Größte Schattenwirtschaft Europas In Osteuropa ist Schwarzarbeit ein Riesenproblem

Absolut ist die deutsche Schattenwirtschaft die größte in Europa. Sieht man sich nur ihren Anteil an der gesamten Wirtschaft an, steht das Land vergleichsweise gut da. In der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich liegt ein kleinerer Teil der Wirtschaft im Dunkeln. Die höchsten Quoten haben Bulgarien (31 Prozent), Rumänien, Kroatien, Estland und Litauen (je 28 Prozent). Auch in der Türkei, Griechenland und Italien liegt der Anteil bei mehr als 20 Prozent.

Schwarzarbeit hat aber auch positive Effekte auf die Gesellschaft, zum Beispiel "zusätzliche Wertschöpfung". Die Schwarzarbeiter geben ihr illegal verdientes Geld aus und steigern so die Nachfrage. Die Autoren räumen auch ein, dass ein großer Teil der entgangenen Steuern über die Mehrwertsteuer wieder hereinkomme. Außerdem würden Konjunktureinbrüche abgemildert, wenn Menschen auch illegal arbeiten könnten.

Ein bisschen Ideologie haben die Autoren der Studie noch beigemischt: Hohe Sozialabgaben in Deutschland trieben Unternehmen und Arbeitnehmer zu Schwarzarbeit. Eigene Verantwortung, die Finger von Schwarzarbeit zu lassen, verspüren sie nach Ansicht der Autoren wohl nicht. Auch Mindestlöhne üben der Studie zufolge "zusätzlichen Druck auf die legale Beschäftigung" aus. Da frohlockt der Arbeitgeber.

Verfechter des Mindestlohns argumentieren freilich andersherum: Mindestlöhne würden Menschen davon abhalten, mickrige Gehälter mit Schwarzarbeit überhaupt aufbessern zu wollen.

Wo Deutschlands Wirtschaft wächst

mehr...