Was wird aus Karstadt? Die Schaffung einer Deutschen Warenhaus AG mit Kaufhof ist wieder im Gespräch - weil Finanzinvestoren ihre Finger im Spiel haben.

Der Verkauf des insolventen Karstadt-Konzerns geht in die heiße Phase. Und je näher der Tag der Entscheidung rückt, desto heftiger wird über die Zukunft der Warenhauskette spekuliert.

Karstadt, Kaufhof, ddp

Bewegung im Handel: Finanzinvestoren interessieren sich offenbar für Karstadt und Kaufhof. (© Foto: ddp)

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Auch die Schaffung einer Deutschen Warenhaus AG mit Kaufhof ist jetzt wieder im Gespräch. In Finanzkreisen heißt es, Finanzinvestoren hätten sowohl Interesse an den 120 Karstadt-Häusern als auch an den 113 Kaufhof-Filialen des Metro-Konzerns.

Eine Fusion könnte Tausende Jobs kosten, da in einigen Städten die Kaufhäuser beider Konzerne direkt nebeneinander stehen.

Metro selbst wollte 2009 nur einen Teil der Karstadt-Häuser übernehmen. Der Insolvenzverwalter von Karstadt, Hubert Görg, möchte den Konzern als Ganzen verkaufen und legt der Gläubigerversammlung am 12. April einen entsprechenden Insolvenzplan vor. In den Tagen danach erwartet er bindende Angebote.

Bis Ende April muss Görg einen Käufer für die Kaufhäuser finden. Einige Investoren wie auch Metro spekulieren Kreisen zufolge darauf, dass Görg mit seinem Plan scheitert. Dann könnten sie sich aus dem Karstadt-Nachlass die attraktivsten Standorte heraussuchen.

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(SZ vom 22.03.2010/Reuters/mel)