Erstmals seit zwölf Jahren ist der Bierkonsum in Deutschland 2006 wieder gestiegen. Brauer sehen dennoch keine Trendwende.
Die Deutschen haben ihren Durst im vergangenen Jahr wieder stärker mit Bier gestillt. Zum ersten Mal seit zwölf Jahren stieg der Bierkonsum, wie aus einer Umfrage unter 231 Brauereien hervorgeht.
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Jeder Inländer trank im Jahr der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland 116 Liter Bier und damit einen Liter mehr als noch 2005, teilte die Wirtschaftsprüfungsfirma KPMG mit, die die Brauer befragt hat.
Die Hersteller sähen in der Entwicklung aber keine Trendwende und erwarteten für die Zukunft ein Anhalten des Brauerei-Sterbens, hieß es. Zum einen könnten gerade kleinere Häuser dem Preiskampf auf Dauer nicht standhalten.
Zum anderen gingen Großbrauereien und internationale Getränkekonzerne in Deutschland weiter auf Einkaufstour und trieben so die Bildung einer kleinen, marktbeherrschenden Spitzengruppe voran. Die Mehrheit der Brauer befürchtet, dass bis 2011 ein Viertel der deutschen Bierhäuser verschwindet.
Laut Umfrage schmecken den Deutschen verstärkt Biermischgetränke und Spezialitäten. Der Absatz von Pils werde dagegen in den kommenden fünf Jahren um vier Prozent zurückgehen.
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(SZ vom 11.06.2007)
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