Der US-Autobauer schließt eines von drei Werken der Tochtergesellschaft Jaguar in Großbritannien. Zudem wird sich die Edelmarke mit Ende der laufenden Saison aus der Formel 1 zurückziehen.
In dem 50 Jahre alten Werk Browns Lane würden 750 Verwaltungsangestellte und Entwickler sowie 400 Arbeiter ihren bisherigen Arbeitsplatz verlieren, teilte Ford mit.
Ein Jaguar XK 140 von 1954. (© Foto: dpa)
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Kündigungen werde es aber nicht geben. Das Unternehmen kündigte gleichzeitig an, in der Fabrik Gaydon 300 neue Arbeitsplätze zu schaffen, wo die Marke Aston Martin gebaut wird.
Gewerkschaft befürchtet das Ende von Jaguar
Gewerkschaftsvertreter kritisierten die Entscheidung. Sie könne das Ende für Jaguar bedeuten, sagte Derek Simpson, Generalsekretär der Gewerkschaft Amicus.
Jaguar hatte Ende August mitgeteilt, wegen der schwachen Nachfrage vor allem auf dem US-Markt werde die für 2004 geplante Produktion um elf Prozent gesenkt.
Ford hatte die britische Traditionsmarke 1989 gekauft. Jaguar beschäftigt derzeit noch insgesamt 8000 Mitarbeiter in seinen britischen Werken.
Die Premier Automotive Group, in der die britischen Ford-Marken Aston Martin, Jaguar and Land Rover zusammengefasst sind, hatte im Juli für das zweite Quartal einen Verlust von 362 Millionen Dollar vermeldet.
Überdies wird sich der Rennstall Jaguar-Cosworth zum Ende der Saison aus der Formel 1 zurückziehen.
"Nach gründlichen Überlegungen in den vergangenen Monaten ist der Motorenhersteller Ford zu diesem Entschluss gekommen", sagte Joe Greenwell, Vorsitzender von Jaguar und Land Rover.
250 Millionen für die Formel 1
Nach 15 von 18 WM-Läufen liegt das Team mit 10 Punkten auf Rang 7 in der Konstrukteurs-WM.
Ford hatte sich das Abenteuer Formel 1 nach einer Kürzung des Etats zuletzt rund 250 Millionen Euro im Jahr kosten lassen.
Neben Jaguar sind auch das englische Jordan-Team, in dem Nick Heidfeld (Mönchengladbach) unter Vertrag steht, und Minardi von dem Rückzug betroffen. Beide Rennställe werden von Ford mit Motoren beliefert.
(sueddeutsche.de/AFP/sid)
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