Die Banken der Autohersteller sind durch den Einlagensicherungsfonds relativ gut abgesichert. Zusätzlich gilt die Garantie der Bundesregierung.
Wer eine attraktive Tagesgeld- oder Festgeldanlage sucht, kommt an den Angeboten einiger Autobanken nicht vorbei: BMW Bank, Volkswagen-Bank, Audi-Bank und Mercedes-Benz-Bank liegen nach wie vor unter den besten zwanzig Anbietern auf den Listen diverser Vergleichsdienste, etwa bei biallo.de. Den Banken ist es in den vergangenen Jahren gelungen, viele Kunden an sich zu binden. Die fragen sich jetzt, wie sicher ihr Geld dort ist.
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Alle vier Institute gehören der deutschen, gesetzlich vorgeschriebenen Mindestsicherung an. Diese haftet für 90 Prozent der Einlagen eines Sparers, maximal 20.000 Euro.
Beträge, die darüber hinausgehen, sind im Falle eines Zusammenbruchs der Bank über den Einlagensicherungsfonds der Privatbanken abgedeckt. BMW-, Volkswagen- und Mercedes-Benz-Bank sind Mitglieder in dieser freiwilligen Einrichtung. Audi-Bank, Seat-Bank und Skoda-Bank gehören zur Volkswagen-Bank - der Schutz greift nach eigener Auskunft also auch bei ihnen.
In den Einlagensicherungsfonds zahlen die beteiligten Institute regelmäßig ein. Aus dem Topf werden die Einlagen nach einer Bankpleite zurückerstattet.
Entschädigungsfall festgestellt
Allerdings steht der Einlagensicherungsfonds derzeit unter Druck. Denn wegen des Zusammenbruchs der US-Bank Lehman Brothers hat die deutsche Finanzaufsicht für deren deutsche Tochter den Entschädigungsfall festgestellt.
Die deutsche Tochter gehörte dem Fonds an. Schätzungen gehen von bis zu sechs Milliarden Euro aus, die der Einlagensicherungsfonds jetzt erstatten muss. Wie viel Geld in dem Rettungstopf tatsächlich steckt, sagt der Bankenverband allerdings nicht. Das verunsichert viele Sparer.
Nicht nur deshalb gab Bundeskanzlerin Angela Merkel im Oktober eine zusätzliche Garantie: Sollten die gesetzliche Mindestsicherung und der freiwillige Topf der Banken nicht ausreichen, um die Einlagen der Sparer zu schützen, werde der Staat die Spargelder sichern.
Diese Zusage gilt für alle Banken, die einer freiwilligen Einlagensicherung angehören - also auch für die genannten Autobanken sowie die Honda-Bank, die ebenfalls dem Feuerwehrfonds angehört. Die Ford-Bank sowie die Opel-Finanzsparte GMAC bieten keine Sparkonten an.
(SZ vom 06.11.2008/pak)
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