Demonstrators protest against Las Vegas Sands' planned gambling complex in central Madrid
Ein Überblick von Sebastian Schoepp

In Spanien warten Flughäfen auf Passagiere und Freizeitparks auf Besucher. Pharaonische Bauten zeugen vom Platzen der Immobilienblase. Und der Wahnsinn geht weiter: Nun soll die gigantische Kasino-Stadt "Euro-Vegas" gebaut werden. Dabei hatte eine der verantwortlichen Politikerinen zuvor gefordert, man solle die großkopferten Architekten "umbringen".

Im Zentrum Madrids gehen Menschen aus Protest gegen das Mega-Projekt Euro-Vegas auf die Straße. Viele Spanier haben nach Jahren des Prassens genug von größenwahnsinnigen Politikern und Planern, die die Landschaft mit zu groß geratenen Projekten vollstellen wollen. Der Investor hinter Euro-Vegas, US-Multimilliardär Sheldon Adelson, stellt bis zu 250.000 Arbeitsplätze in Aussicht. Die Gewerkschaften glauben nicht an diese vielversprechende Zahl. Eher würden dort vor allem Billig-Jobs zu schlechten Bedingungen entstehen, kritisieren sie. Spanien aber brauche eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, keine neue Spekulationsblase.

Bild: REUTERS

10. September 2012, 17:35 2012-09-10 17:35:07  © Süddeutsche.de//mikö/rus

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