Homosexuelle Interessengruppen von Paraden ausgeschlossen Guinness boykottiert St. Patrick's Day

Schwarzes Bier und grünes Wasser: St. Patrick's Day

(Foto: AFP)

Die Veranstalter des St. Patrick's Day schließen in New York und Boston Homosexuelle Gruppierungen aus. Deswegen ziehen mehrere Brauereien ihre finanzielle Unterstützung der Paraden zurück.

Es sollten bunte Feiern werden wie jedes Jahr - aber allzu bunt sollte es den Organisatoren der traditionellen Straßenparade zum St. Patrick's Day in Boston und New York zufolge dann doch nicht werden. Lesbische und schwule Gruppen sind von den Straßenmärschen in den beiden US-Städten ausgeschlossen.

Der irische Bierbrauer Guinness hat darauf reagiert und ist nun als Hauptsponsor der New Yorker Straßenparade zurückgetreten, die an diesem Montag stattfindet. Guinness sei traditionell "ein Unterstützer der Vielfalt und ein Anwalt der Gleichheit für alle", sagte ein Guinness-Sprecher laut Nachrichtenagentur Reuters. Er kündigte an, mit Schwulen- und Lesbenverbände zusammenzuarbeiten, um bei künftigen Paraden wieder eine "Politik der Inklusion" zu erreichen.

Andere Sponsoren wie Heineken und die Boston Beer Company, die ein Bier namens Samuel Adams braut, hatten schon im Vorfeld ihre finanzielle Unterstützung für die Straßenumzüge in New York und Boston abgesagt.

Auch der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio hatte am Freitag wegen des Ausschlusses der Homosexuellen Organisationen seine Teilnahme an den Feierlichkeiten abgesagt. In Boston hat die Parade bereits stattgefunden - auch hier fehlte der Bürgermeister unter den Feiernden.

Die Organisatoren der Paraden argumentieren, dass eine Einbeziehung von Homosexuellenverbänden nicht zu ihrem katholischen Erbe passe. Für den New Yorker St. Patrick's Day ist seit mehr als 150 Jahren die Ancient Order of the Hibernians verantwortlich, eine Bruderschaft irischer Auswanderer.

In einer früheren Version dieses Textes konnte der Eindruck entstehen, die Organisatoren hätten generell Homosexuelle ausgeschlossen. Tatsächlich haben sie Gruppierungen ausgeschlossen, die im Rahmen der Paraden offen für die Rechte Homosexueller eintreten wollten. Wir haben dies entsprechend präzisiert.