Investition in Fußballklub Soros steigt bei Manchester United ein

Krise überall - aber Fußball geht immer. US-Starinvestor Soros will mitverdienen und investiert in den britischen Klub Manchester United. Es ist nicht sein erster Ausflug in die Welt des Sports.

Wenn der Ball rollt, rollt auch der Rubel. Vor allem mit Letzterem kennt sich George Soros aus. Der 82-jährige US-Großinvestor ist beim englischen Fußballklub Manchester United (ManU) eingestiegen. Wie der Hedgefonds von Soros am Montag der US-Börsenaufsicht mitteilte, hielt er zuletzt 7,85 Prozent der A-Klasse-Aktien des Vereins. Investoren hoffen auf ManU als starke Marke.

George Soros will die 42 Jahre jüngere Yoga-Lehrerin Tamiko Bolton heiraten. Auch beruflich investiert Soros wie immer in die Zukunft: Kurz vor Bekanntgabe der Heirat sicherte er sich fast acht Prozent der Anteile am Fußballklub Manchester United.

(Foto: REUTERS)

Als Kauftermin wurde der 9. August genannt - der Tag des Börsengangs des Klubs. Soros kann nun Geld verdienen, echte Macht im Klub hat er nicht. Denn bei ManU sichert die Eigentümer-Familie Glazer ihren Einfluss durch eine zweigeteilte Aktienstruktur. Im Zuge der Erstemission (IPO) in New York wurden nur Aktien ausgegeben, die dem Besitzer eine Stimme bei Entscheidungen im Unternehmen zusichern. Aktien der höheren Klasse - bei der an jedes Papier zehn Stimmren gekoppelt sind - gehen nicht an Investoren von außen wie Soros einer ist.

Durch den Börsengang wurden Einnahmen von gut 233 Millionen Dollar erzielt. Sie gingen je zur Hälfte an ManU und die US-amerikanische Eigner-Familie Glazer.

Soros, der vergangene Woche die geplante Hochzeit mit der 42 Jahre jüngeren Yoga-Lehrerin Tamiko Bolton bekanntgegeben hatte, gehört in der zwei Billionen Dollar schweren Hedgefonds-Branche zu den Starinvestoren. Er verwaltet Vermögenswerte von etwa 25 Milliarden Dollar.

Es ist nicht sein erster Kontakt mit der Milliardenbranche Fußball. Am Klub DC United aus Washington war Soros beteiligt. 2008 bot er sich als Retter des angeschlagenen Klubs AS Rom an - seine Offerte lag bei fast 300 Millionen Euro. Die Eigentümer, die Familie Sensi, lehnte aber ab und verkaufte später an andere amerikanische Investoren.