ImmobilienkriseSo sehen die spanischen Geisterstädte heute aus

Als 2008 die Immobilienblase platzte, ließen Investoren Zehntausende Neubauten einfach verwaisen. Einige stehen heute noch so da wie vor zehn Jahren.

Als Anfang 2008 die spanische Immobilienblase platze, geriet die gesamte Wirtschaft des Landes ins Wanken. Auch heute ist das noch an vielen Orten des Landes sichtbar, nämlich genau dort, wo die auf Pump finanzierten Immobilienprojekte in den Jahren zuvor aus dem Boden gestampft worden waren. Investoren und Eigentümer ließen die Gebäude infolge des Zusammenbruchs des Marktes einfach verwaisen, teils weil sich keine Interessenten mehr für die Häuser finden ließen, teils weil kein Geld mehr für die Fertigstellung vorhanden war.

Der Fotograf Markel Redondo hat für sein Projekt "Sand Castles" das Ausmaß der Verwaisung mithilfe von Drohnen dokumentiert. Ihm wurde dafür der "DJI Drone Photography Award" verliehen. "Die Orte sind komplett verlassen und schwer zu erreichen", sagt er. "Die meisten Menschen werden sie nie zu sehen bekommen." Einer dieser Orte ist die Siedlung "Ciudad Jardin Soto Real" in Buniel in der Provinz Burgos: Hier wohnt mit Sicherheit niemand.

Bild: Markel Redondo 14. April 2018, 19:202018-04-14 19:20:55 © SZ.de/vit/been