Die beiden Konkurrenten Google und Yahoo wollen ihre Anzeigen-Kooperation fortführen - zusammen decken sie 80 Prozent des US-Online-Werbemarktes ab.
Der Internet-Konzern Google setzt nach wie vor auf eine langfristig angelegte Werbe-Partnerschaft mit dem Konkurrenten Yahoo. "Wir haben mit Yahoo gesprochen und sind sehr erfreut, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir teilen viele Werte mit ihnen", sagte Google-Mitgründer Sergej Brin vor Journalisten am Donnerstagabend.
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"Wir teilen viele Werte mit Yahoo," sagt Google-Mitgründer Sergej Brin. (© Foto: AP)
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Weder Brin noch Google-Chairman Eric Schmidt wollten Angaben zum Stand der Verhandlungen nach dem Ende einer zweiwöchigen Testphase machen. Schmidt versicherte aber, Yahoo unbedingt vom weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft fernhalten zu wollen.
Microsoft wollte Yahoo für zunächst 45 Milliarden US-Dollar erwerben, sah sich aber starkem Widerstand des Yahoo-Managements gegenüber. Nachdem Microsoft mehrmals erfolglos mit einer feindlichen Übernahme gedroht hatte, zog der Konzern am vergangenen Wochenende sein zuletzt auf 47,5 Milliarden Dollar erhöhtes Angebot überraschend zurück.
Die Yahoo-Führung hatte mehr als 50 Milliarden Dollar gefordert. Mit dem Kauf wollte Microsoft die Google-Dominanz bei Online-Suche und Internet-Werbung brechen. Google bleibt nun vorerst bei Suchanzeigen mit weitem Abstand Marktführer vor Yahoo und Microsoft.
Nach der gescheiterten Übernahme hat Yahoo ein Debakel an der Börse erlebt und massiven Streit mit Aktionären heraufbeschworen. Allein vergangenen Montag brach die Aktie um fast 20 Prozent ein. Einige Yahoo-Aktionäre haben bereits gegen das Unternehmen geklagt und fordern Schadensersatz.
Eine Vereinbarung mit Google könnte Yahoo laut US-Medien Zusatzeinnahmen von rund einer Milliarde US-Dollar bringen. Wettbewerbshüter könnten aber Bedenken anmelden, da die beiden etwa in den USA gemeinsam mehr als 80 Prozent des Online-Werbemarktes beherrschen.
Mit der Yahoo-Übernahme wollte Microsoft seine Internet-Präsenz stärken und Marktführer Google angreifen. Der Suchmaschinenbetreiber gilt als Hauptnutznießer der gescheiterten Verhandlungen. Google befindet sich nach Analysteneinschätzung weiterhin auf der Überholspur.
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(sueddeutsche.de/dpa-AFX/Reuters/jkr)
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Werde wohl in meinem Firefox die Suchmaschine umstellen müssen!