Affront gegen Hans-Werner Sinn: BDI-Präsident Hans-Peter Keitel kritisiert den Ifo-Chef - und stützt die deutsche Beteiligung zur Euro-Rettung.
Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) verteidigt den Rettungsschirm für den Euro gegen die Kritik von Ökonomen. "Die Politik wird derzeit mit keiner Maßnahme zur Euro-Stabilisierung einen Schönheitspreis gewinnen können. Wir sind überzeugt, dass in der akuten Krise rasches und entschlossenes Handeln Vorrang hat", sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel der Süddeutschen Zeitung.
BDI-Präsident Hans-Peter Keitel stärkt der Bundesregierung den Rücken: Der Einsatz zur Euro-Stabilisierung sei richtig, sagt Keitel. (© Foto: dpa)
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Zuvor hatte das Münchner Ifo-Institut seine Kritik an dem 750-Milliarden-Euro-Paket für angeschlagene Euro-Staaten ausgeweitet. "Es gibt gar keine Systemkrise des Euro", stellte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn fest.
Die Inflation sei niedriger als zu Zeiten der Deutschen Mark. Der Euro sei trotz des Kursrutschs im Vergleich zur Kaufkraft immer noch überbewertet, der faire Kurs liege bei 1,14 Dollar (am Donnerstag stand der Euro bei knapp 1,24 Dollar). Der Rettungsschirm stürze Europa in ein unkalkulierbares Abenteuer.
Industriepräsident Keitel hält dagegen, es wäre einfach, die Politik zu kritisieren, wenn es um Versäumnisse der vergangenen drei Wochen ginge. Es gehe aber in der Eurozone um Unterlassungen der vergangenen zehn Jahre.
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(SZ vom 21.05.2010/mel)
Linke mit neuer Führung
zahlen manche Industriebereiche mehr Zinsen an Banken wie Löhne an Beschäftigte.
Man darf annehmen, dass die Banken den Unternehmen klipp und klar sagen, wo es lang geht, damit weiterhin Geld fließt.
Der Herr Keitel weiß das wahrscheinlich nicht.....
Die finale Zerstörung des Euro wird den Ausfuhren ins europäisches Ausland (= Euroland) nicht förderlich sein.
Das ist ja das Schlimme. 2 Interesensvertreter werden von der Presse zu Meinungsführern gemacht... jahrelang Hand ind Hand, der Basarökonom und der Exportlobbyist.. Jetzt tritt ein Zielkonflikt auf. Während Keitel darauf besteht, dass seine Exporte vom Steuerzahler gegenfinanziert werden, merkt Sinn langsam, dass seine Subventionen auf dem Spiel stehen, wenn er weiterhin wirr daherredet. Vielleicht hat er ja auch nur seine Verantwortung für die Volkswirtschaft wieder entdeckt..
Man sollte vielleicht überdenken, wem man in diesem Land zur Meinungsführerschaft verhilft....
Auch wenn Sie bisher 2 negative Bewertungen bekamen, liegen Sie mit Ihrer Vermutung richtig.
Es geht nicht um den Euro, Yen Pfund oder Renminbi. Es geht und ging immer NUR um den Dollar.
Die Währung, mit der die FED, und damit ein privates Bankenkartell, es geschafft hat, die gesamte Welt zu überschulden und sich UNTERTAN zu machen. Das war der Plan der Familien Rothschild, Morgen etc., und diesen Plan haben diese menschenverachtenden "Eliten" schonungslos durchgesetzt.
Jetzt müssen nacheinander der Euro, das Pfund, der Yen und zuletzt der Renminbi "sterben", um dem totkranken Dollar "Luft" zu verschaffen.
Das ist der Grund der "Euroschwäche"
Wenn Sie@ Hein Daddel ihrer Arbeit nachgehen, arbeiten sie zu immer größeren Teilen für diese Eliten.Dieser Teil ihrer Arbeit steigt kontinuierlich mit dem Anwachsen der Zinszahlungen auf Staatsschulden.
Könnte es sein, das das ganze Gehudel um die "Bedrohung und Rettung" des Euro eher eine Stabilisierungsmaßnahme für die "Leitwährung" Dollar ist?
Man wird doch mal fragen dürfen... -oder?
Die letzten Jahre hat die Politik der Wirtschafts- und Finanzwelt einfach zu viel durchgehen lassen. Das ging zu Lasten der Bürger in Deutschland. Während die sich krummbuckelten und immer weniger Geld für ihre Arbeit bekamen, machte die Wirtschaft- und Finanzwelt immer fantastischere Gewinne.
Weil sie die Gewinne nicht in Deutschland investieren wollten, suchten sie mit Milliardeninvestitionen im Ausland ihr Heil. Zum Beispiel investierten sie viel in Staatsanleihen in Länder, die mehr konsumierten als sie produzierten. Ganz vorne dran Amerika, das sich seit 30 Jahren den überbordenden Konsum vom Ausland bezahlen lässt. Die schafften es auch ziemlich wertlose Hypothekenkredite überteuert ins Ausland zu verkaufen. In Spanien wurde ähnlich expansiv in den Wohungsbau investiert. Wohnungen, die heute wie in Amerika zu hundert und tausenden leer stehen.
Aber auch in Länder wie Griechenland investierten die deutschen Gewinnler gerne. Die Kredite auf der einen Seite, sorgten für neue Aufträge auf der anderen Seite. Alles gut für die Wirtschaft. Nun ja - gut, bis die Blasen jeweils platzen. Dann ist es immer Zeit für einen neuen Rettungsschirm, der das Kapital der wackeren Investoren schützt. Das ist dann auch wieder gut für die Wirtschaft und nicht so gut für die Steuerzahler, die mit ihrer Arbeit immer mehr für die Interessen des Großkapitals einstehen müssen.
Naja, aber das ist nicht die Sorge des Herrn Keitel oder des Herrn Sinn - anderer Planet.
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