iPhone-Hersteller Apple-Chef Tim Cook verdient 99 Prozent weniger

Tim Cook löste im August 2011 Apple-Gründer Steve Jobs als Firmenchef ab.

(Foto: AP)

Kaum ein Jahr an der Konzernspitze - und schon muss Apple-Chef Tim Cook in diesem Jahr etwa 370 Millionen Dollar weniger Gesamtvergütung hinnehmen. Zumindest auf dem Papier. Dabei ist sein Grundgehalt sogar angestiegen.

Im Vorjahr war er noch der bestvergütete Konzernchef der Welt, 2012 aber erhält Apple-CEO Tim Cook 99 Prozent weniger Geld: Cook, der im vergangenen Jahr mit einer Gesamtvergütung von fast 378 Millionen Dollar die Liste der bestverdienenden Konzernchefs anführte, erhielt im Geschäftsjahr 2011/12 insgesamt etwa 4,2 Millionen US-Dollar (3,2 Millionen Euro). Dies geht aus einer Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC hervor.

Cook löste im August 2011 Apple-Gründer Steve Jobs als Firmenchef ab. Zu seinem Amtsantritt hatte er ein riesiges Aktiengeschenk erhalten, was ihm für 2011 zumindest auf dem Papier ein sagenhaftes Einkommen bescherte - knapp 378 Millionen Dollar. 376,2 Millionen Dollar davon machte die Option auf eine Million Aktien aus. Cook soll jeweils die Hälfte dieser Option 2016 und 2021 bekommen. 2012 erhielt er keine weiteren Aktienzuteilungen, weshalb das Gesamtpaket deutlich schmaler ausfiel - auch wenn sein Grundgehalt in diesem Jahr mit dem Aufstieg an die Konzernspitze von 900.000 auf 1,4 Millionen Dollar zulegte.

Cooks Vergütung für das Jahr 2010/11 ist die höchste, die bis dato vom Wall Street Journal in seiner jährlichen Umfrage zu CEO-Vergütungen erfasst wurde und damit die höchste seit mindestens 2006 - dem Jahr, in dem die SEC ihre Regeln für die Rechnungslegung von Managergehältern änderte.

Schon 2010 - damals war Cook noch leitender Geschäftsführer unter Jobs - verdiente der heutige Apple-Chef deutlich mehr als 2012. Damals übertraf er seine diesjährige Gesamtvergütung bereits um das 14-Fache. Dies liegt daran, dass die vom Vorstandschef gehaltenen Aktien von der Ausschüttung einer Dividende ausgenommen sind, wie Apple im Mai bekanntgab. Damit verzichtete Cook in diesem Jahr freiwillig auf eine Prämie von etwa 75 Millionen Dollar.

Freuen kann sich dagegen Finanzvorstand Peter Oppenheimer. Seine Vergütung wuchs auf 68,6 Millionen Dollar von 1,4 Millionen Dollar im Vorjahr. Darin enthalten sind 66,2 Millionen Dollar aus Aktienzuteilungen. Hardware-Chef Robert Mansfield erhielt insgesamt 85,5 Millionen Dollar, auch hier stammt fast alles aus Aktienzuteilungen.