kommenden Jahr mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent der private Konsum sein. Hier werde es in diesem Jahr noch ein Minus von 0,3 Prozent geben.
Dagegen wird der bisherige Konjunkturmotor Export 2009 deutlich an Fahrt verlieren und nur noch einen Mini-Zuwachs von 0,4 Prozent nach einem Plus von 4,2 Prozent im laufenden Jahr aufweisen.
Die Hilfspläne der Regierung für die Finanzwirtschaft und zur Stützung der Konjunktur treffen beim Sachverständigenrat auf ein gemischtes Echo. Während der Rat den Rettungsschirm für die Kreditwirtschaft im Grundsatz begrüßt, sieht er die Hilfen zur Stabilisierung der Konjunktur eher kritisch.
Angesichts der aktuell schwierigen Lage plädiert er für eine sehr viel stärkere Wachstumsförderung des Staates über öffentliche Investitionen, etwa in das Straßen- und Schienennetz sowie in die Bildung. Dafür müsse auch eine zeitweise wieder steigende Neuverschuldung des Staates in Kauf genommen werden.
- Sachverständigenrat Rezession in Deutschland 11.11.2008
- US-Autoindustrie Letzte Ausfahrt Detroit 12.11.2008
- Audi Luxuswagenhersteller ruft laut nach dem Staat 12.11.2008
- US-Konjunktur Konsumenten im Käuferstreik 12.11.2008
(sueddeutsche.de/Reuters/hgn/mel)
Linke mit neuer Führung
Wasserstoffproduktion und -nutzung staatlich fördern
noch mehr Windmühlen in die Nordsee
Solarstrom
noch mehr Umabu an Immobilien zum Energiesparen
ÖPNV vorne und hinten (Autobahnenrückabu :-)
Ganztagsschulen
Abschaffung Studiengebühren
ein paar Milliarden für Zuschuss (wenn verloren, ist auch nicht schlimmer als Verbrennen in der Bank)
Hedgefonds, Heuschrecken, Private Equity regulieren wie seriöse Firmen
starke Besteeurung für Firmensitze in gesetzeslosen Zonen (Cayman, Schweiz, usw.4
19:01 Uhr :-(
doch bitte mal auf den Punkt. Wie wollen Sie aus der Misere kommen, wie schauen Ihre Vorschläge aus?
Und die nicht funktionierenden Bankprodukte explodieren deshalb, weil man Kredit an kleine Leute gab, die sich unbedingt ein Eigenheim leisten sollten, dass sie sich als sog. Subprimes gar nicht leisien konnten. Analysiert man das rational, hätten die Leute lieber im Wohnghetto bleiben sollen, anstatt das Weltfinanzsystem explodieren zu lassen udn Wachstum nur durch eine Spekulationsblase zu produzieren. Aber so eine rationale Analyse passt natürlich nicht zu den ideolgischen Wiederholungen von 1848.
Nun ist die Lage halt da, die die kleinen Leute in den USA mit ihrer Gier nache einem Eigenheim, das sie nicht bezahlen können, verursacht haebn und wir müssen da halt durch. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Eigentümer von Nokia haben gar nichts davon, dass die Eiegnheimbauer in USA pleite gehen. Im Gegenteil, die büssen kräftig mit Kursverlusten zusätzlich zu den Verlusten,das ihr Management durch die Subventionsbetrügereien verursacht hat.
abermandl: Sie sprechen Allegemeinplätze aus, die 1930 wie 1890 gesnauso gesagt hätten werden können., Sie erklären nichts. Wir geben erheblich mehr Geld für Bildung aus, aber immer noch viel zu wenig. Die Arebitnehmer partizipieren auch von dem Wohlstand. Immerhin haben wir im Inland eine Sparquote von 10% und mehr. Jede Oma, die von ihrer Rente immer noch sparen kann, hat Zinsen über den Zinsen der Zentralbank.
Bei der Flucht der Nokia-Subventionsbetrüger nach Rumänien verschweigen Sie eine wichtige Tatsache, die nicht in ideolgischen Allgemeinplätze passt:
Vor der Rumänienflucht der Subventionsbetrüger stand die Nokia-Aktie bei 40,59$, heute steht sie bei 13,21 $. Das heisst die Eigentümer sind für die Flucht mit 67% ersatzlosem Verlust ihres Vermnögens für das Missmanagement bestrfat worden., Der Markt bestraft wesentlich härter als der Staat.
Stiglitz hat im Spiegel wesentlich intelligentere Sachen gesagt als die ewig gleichen Plattidüden seit 1849: die Banken haben in ihrer Selbstregulierung versagt. Basel II funktioniert nicht. Die Banken bringen Produkte auf den Markt und handeln damit, die nicht funktioneren. Für das Missmangement der Banken springt nund er Staat ein, was er 1929 nicht tat (Brüning). Das hatte 6 Mio Arbeitslose zur Folge (und auch Autobahnbau wie unter Frau Merkel).
Roosvelt hat damals richtig erstmals massiv die keyniasanische Lehre angewendet und stark investiert in Dinge, die keiner nachfragte, z.B. den Grund, den er von Siedlern leerräumte, um einen Park daraus zu machen, wo dann die Siedler gegen Staatsgeld arbeiten konnten.
Andererseits ist beim Volkseinkommen von 2006 auf 2007 das Arbeitnehmereinkommen von 1 149,4 auf 1 183,55 Mrd Euro (also um 34 Mrd) Euro gewachsen und das Unternehmens- und Vermögenseinkommen von 616,10 auf 643,52 Mrd (also um 27,42 Mrd) Euro gewachsen, Und beim Vermögenseinkommen sind dei Zinsen dabei, die die Oma, die Lehrein, der VW-Werker, Sie und ich auf dem Sparbuch bekommen. Da ist nicht viel Luft für grosse ideolgische Anwandlungen.
Viel dramatischer waren die Privatinsolvenzen, die Greespan mit spottbilligem Zentralbankgeld provoziert hat, die beid en Subprime-Hypotheken exploderten als die Zinsen angehoben wurden.
Man muss da schon genauer hinsehen. Die rezessiven Kräfte, gegen die die Regierung nun sanft gegensteuert, kommen halt aus der Explosion der nicht funktionierenden Bankprodukte, deren Ängste in Folge nun die Realwirtschaft erreichen.
Da unten steht es sehr treffend im Kommentar von @abermandl. Mehr ist nicht hinzuzufügen. Die Beteiligung des Arbeitnehmers an der Wertschöpfung und Ausgaben für die Bildung.
Das wurde alles versäumt. Mehr ist dazu nicht zu sagen.
Es sei denn man mag ein wenig über die Mängel unserer selbstreferenziellen Berater- und Gutachterclique, lästern, oder sich über die "Eklektizität" der Frau M., die ohnehin jeder Fahne die glitzert hinterherrennt. Nur verbleibt der Anschein, dass die Unternehmer des Staates - "die Bürger" - ihre Arbeiter - "die Regierung, Verwaltung (war da nicht mal ein Dritter Teil?)" - nicht mehr im Griff haben.
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