Infineon kämpft mit großen Problemen - und wirbt auf der Hauptversammlung um viel Verständnis. Die Konzernführung will zudem am eigenen Gehalt sparen.
Das Unternehmen habe in der Vergangenheit viele schlechte Nachrichten erzeugt, und die Besserung, die in Aussicht gestellt worden sei, sei nicht so eingetreten, wie man sich das das vorgenommen habe, gestand Bauer am Donnerstag bei der Hauptversammlung in München ein.
Die Infineon-Vorstände wollen auf 20 Prozent ihres Gehaltes verzichten (© Foto: Getty)
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Mit schlechten Nachrichten wie Milliardenabschreibungen bei der insolventen Tochter Qimonda, dem Absturz der Aktie unter einen Euro und einem trüben Ausblick könne man nicht punkten, sagte Bauer.
Zudem dürften die Tage des Unternehmens im Dax gezählt sein. Er könne verstehen, dass viele Aktionäre mit Wut im Bauch gekommen seien. Dennoch glaube er an Infineon, betonte Bauer.
Auch in der Chefetage wird gespart
"Wir sind mit unseren Chips so stark in Ihrem täglichen Leben verankert, dass wir zwangsläufig gebraucht werden", sagte er. Infineon habe sich in den wichtigsten Zukunftsmärkten an der Weltspitze positioniert.
"Und wir können kämpfen." Infineon hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Jahr 3,12 Milliarden Euro Verlust gemacht, die Aktie stürzte um 90 Prozent auf unter einen Euro und wurde damit zum ersten "Pennystock" in der Geschichte des Dax.
Aktionärsschützer warfen dem Konzern in ihrem Jahresbericht jahrelanges Missmanagement vor.
Und auch die Aktionäre zeigten ihren Unmut deutlich. Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley wurde lediglich mit einer hauchdünnen Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen. 50,03 Prozent stimmten für seine Entlastung. Auch die Zustimmung zur Arbeit von Vorstandschef Bauer fiel im Vergleich zu den ansonsten auf Aktionärstreffen meist üblichen Ergebnissen von 90 Prozent und mehr nicht überragend aus. Lediglich 61 Prozent stimmten für seine Entlastung.
Auch der Ausblick ist schlecht: Als Zulieferer für die Autoindustrie trifft deren Produktionsrückgang Infineon hart. Im Unternehmen herrscht bereits Kurzarbeit, seine Produktionsstätten sind nur zu 40 Prozent ausgelastet.
Dennoch stärkte der Aufsichtsrat Bauer zu Beginn der Hauptversammlung demonstrativ den Rücken. Auch die Chefetage beteiligt sich an den Sparmaßnahmen: Bauer verzichtet auf 20 Prozent seines Gehalts, die weiteren Vorstände auf 10 Prozent. Die Hauptversammlung begrüßte die Ankündigung mit Applaus.
Bauer schloss in einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung auch eine Fusion nicht mehr aus. Zwar betonte er, Infineon könne alleine bestehen. "Aber wir werden, falls es sich anbietet, einen Zusammenschluss prüfen. Wenn wir unsere Marktposition verbessern können, ist das doch allemal positiv." Auch der Einstieg eines Finanzinvestors sei generell möglich.
Schon vor Beginn der Hauptversammlung gab es Proteste. Rund 50 Demonstranten der IG Metall protestierten gegen den Ausstieg Infineons aus der Tarifgemeinschaft im vergangenen November.
- Infineon Flirt mit dem Unbekannten 12.02.2009
- Chiphersteller Qimonda fährt Produktion drastisch herunter 10.02.2009
(sueddeutsche.de/AP/hgn)
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"Wir sind mit unseren Chips so stark in Ihrem täglichen Leben verankert, dass wir zwangsläufig gebraucht werden".
Hochmut kommt (auch im Niedergang) vor dem Fall.
Infinieon ist ein Zombie.
Ein Zombie schon lang vor dem Börsengang 2000.
Damals schon pleite und schwierig zu managen, wurde das Gebilde aus der Bilanz von Siemens "IPOd". Oberkorruptionsbekämpfer von Pierer sprach damals in mehreren Interviews vom "schwierigen Umfeld", in dem sich Infineon bewegen müsse.
Abgespalten wurde schliesslich EPCOS und Infineon.beides die "Hausfirmen" der legendären Siemens Handys ;-0)
Epcos wird dann der nächste Kandidat sein.
Dann kamen allerdings erst die Gangster, welche sich vollends auf Shareholderkosten bereicherten: Schumacher und sein damaliger Finanzassistent, welcher heute bei Nokia in Helsinki sitzt (darüber wird auch noch zu berichten sein).
Da qua Pierer nie ausgemistet wurde 8ganz im gegenteil, das "System" wurde perfektioniert), haben wir es mit einem lebenden, ausgeplünderten Monster zu tun, das jetzt zum Staat geschoben werden soll.
Mir tun die ganzen hervorragenden Wissenschaftler und Forscher leid, die fortwährend zittern müssen.
Die ganze Bande der Ex Vorstände und deren Assistenten gehört in den Knast.
Aber wir leben schliesslich in Bayern.