Im neuesten Kaufkraft-Ranking für Europa kommt Hamburg als wohlhabendste deutsche Stadt zwar auf einen respektablen vierten Platz. Doch der Abstand zu Spitzenreiter London ist groß.
Von den 15 reichsten EU-Regionen liegen vier in Deutschland. Allerdings schaffte keiner der deutschen Kandidaten den Sprung ganz nach vorn.
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Die wohlhabendste deutsche Stadt, Hamburg, rangiert mit einem kaufkraftbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 41.972 Euro auf Rang vier, weit abgeschlagen hinter den Spitzenreitern Inner London (65.138 Euro), Luxemburg (53.978 Euro) und Brüssel (53.381 Euro).
Das geht aus einem am Mittwoch vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln vorgestellten Kaufkraftvergleich hervor.
Oberbayern auf Platz acht
Neben Hamburg schaffte es die Region Oberbayern mit einem Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt von 36.408 Euro auf Position acht der Wohlstands-Rangliste.
Darmstadt landete mit 33.825 Euro auf Rang elf und Bremen mit 33.508 Euro auf Rang 13. Weit vorne im Europa-Ranking rangierten auch noch Wien auf Platz fünf und die Ile de France auf Rang sechs.
Deutschlands ärmste Regionen, Dessau und Nordost-Brandenburg, erreichten mit einem BIP von rund 16.000 Euro nur ein Viertel der Kaufkraft des britischen Spitzenreiters.
Noch schwieriger ist die Situation in vielen südeuropäischen Regionen. So kommt Sizilien nach Angaben des Instituts nur auf ein Bruttoinlandsprodukt von 14.500 Euro pro Einwohner.
(AP)
Gysi gegen Lafontaine
Danke, ich glaub, ich habs verstanden!
Um die verschiedenen regionen zu vergleichen berechnest Du wieviel im Durschnitt pro person in jeder region verdient wird.. Das ist (ungefaehr) das Bruttoinlandsprodukt fuer die entsprehene region. Sagen wir Du kriegst z.B.
50 000 dollar pro kopf in new york
40 000 euro pro kopf in Berlin
Wie vergleichst Du die verschiedenen Zahlen in den vershiedenen Waehrungen? Eine Moeglichkeit waere einfach den aktuellen Umtauschkurs zu Benutzen.. also jeden euro mit 1.30 Dollar zu berechnen. Dann waeren die 40 000 euro in Berlin ungefaehr das gleiche wie 52 000 dollar.
Das Problem mit solch einem vergleich ist das es moeglich sein koennte das die zB. die Preise in Berlin viel hoeher sind als in New York (oder umgekehrt). Wenn alles doppelt so teuer in Berlin waere wie in New York waeren die 52 000 dollar in Berlin am Ende viel schlechter als die 50 000 dollar in New York.
Daher waere es vieleicht sinnvoller anstatt zu sehen wieviel Brot man fuer 50 000 dollar in New York kaufen kann und wieviel Brot man fuer 40 000 euro in Berlin kaufen kann. Dann koennten wir sagen dem Durchschnitt new yorker geht es besser als dem Durchschnitt Berliner wenn er mehr Brote kaufen kann.
In Wirklichkeit leben Leute natuerlich nicht nur von Brot.. kaufkraftbereinigtes Bruttoinlandsprodukt heisst das durchschnittliche einkommen pro kopf wo die Zahlen fuer die entsprechenden regionen veraendert werden so das man mit 1 euro in jeder region ungefaehr das gleiche an standarkonsumguetern kaufen kann.
Unter dem kaufkraftbereinigten BIP ist m.E. zu verstehen, dass die BIP-Daten der EU-Mitgliedstaaten nicht zu aktuellen (z.T. stark schwankenden) Wechselkursen verglichen werden, sondern dass man zum Vergleich "virtuelle" (kaufkraftbereinigte) Wechselkurse nutzt. Diese werden unter Berücksichtigung von systematischen Preisunterschieden zwischen den Regionen berechnet. Sie versuchen zu erfassen, zu welchem Wechselkurs die selben Güter in den betrachteten Regionen gleich viel kosten würden. Diese Vorgehensweise ermöglichen einen Vergleich der Lebensstandards der Regionen auf einer aussagekräftigeren (realistischeren) Basis, als wenn mit aktuellen Wechselkursen gearbeitet werden würde.
im Artikel
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bildstrecke/105/118963/p0/?img=2.0
heisst es, London sei teuer.
Sagt uns die SZ bitte Bescheid, wenn die Lösung gefunden ist?
Londoner sollen die höchste Kaufkraft innerhalb der EU haben? Das ich nicht lache...
Ich komme gerade von dort und lebte für 6 Jahre in London. Sofern man nicht gerade ein superreicher Bankier ist, muss man in London in WGs wohnen. Selbst 40 Jährige Menschen mit anständigen gut bezahlten Jobs müssen in WGs wohnen.
Die Gehälter für gleiche Tätigkeiten und Erfahrung sind ungefähr 30% niedriger als in D, dafür sind aber die gewöhnlichen Lebenshaltungskosten um 40% höher. Miet und Wohnungskosten sind ungefähr das fünffache vom "superteuren" München.
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