Ärger für Anton Schlecker: In den Filialen seiner Drogerie-Kette Ihr Platz sollen Mitarbeiter unzulässig mit Kameras überwacht worden sein. Datenschützer sind empört.
Ärger hat die Drogerie-Kette Schlecker derzeit mehr als genug. Erst in der vorvergangenen Woche musste das Unternehmen die Zusammenarbeit mit der Zeitarbeitsfirma Meniar nach massiven Protesten beenden - und jetzt steht der Konzern erneut wegen miserabler Arbeitsbedingungen am Pranger.
Auch bei Ihr Platz wurden offenbar Mitarbeiter ausspioniert - jetzt bekommt das Unternehmen Ärger von Datenschützern. (© Foto: ddp)
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Es geht um die Drogeriekette Ihr Platz, die von Schlecker Ende 2007 übernommen wurde und seitdem als Premiummarke fortgeführt wird. Gegen das Unternehmen ermitteln Datenschützer.
Bußgeld droht
Ihr Platz habe unrechtmäßig Kameras in seinen Geschäften installiert, sagte der Sprecher des niedersächsischen Datenschutzbeauftragten, Michael Knaps, dem Sender NDR-Info.
Demnach habe die Drogerie-Kette keine Verfahrensbeschreibungen erstellt, die vor der Installation von Überwachungsanlagen notwendig sind. Darin müsste dem Sprecher zufolge geregelt werden, welchen Bereich die Kameras erfassen, wie lange sie aufzeichnen und welches Datenschutzkonzept es gebe.
"Außerdem haben die Kameras bei Ihr Platz nicht nur Kunden, sondern auch Mitarbeiter erfasst", sagte Knaps. Auch das ist unzulässig. Ihr Platz drohe daher nun ein Bußgeld. Knaps zufolge sollten Details am Montag bei einem Treffen der Datenschützer mit dem Unternehmen geklärt werden. Schlecker wollte sich auf Anfrage von NDR Info nicht zu den Vorwürfen äußern. Ihr Platz hat bundesweit etwa 700 Filialen. In Berlin tritt die Kette unter dem Namen Drospa auf.
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(sueddeutsche.de/AFP/tob/mel)
Großprojekte in Berlin
Schlecker kalkuliert mit der Angst der Bewachten, bis diese merken, dass Ehrlichkeit vor allem Mut kostet und das Verstecken am Ende riskanter ist.
Der Weg zum Markt wird mit solchen Praktiken nur größere Hindernisse bekommen. Wer kauft schon in einem Laden, wo heimlich beobachtet wird?
Der Staat sollte sich schleunigst bei den Überwachungsmethoden der genannten Unternehmen bedienen und Bitte mal mehr ehemalige S.tasi-MitarbeiterInnen als Staatsdiener engagieren! Sonst geht dieses Land ganz schnell "den Bach runter"!
Zu Schlecker gehe ich nie und versuche auch andere Ausbeuterbetriebe zu meiden. Jetzt wo ich weiß, dass "Ihr Platz" und Drospa auch dazugehören, werde ich diese ebenfalls boykottieren.
Solange der Staat an Schlecker mitverdient (Stichwort: Steuern) und die Kunden ihre konservativen Gewohnheiten nicht ändern wollen, wird Schlecker weiterhin gute Geschäfte machen.
Eine Gesellschaft, die sich nicht traut, solche Leute als das zu bezeichnen (SIEHE DIESES FORUM), was sie sind, wird sich auch nicht wirklich gegen solche Menschen wehren kkönnen.
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