Die Gewerkschaften haben bei Mitgliedern und anderen Arbeitnehmern in den vergangenen zwei Jahren deutlich an Ansehen verloren.
Die Arbeit der Gewerkschaften wird nur noch von einem Drittel der Befragten als gut oder sehr gut angesehen. Vor zwei Jahren waren noch 46 Prozent dieser Meinung.
Anzeige
Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Polis im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB).
Dagegen sei mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer der Ansicht, die Arbeit der Gewerkschaften sei weniger gut oder schlecht. Ihre Meinung über die Gewerkschaften habe sich in den vergangenen Monaten verschlechtert sagten 27 Prozent, nur bei sieben Prozent hat sie sich gebessert.
Wichtiger Imagetest
Als "modern und zukunftsfähig" beurteilen nur neun Prozent der Arbeitnehmer die Gewerkschaften, über die Hälfte sieht sie als "veraltete und schwerfällige" Organisationen.
Dennoch sagten 70 Prozent der Mitglieder, Gewerkschaften seien unverzichtbar und man sollte Mitglied sein. Allerdings waren vor zwei Jahren noch 83 Prozent dieser Meinung.
Die Polis-Umfrage unter 2200 Arbeitnehmern wird laut Handelsblatt alle zwei Jahre vom DGB in Auftrag gegeben. Sie gelte gewerkschaftsintern als wichtiger Imagetest.
(sueddeutsche.de/dpa)
Linke mit neuer Führung