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Hertie, dpa

Warenhauspleite, die zweite: Im Sommer 2008 schlitterte Hertie in die Insolvenz. Das Traditionsunternehmen, zwei Jahre zuvor mit jeder Menge Optimismus wiederbelebt, war plötzlich pleite. Ein Grund für den Niedergang waren die hohen Mieten, die der neue Eigentümer Dawnay Day der Ladenkette aufdrückte. Dazu kommt, dass die neuen Besitzer nach dem Kauf der ehemaligen Karstadt-Warenhäuser mit Investitionen gegeizt haben. Außerdem zogen Managementfehler den Warenhauskonzern in den Abgrund. Der Aufbau einer eigenen Organisation dauerte übermäßig lange, und in der Geschäftsführung ging es zu wie im Taubenschlag.

Am 20. Mai 2009 kündigte Hertie erstmals an, wann die Warenhäuser schließen. Im August gingen endgültig die Lichter aus. 2600 Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz. Die Filialen sollen einzeln an mögliche Investoren verkauft werden.

Foto: dpa

8. April 2010, 17:47 2010-04-08 17:47:00