Einer aktuellen Studie zufolge ist das Innovationsgefälle in Deutschland sehr stark ausgeprägt. Während im Süden viel geforscht wird, zeigt sich der Norden weniger innovationsfreudig.
Aus einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) geht hervor, dass Innovation und Forschung in Süddeutschland wesentlich stärker vorangetrieben werden als im Norden des Landes.
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Wie das Institut mitteilte, zählen die Länder Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt zu den weniger neuerungsfreudigen. Sie stecken nur 1,1 bis 1,2 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) in neue Ideen und Produkte.
In Baden-Württemberg dagegen fließen 3,9 Prozent und in Bayern 3,0 Prozent der Wirtschaftsleistung in Forschung und Entwicklung.
Einzige rühmliche Ausnahme im Norden sei Berlin, urteilte das arbeitgebernahe IW in seiner aktuellen Untersuchung. In der Hauptstadt werden demnach 4,2 Prozent des BIP für Innovation ausgegeben. Allerdings stammt dort fast jeder zweite Forschungs-Euro aus der Staatskasse.
Deutschland auf Platz drei
In Süddeutschland dagegen finanziert die Wirtschaft 80 Prozent der Forschungskosten. Vergleichsweise gut schneidet der Osten bei der Innovationsförderung ab: Dort fließen 2,4 Prozent der wirtschaftlichen Gesamtleistung in das Zukunfts-Knowhow. Auch dort "spendiert" allerdings die öffentliche Hand jeden zweiten Forschungs-Euro.
Als innovationsfreudig gelten Länder, wenn sie mindestens 3 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung aufwenden. So viel geben etwa Japan und die USA dafür aus.
In Europa kamen im vergangenen Jahr nur Schweden mit 4,3 Prozent und Finnland mit 3,5 Prozent des BIP über diese Schwelle. Deutschland rangierte mit Forschungsausgaben von 2,5 Prozent der Wirtschaftsleistung auf Platz drei in der EU.
(sueddeutsche.de/dpa)
Großprojekte in Berlin