Schock für die Sonnenindustrie: Die Insolvenz des Herstellers Evergreen Solar hat die deutsche Branche alarmiert. An den Börsen stürzten die Aktien von Solarenergiefirmen ab. Wie anfällig ist die Branche wirklich?
Eine Pleite in den USA schreckt die Solarbranche auf. Wie ein Schock wirkte die Insolvenz der in Marlboro, Massachusetts, sitzenden Firma Evergreen Solar. Das führte am Dienstag in der Branche zu heftigen Verkäufen von Solaraktien an der Frankfurter Börse. Die Anleger fürchten ähnliche Ereignisse in Deutschland. "Das ist kein gutes Signal für hiesige Solarfirmen, die genauso unter dem globalem Kosten- und Preisdruck leiden", sagt ein Händler.
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Die Sonne scheint über einem solarthermischen Parabolrinnenkraftwerk in der Nähe von Las Vegas. (© dpa)
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Phoenix Solar fiel um 5,7 Prozent, SMA Solar und Solarworld um jeweils mehr als vier Prozent. Der Ökodax rutschte um 2,8 Prozent ab.
In den Ruin getrieben hat Evergreen Solar die chinesische Billigkonkurrenz. Seit zwei Jahren versuchte der amerikanische Solarpionier mit allen Mitteln, sich gegen die billiger produzierenden Rivalen aus Fernost zu behaupten. Dafür verlegte er sogar die eigene Herstellung aus Massachusetts in die Volksrepublik.
Doch den Abstieg hielt das nicht auf. Die Märkte leiden unter massiven Überkapazitäten und darunter, dass in führenden Solarmärkten wie Deutschland bisher gezahlte öffentliche Subventionen gestrichen wurden.
Ausgerechnet in diesen schwierigen Zeiten verlässt der Finanzvorstand Oliver Blamberger die deutsche Firma Solar Millennium. Der Finanzchef scheide auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus, teilte das Unternehmen mit. Für ihn springt zum 1. September 2011 Martin Löffler ein, zunächst bis zum Ende des Geschäftsjahres.
Gleichzeitig ist der Kraftwerksentwickler wegen des Verdachts auf Insiderhandel ins Visier von Ermittlern geraten. Die Bundesfinanzaufsicht (Bafin) gehe einem Anfangsverdacht nach, erklärte eine Sprecherin und bestätigte einen Bericht der Süddeutschen Zeitung. Ende 2009 hatte die Firma mit der Verpflichtung des ehemaligen EnBW-Chefs Utz Claasen an der Börse für ein Kursfeuerwerk gesorgt. Bei den Ermittlungen steht ein Aktienkauf des Aufsichtsrats und Firmengründers Hannes Kuhn im Mittelpunkt. Er soll vor der offiziellen Ernennung Claassens Firmensaktien erworben haben.
Schlecht sieht es auch beim sächsischen Solarzulieferer Roth & Rau aus. Im ersten Halbjahr ist das Unternehmen mangels Aufträgen und Umsatzverschiebungen tief in die roten Zahlen gerutscht. Das Minus betrug 18 Millionen Euro, nach fünf Millionen Gewinn ein Jahr zuvor. In den ersten sechs Monaten sank der Umsatz um 22 Prozent auf 93 Millionen Euro. Eine belastbare Prognose könne wegen vieler Unsicherheiten nicht gegeben werden. Grund: die vielen Stornierungen.
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(SZ vom 17.08.2011/lom)
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zum damaligen Preis von 35€/Aktie und hoffte, daß der Kurs durch die Decke geht, wurde von der Realität eingeholt.
Heute liegt der Kurs bei 4,28€.
Q-Cells liegt bei 0,84€.
Vor 1 Jahr lagen sie noch bei 6,22€
Die Grünlinge wurden von der Realität eingeholt!
das ist kein Subventionen sondern eine faire Bezahlung für einen qualitativ hochwertigen, umweltfreundlichen Solarstrom. Bei Photovoltaik entstehen weder Abgase, Lärm oder Brennstoffkosten, es muss nichts endgelagert werden, die Anlagen sind risikofrei für Bürger und Umwelt.
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Träumen Sie mal weiter.
Die Module müssen als Sonder/Giftmüll entsorgt werden; somit sind sie schädlich für die Umwelt UND den Bürger!
PS: Eine für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung ist keine Subvention?
Auf welchen Planeten leben Sie denn?
Zitat:
In der Wüste Kaliforniens will der Kraftwerksentwickler das größte Solarkraftwerk der Welt bauen - und muss mitten im Vorzeigeprojekt von vorn anfangen. Die Solar-Millenium-Aktie verliert falst ein Drittel an Wert.
Zitat Ende:
So geht es fast allen PV-Unternehmen!!!
Sie sind heute nicht mal mehr das Papier Wert, auf dem sie gedruckt sind.
Zitat:
Bislang sollte eine spezielle Technik mit Spiegeln verwendet werden - Solarthermie oder Concentrated Solar Power (CSP) genannt. Bei dieser effizienteren Technik gilt Solar Millennium als Experte. Nun wechselt das angeschlagene Unternehmen zu ganz gewöhnlichen Fotovoltaikmodulen - und schickte die Aktie am Donnerstag 29 Prozent in den Keller.
Zitat Ende:
sie sind eben in der Realität angekommen; ausgeträumt!
Quelle: FTD
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:wechsel-zur-fotovoltaik-neues-drama-bei-solar-millennium/60092951.html
PV ist alles andere als nicht umweltbelastend. Bei monokristallinen Si Zellen werden in der Herstellung für 1kWpeak ca. 4000kWh an Energie verbraucht. Das geschieht in China mit Kohlekraftwerke (zum Grossteil nur mit unzulänglicher Rauchgasreinigung). Mit diesen Zellen schlägt sich in Deutschland bei einer Lebensspanne der Anlage von 30 Jahren ein CO2 Ausstoss von 200g/kWh zu Buche (Anfahrtswege des Monteures, Halterungsmaterial, Kabel etc eingerechnet). Also so Schadstofffrei ist das Ganze wirklich nicht.
Es sind nicht nur die Lohndumpingkosten die chinesische Zellen billiger machen, sondern hauptsächlich die Energiekosten. In Deutschland müssen die verschiedenen Ketten des Herstellungsprozesses im Schnitt 10c/kWh bezahlen, und in China nur 5c. Bei einem kWpeak gibt es da einen Unterschied von €200 zwischen den beiden Produktionsstandorten. Die Ironie ist, dass eine Deutsche Solarzelle nur konkurenzfähig produziert werden kann wenn ein direkter Ankauf von Atomstrom für die Aluminium-, Glas- & Siliziumindustrie möglich wäre. In diesem Fall wäre dann die Deutsche Solarzelle auch schadstoffarm. Aber das wollen die Grünen ja nicht.
Wenn Sie einmal den 'ExternE' Report der OECD gelesen hätten, dann würden Sie wissen, dass der Atomstrom nur externe Kosten von 0,2 - 0,6c/kWh verursacht. Bei Steinkohle liegen Sie in Deutschland bei einer Bandbreite von ca. 2 - 6c/kWh. Braunkohle ist etwas höher.
Die Externen Kosten für Kohle liegen je nach Herkunftsland verschieden hoch. Diese liegen in China am höchsten. Aber Deutschland importiert keine Steinkohle aus China. Von den Kohlelieferländern sind die externen Kosten in Kolumbien am höchsten, und in Australien am geringsten. Jedes exportierende Land hebt Ausfuhrsteuern ein. Diese sind dafür gedacht um die externen Kosten im Land zu tragen. Im Fall von Australien kann man annehmen dass diese Steuern sinngerecht verwendet werden. Bei Kolumbien wäre ich mir nicht so sicher. In diesem Fall ist die Politik und, der TÜV und die Kohlekäufer gefordert diesen Ländern auf die Finger zu schauen und wenn notwendig zurechtzuweisen. Ein Kohlelieferant muss wohl auch die ISO 14000 Norm über die ganze Kette erfüllen?
man muss die Gesamtrechnung machen, der "billige" Atomstrom machte dort ganze Landstriche unbewohnbar. Die PV Vergütung ist keine Subvention, also Steuergeld, sondern Teil des Strompreises für hochwertigen Strom. Die Rauchgasentschwefelungsanlage eines Kohlekraftwerks ist auch staatlich vorgeschrieben und belastet den Strompreis. Der Autokat kostet auch Geld und wird nicht "subventioniert". In der Gesamtrechnung mit Folgekosten ist die PV voll konkurrenzfähig, es sei denn man vergleicht Äpfel mit Birnen. Die Kernenergie ist dagegen hoch subventioniert. Sie ist eine Geldmaschine für die Großkonzerne. Die Folgen tragen wir wie bei der Finanzkrise.
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