Es geht bergauf - da ist der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft, Hüther, überzeugt. Rund läuft es aber noch nicht. Und Deutschland könnte bald über einen Fachkräftemangel stolpern.
Verläuft die Kurve weiter nach oben oder droht ein erneuter Abschwung? IW-Chef Michael Hüther, 47, ist optimistisch. Der Wirtschaftswissenschaftler sieht allenfalls eine Wachstumspause. Von der Politik wünscht er sich jetzt die passenden Rahmenbedingungen: Bürokratie abbauen und Steuern runter.
IW-Chef Michael Hüther rechnet mit anhaltendem Wirtschaftsaufschwung und einer Erholung am Arbeitsmarkt. (© Foto: dpa)
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SZ: Herr Professor Hüther, alle spekulieren über die Konjunktur. Ist der bescheidene Aufschwung der vergangenen Monate schon wieder vorbei?
Michael Hüther: Überhaupt nicht, wie kommen Sie darauf?
SZ: Nun, die Exportindustrie ist sehr schlecht ins neue Jahr gestartet, der Schwung von Ende 2009 ist schon wieder dahin, und auch viele Experten werden wieder pessimistischer.
Hüther: Die Exporte passen in der Tat eigentlich nicht zu dem Gesamtbild der uns bekannten Indikatoren. Der Auftragseingang im Januar war deutlich positiv, auch die Produktion. Der Einkaufsmanager-Index zeigt kontinuierlich nach oben. Also: Ich sehe weiter eine Aufwärtsbewegung. Aber, zugegeben, die verläuft nicht entlang des Lineals, sondern es wackelt hier und da.
SZ: Nur ein Wackeln? Kommt nicht vielleicht doch ein "Double Dip", ein neuer Abschwung?
Hüther: Dieses Wort würde ich nicht verwenden, weil es den Eindruck nährt, wir hätten nochmal die gleiche Schärfe des Einbruchs vor uns, den wir schon hinter uns haben. Nein, wir erleben schlimmstenfalls eine Wachstumspause.
SZ: Die Sie nicht beunruhigt?
Hüther: Nein, gar nicht. Wir sind 2009 sehr tief gefallen, minus fünf Prozent beim Wachstum, nun bewegen wir uns recht sukzessive, aber doch von der Richtung her eindeutig nach oben.
SZ: Wann werden wir die Krise hinter uns gelassen haben?
Hüther: Das ist natürlich eine Frage der Vergleichsgröße. Wenn ich den Sommer 2008 nehme, dann wird's noch dauern. Aber der Sommer 2008, das zeigen unsere Unternehmensbefragungen, ist nicht der Maßstab; damals hatten wir bereits eine Überdehnung der Kapazitätsauslastung. Wenn man schon Vergleiche zieht, dann bitte zum Durchschnitt der Jahre 2006 und 2007. Und dieses Niveau erreichen wir wieder Anfang 2012.
SZ: Ihre Prognose für 2010?
Hüther: Mein Institut geht von gut eineinhalb Prozent Wachstum aus, wenn es sehr gut läuft zwei Prozent. Und es werden weniger als vier Millionen Arbeitslose im Jahresschnitt sein. Die vergleichsweise gute Situation am Arbeitsmarkt stützt übrigens meine These, dass wir nur eine Wachstumspause haben, keinen erneuten Einbruch.
SZ: Warum?
Hüther: Die Unternehmen halten doch weitgehend die Belegschaften im Haus...
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Früher kamen solche Typen "in den See" wenn ihre voraussagen nicht eintrafen!
Schade das diese Tradition nicht fortgeführt wird!
Das ist nichts neues,aber die Industrie und die Wirtschaft im allgemeinen hat es noch nicht kapiert, dies soll immer noch der Staat, also die Allgemeinheit regeln, wenn ich mir anschaue wie hoch die Ausbildungsplätze in den 80er Jahren noch waren, ist es
ein Verbrechen wie wenig heute ausgebildet werden, auf einen Ausbildungsplatz 300 Bewerber und hinzu kommt noch der Schwachsinn von dem nicht ausreichend gebildeten Schulabgänger,
wenn ich ich mir anschaue welche Wirtschaftsbosse wir heute haben
und wie wenig Innovativ nur auf gewinn orientiert, sind die Schulabgänger dennen überlegen. Die Wirtschaft soll nicht heulen
wie wehleitig Weiber, sie soll Ihre Arbeitmachen,dann geht es auch wieder besser. diese Leute gibt es noch,nur die sind nicht Medien-
geil und vor allen Dingen haben sie keine Minderwertigkeitspropleme.
"Die in der Arbeitsmarktforschung übliche Zweiteilung zwischen einem normalen Arbeitsverhältnis und untypischer Beschäftigung gehe an der Wirklichkeit vorbei, meint IW-Experte Schäfer."
die möcht ich sehen, wie sie einen Kredit bei der Bank auf 25 Jahre bekommen wollen, wenn sie kein "normales" Arbeitsverhältnis haben. So sind sie die IW.
Totale Volksverdummung und Verhetzung. Passen zur Mövenpickpartei und Mama Merkel.
... erscheinen mir immer wie ein Déjà-vu in der Dauerschleife, und wenn es dann noch von Herrn Beise geführt wird - naja!
Hüther und Kollegen sind Berufsoptimisten. Sie sehen immer nur Wachstum, eine bessere Zukunft (Für wen eigentlich? - lassen Sie uns da bloß nicht zu sehr ins Detail gehen.), immer ist das Glas halbvoll, Risiken gibt es kaum, - wenn doch, dann werden sie entschlossen verdrängt -, und überhaupt: höherschnellerweiter! - Sollte man von der Realität in seinem volkswirtschaftlichen Wolkenkuckucksheim jedoch widerlegt werden, dann handelte es sich natürlich um einen exogenen, unter keinen Umständen absehbaren, fiesen Schock aus dem Nichts. Langweilig!
Es gibt für diese Kategorie - die die Medien dank Macht der Bertelsmann-Stiftung majorisiert - einen trefflichen Terminus:
Afterwissenschaft.
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