Von Stefan Weber

Persil wird 100 Jahre - und seine bekannteste Werbefigur tritt wieder auf. Doch auch andere Kampagnen für das Waschpulver sind heute legendär.

Sie ist Jahrgang 1922, aber das Alter sieht man ihr nicht an. Die blonden Haare stecken unter einem eleganten Hut, und ein weißes, tief ausgeschnittenes knielanges Kleid umweht ihre schmale Taille.

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Sie hat keinen Namen, alle nennen sie nur die ,,Weiße Dame''. Dieser Mittwoch ist für sie ein besonderer Tag, denn das Produkt, für das sie jahrzehntelang von Plakaten, Emailleschildern und in Filmen geworben hat, feiert Geburtstag: Persil, das in Deutschland meistverkaufte Waschmittel, wird 100Jahre alt.

Zu diesem Anlass muss auch die ,,Weiße Dame'', obwohl als Werbefigur für den Markenklassiker seit vielen Jahren außer Dienst, noch einmal ran. Sie wirbt in diesen Wochen auf historischen Verpackungen, die der Hersteller Henkel aus Düsseldorf zu Ehren seines bekanntesten Produkts in den Handel gebracht hat.

1922 bereits eine bekannte Marke

Als der Berliner Künstler Kurt Heiligenstaedt 1922 die ,,Weiße Dame'' gestaltete, war Persil bereits eine bekannte Marke.

Denn die Henkel-Forscher hatten mit ihrem Produkt den damals sehr aufwendigen und - meist für die Hausfrau - kräftezehrenden Waschvorgang revolutioniert. Sie mischten ihrem Produkt den Bleichstoff Perborat bei. Der sorgte dafür, dass der Sauerstoff beim Waschen fein aufperlte und in schonender Weise die harte Arbeit von Waschrumpel, Scheuerbrett und Bürste überflüssig machte.

Zudem war das Bleichen der Wäsche in der Sonne überflüssig - das erste ,,selbsttätige Waschmittel'' war erfunden. Die Produktion von Persil erforderte viel Fett. Deshalb ging Henkel in den dreißiger Jahren sogar mit einer eigenen Flotte auf Walfang, um den hohen Rohstoffbedarf zu decken.

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