Wirtschaftsminister zu Guttenberg bleibt in Washington seiner Devise treu: Er verbreitet wenig Konkretes, sondern vor allem gute Stimmung.
Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat eine positive Bilanz seiner Gespräche in den USA gezogen. Er sei "sehr zufrieden", sagte Guttenberg nach einem Treffen mit Finanzminister Timothy Geithner. Es sei "mehr, als manche bei der Vorbereitung erwartet" hätten. "Der Hoffnungsschimmer für Opel ist wieder etwas heller geworden." Der Minister fügte allerdings hinzu, alles hänge vom Konzept des Mutterkonzerns General Motors (GM) ab.
Guttenberg und die Opel-Mission: Als Mann der Selbstinszenierung absolviert der neue Bundeswirtschaftsminister seine erste US-Dienstreise. Reicht das, um die angeschlagene GM-Tochter zu retten? Die Bilder. (© Foto: ddp)
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Guttenberg verwies auf das deutsche Interesse daran, dass eventuelle Stützungsmaßnahmen für Opel nicht an den Mutterkonzern General Motors fließen. Eines der Ergebnisse des Gespräches mit Geithner umriss Guttenberg mit den Worten: "Wir marschieren jetzt gemeinsam" bei der Rettung von Opel und General Motors, "und nicht mehr getrennt".
Gemeinsames Konzept
So wollen Deutschland und die Vereinigten Staaten ein gemeinsames Konzept erarbeiten, um den Abfluss von Steuermitteln aus den jeweiligen Konjunkturprogrammen ins Ausland zu verhindern. Die Grundzüge dafür soll eine Arbeitsgruppe von Staatssekretären erarbeiten.
Allerdings ist der Weg bis zu einer möglichen Rettung des deutschen Traditionsunternehmens noch weit. Einerseits sieht Berlin zentrale Fragen des Sanierungskonzepts für Opel noch nicht geklärt. Andererseits muss GM sein Sanierungskonzept erst noch der Regierung von US-Präsident Barack Obama vorlegen - voraussichtlich bis Ende März. Nach Einschätzung von Guttenberg und Geithner wird GM die Frist einhalten und nicht um Verlängerung bitten.
Guttenberg wiederholte seine Forderung, dass General Motors ein Zukunftskonzept mit Substanz abliefern müsse. "Die US-Regierung stellt exakt dieselben Fragen wie wir." Der Minister versprach, "alles nur Menschenmögliche" zu tun, um die Arbeitsplätze bei Opel zu retten.
"Reines Polit-Marketing"
GM-Chef Rick Wagoner hofft derweil, eine Insolvenz von GM vermeiden zu können. Ein Insolvenzverfahren nach US-Muster mit Gläubigerschutz wäre zu riskant, sagte er.
Der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer kritisierte die USA-Reise Guttenbergs als "reines Polit-Marketing". CDU und CSU wollten den Autobauer Opel gar nicht retten, sagte Dudenhöffer der Leipziger Volkszeitung. Stattdessen setzten die Unions-Parteien auf eine Hinhaltetaktik.
"Man will nichts machen, aber sucht einen Ausstieg, der einen vor der Wahl nicht blamiert. Deshalb soll der Eindruck erweckt werden, man tue alles für die Rettung", sagte Dudenhöffer. In Wahrheit aber "lässt man Opel totlaufen". Seiner Einschätzung nach hätten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Guttenberg das Unternehmen bereits abgeschrieben.
Dudenhöffer sprach sich erneut für eine Beteiligung des Staates an Opel aus. Derzeit sei kein privater Investor zu finden. Greife der Staat nicht ein, werde dies bleibende Schäden an der Industriestruktur hinterlassen.
- Guttenberg in Washington Die Hoffnung stirbt zuletzt 17.03.2009
- Opel/General Motors Die Guttenberg-Show 16.03.2009
- General Motors Die ungeliebte Mutter 17.03.2009
- Opel will weltweit exportieren Betriebsrat fordert neue Zugeständnisse von GM 17.03.2009
- Zukunft von Opel Die Guttenberg-Show: Es bewegt sich was 17.03.2009
(sueddeutsche.de/dpa/AP/bosw/tob)
dieselben Fragen.." und erhält ebensowenig eine Antwort von GM wie unsere Regierung.
Der publizierte "Restructuring Plan" von GM gibt ja auch wenig her - schlimmer noch: die verwendeten Zahlengrundlagen variieren innerhalb dieses Plans fast von Seite zu Seite. Fast scheint es als ob GM bewusst oder aus der NOt heraus Zahlenspiele betreibt, um sich nicht festlegen zu lassen.
Eins ist aber klar gesagt: " .. conditions of US Federal loan limit to manage cash on global basis . ." Zu deutsch: US-Steuergeld bleibt in den USA.
....OPEL ist voll und ganz auf GM und jetzt auch noch auf das Wohlwollen der US Regierung angewiesen.
Wenn er mit seinem Besuch in den USA erreicht hat um dort das Bewusstsein für die Problematik an sich und die damit verbundenen ca. 25.000 Arbeitsplätze in Deutschland
( ohne Zulieferer ), zu wecken und um die Standorte und Marke zu erhalten dann hat sein Besuch doch schon was genützt, denn in Relation zur Gesamt Problematik von GM ist OPEL ja etwa nur 1/10 tel. des Problems und dazu auch noch ein nicht unbedingt Gewinnbringendes ! Die hängen doch schon jahrelang am Tropf von GM !
Es musste doch Allen vorher klar sein dass vor einer Entscheidung der US Regierung über GM generell und die US Automobil Industrie im besonderen , ( FORD und Chrysler haben ja auch noch ähnliche Probleme ) der Fall OPEL überhaupt nicht entschieden werden kann.
Und im übrigen kann es ja nicht zum Nachteil sein wenn ein deutscher Wirtschafts Minister mal zum Antritts Besuch in die USA reist.
Ich verstehe auch die ganze Häme nicht die da jetzt teilweise durchdringt.
Was haben denn diese Unwissenden da vorher erwartet ?
Wunder gab es nur in der Bibel !
Was Herr von und zu Guttenberg nun wirklich an Konkretem aus den USA mitgebracht hat, bleibt wolkig. PR-mäßig waren aber immerhin die Bilder vom jung-dynamischen deutschen Wirtschaftsminister! Ob Opel etwas davon hat??
....ich hasse Sie auch diese" Berufs - Miesmacher und Verhinderer " die über Alles lästern können und selbst nichts auf die Reihe kriegen. Insbesondere die aus der SPD und von den Grünen.
Was haben die denn während ihren Regierungszeiten zu Stande gebracht,
außer Hartz IV ?
....etwas Konkretes herauskommt ?
Immerhin hat er eine gute Figur in den USA gemacht, Frohsinn und gute Laune verbreitet, im Gegensatz zu den ganzen Miesmachern hier im Lande ( Übrigens auch besser als sein Vorgänger der Müller Meister ) und wir werden jetzt einmal abwarten was sich die US Regierung zur Causa GM noch so alles einfallen läßt.
Hoffentlich was Gutes, denn sonst ist der Käse mit Opel nämlich gegessen !
Paging