sueddeutsche.de: Wird sich die finanzielle Situation der Familien mit diesem Urteil nachhaltig verbessern?

Jürgen Borchert, AP

Jürgen Borchert (© Foto: AP)

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Borchert: Sie wird sich verbessern. Ob das finanziell passiert, oder aber in Form von Dienst- oder Sachleistungen, wird man sehen. Das Urteil unterstreicht auch hier die Gestaltungssfreiheit des Gesetzgebers.

sueddeutsche.de: Hat das Urteil auch Konsequenzen für die Reform der Verwaltung von Hartz IV?

Borchert: Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich im Bundestag eine Zweidrittelmehrheit für eine Änderung des Grundgesetzes finden wird, die allein die Neuregelung für Jobcenter enthält. Viel näher liegt für mich die Annahme, dass die SPD jetzt ihre Chance sieht, den Hartz-IV-Geruch loszuwerden. Die Tatsache, dass nach den Jobcentern nun auch das zweite Kernstück der Hartz-IV-Reform - die Bemessung der Regelsätze - für verfassungswidrig erklärt und für beide fällige Reformen dieselbe Frist zur Korrektur gesetzt wurde, macht es ja fast schon zwingend, ein an Haupt und Gliedern neues Gesamtwerk auf die Beine zu stellen. Auf rund 35 Seiten kann man nun nachlesen, worauf es inhaltlich ankommt.

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(sueddeutsche.de/mel/jja)