Ein-Euro-Jobs haben ein mieses Image - und taugen trotzdem etwas. Wenn Ursula von der Leyen nun die Regeln verschärft, leidet nur eine Gruppe: die der Langzeitarbeitslosen, die staatliche Hilfe besonders nötig haben.
Ein-Euro-Jobs haben ein mieses Image. Sie tragen wenig dazu bei, die Chancen von Langzeitarbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Viel zu häufig wird die staatlich geförderte Beschäftigung missbraucht.
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Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will den Zuschuss für staatlich geförderte Ein-Euro-Jobs senken. (© dapd)
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Eigentlich sollen die Jobs eine zusätzliche Tätigkeit im Interesse der Allgemeinheit sein. Oft gefährden sie aber nur reguläre Arbeitsverhältnisse und dienen dazu, Personalkosten zu reduzieren, etwa wenn ein Hartz-IV-Bezieher für 1,50 Euro die Stunde die Nasszelle eines Heims reinigt. Der Bundesrechnungshof hat dies zu Recht angeprangert. Es ist deshalb grundsätzlich richtig, wenn Arbeitsministerin Ursula von der Leyen die Regeln für Ein-Euro-Jobs verschärfen will. Aber: Sie will jetzt auch am falschen Ende sparen.
Trotz ihres schlechten Rufs hat diese Form der staatlich geförderten Beschäftigung gute Seiten. Für Menschen, die jahrelang ohne Arbeit waren, kann ein Ein-Euro-Job ein Einstieg sein, um sich an einen festen Zeitablauf zu gewöhnen und Selbstvertrauen zu gewinnen.
Diese schwer vermittelbaren Menschen, die häufig Suchterkrankungen hinter sich haben, brauchen bei der Arbeit eine besondere sozialpädagogische Betreuung. Wenn von der Leyen nun die Pauschalen dafür radikal auf maximal 150 Euro pro Monat kürzt, wird es für diese Problemgruppe keine Ein-Euro-Jobs mehr geben. Für Wohlfahrtsverbände und Kommunen lohnt es sich dann einfach nicht mehr, solche Menschen zu beschäftigen. Leidtragende wären die Langzeitarbeitslosen, die staatliche Hilfe besonders nötig haben.
Bleibt von der Leyen bei ihren Plänen, würde dies nur eines zeigen: Die Ministerin spart, um die Vorgaben des Finanzministers zu erfüllen - egal wie.
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(SZ vom 19.04.2011/aum)
Großprojekte in Berlin
Zitat:"und diesem mann begegnen dann zu allem übel bei seiner "geistig anspruchsvollen, ausfüllenden "tätigkeit obendrein noch tagtäglich bekannte, nachbarn und ehemalige arbeitskollegen, die dann ein mitleidiges wort an ihn richten oder aber ihre schadenfreude nur schwer verbergen können. "
Das nennt man dann gesellschaftliche Teilhabe.
Trotz ihres schlechten Rufs hat diese Form der staatlich geförderten Beschäftigung gute Seiten. Für Menschen, die jahrelang ohne Arbeit waren, kann ein Ein-Euro-Job ein Einstieg sein, um sich an einen festen Zeitablauf zu gewöhnen und Selbstvertrauen zu gewinnen.
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leider begnügt sich herr öchsner nur damit die leeren phrasen der derzeitigen regierung zu wiederholen und dies alles schön verpackt im deckmäntelchen angeblichen mitgefühls. :-(
was für ein erhebendes gefühl es doch sein muß , wenn zb ein arbeitsloser büroangestellter vom amt gezwungen wird für einen hungerlohn müll und hundekot im stadtpark zu beseitigen. und diesem mann begegnen dann zu allem übel bei seiner "geistig anspruchsvollen, ausfüllenden "tätigkeit obendrein noch tagtäglich bekannte, nachbarn und ehemalige arbeitskollegen, die dann ein mitleidiges wort an ihn richten oder aber ihre schadenfreude nur schwer verbergen können.
das hebt das selbstbewußstein natürlich ungemein.
und dass jeder h4ler, der zu einem 1 eurojobs verdonnert wird, suchtkrank wäre, wie der autor im obigen text dreist behauptet, ist eine schamlose unterstellung und grenzt schon fast an rufmord und volksverhetzung.
Die Ausnahme bestätigt auch hier die Regel: Dass 1-EURO-Jobs unter gewissen Voraussetzungen auch ein Segen sein könn(t)en, mag sein.
Aber in der Regel leistet die gesetzliche Ermöglichung des 1-EURO-Jobs oft der Wirtschaftskriminalität Vorschub:
Ein-EURO-Jobber werden meist schändlich ausgenutzt und werden zur Aushebelung Arbeitsplätzen des 1. Arbeitsmarktes benutzt, ganz abgesehen davon, dass sie grundsätzlich die Menschenwürde verletzen.
Nutznießer sind gewissenlose Manager und Firmenbosse, ja sogar auch Geschäftsleiter von angesehenen caritatviven Einrichtungen, die Ein-EURO-Jobs anbieten, um den Personaletet zu straffen und ihre Gewinne zu erhöhen.
Der Eindruck verstärkt sich, daß etliche Journalisten ihren Job nur über einen 1-Euro-Job erhalten haben. Manche scheinen in ihrem 1-Euro-Job so viel Müll eingesammelt zu haben, daß sie ihn jetzt unbedingt loswerden müssen.
müssen bleiben, um die Stellen zu besetzen, welche bisher die Zivis ausgefüllt haben.
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