Schlechte Zahlen: Der Chipkonzern Infineon ist wegen der desaströsen Lage bei der Speichertochter Qimonda und Schwächen im Kerngeschäft noch tiefer in die Verlustzone gestürzt. Die Aktie ging auf Talfahrt.
Die Aktie war am Donnerstag nach Vorlage der Quartalszahlen zeitweise um rund 20 Prozent auf 5,40 Euro gefallen.
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Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres machte der Konzern einen Verlust von 396 Millionen Euro nach einem Minus von 280 Millionen Euro im Quartal zuvor.
Im Kerngeschäft litt Infineon unter anderem unter einer unerwartet schwachen Nachfrage nach Mobilfunk-Plattformen.
Infineon-Chef Wolfgang Ziebart verwies am Donnerstag in München auf operative Fortschritte in einigen Bereichen. Die Börse reagierte dennoch schockiert auf die Zahlen und einen vorsichtigen Ausblick.
Probleme bei Qimonda
Der Konzernverlust ist in erster Linie auf die Probleme bei Qimonda zurückzuführen. Wegen des drastischen Preisverfalls bei Speicherchips verbuchte die Tochter, von der sich Infineon trennen will, ein Minus von 598 Millionen Euro.
Ohne Berücksichtigung von Qimonda erzielte Infineon im Kerngeschäft mit Logikchips im ersten Quartal 2007/08 (30. September) einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 65 Millionen Euro nach einem Minus von 25 Millionen Euro im Vorquartal. Der Umsatz sank ohne Qimonda im Quartalsvergleich um drei Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro.
Vorstandschef Ziebart sprach von "wesentlichen Verbesserungen" im Kerngeschäft mit Logikchips. So konnte das Segment Kommunikationslösungen den Umsatz spürbar steigern und den EBIT-Verlust weiter reduzieren.
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