Politiker sind schlechte Manager - an dieser Wahrheit hat sich durch den Fall General Motors nichts geändert. Die Regierenden sollten den Autokonzern schnell wieder von der Leine lassen.
So viel Staat, so wenig Markt war schon lange nicht mehr: US-Präsident Barack Obama bestimmt die Geschicke des einst größten Autokonzerns der Welt. Opels Zukunft hängt von der Bundesregierung und Wladimir Putin ab. Der Finanzkonzern Citigroup, die Versicherung AIG und die Hypo Real Estate hätten längst Insolvenzantrag stellen müssen, wären sie nicht de facto verstaatlicht.
US-Präsident Barack Obama wird die Sanierung von General Motors selbst in die Hand nehmen. (© Foto: AFP)
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Ein Kind der Not
Nicholas Sarkozy will die Geschicke von Frankreichs Wirtschaft in die Hand nehmen. Der Aufschwung der Weltwirtschaft hängt davon ab, dass in den USA das größte Konjunkturprogramm der Geschichte funktioniert. All das wäre vor einem Jahr undenkbar gewesen.
Der neue Staatskapitalismus ist ein Kind der Not und wurde ursprünglich von niemandem gewollt. Nun entfaltet er eine beängstigende Dynamik. Gerade die Fälle General Motors und Chrysler markieren eine historische Zäsur. Präsident Obama stand vor der Alternative, zwei zentrale Konzerne der amerikanischen Wirtschaft ohne absehbares Ende zu subventionieren - oder sie untergehen zu lassen; dies hätte unkalkulierbare finanzielle und soziale Kosten.
Er entschied sich für ein Drittes: die Sanierung selbst in die Hand zu nehmen. Damit geht er eine riskante Wette auf die Zukunft ein. Scheitert Obama mit dem Versuch, die amerikanische Autoindustrie zu retten, liegt seine Wirtschaftspolitik in Trümmern.
Politiker sind schlechte Manager - an dieser Wahrheit hat sich durch die Wirtschaftskrise nichts geändert. Der Satz gilt nicht etwa deshalb, weil gewählte Politiker weniger kompetent als Manager aus der Privatwirtschaft wären, sondern weil sie andere Interessen haben und auch haben müssen. Politiker sind dem Wohle des ganzen Volkes verpflichtet und haben Wählermehrheiten für ihre Ziele zu organisieren.
Wahlkampf in Rüsselsheim
Man kann Merkel, Steinmeier, Steinbrück und Guttenberg nicht vorwerfen, dass sie in Rüsselsheim Wahlkampf treiben. Es ist legitim, dass die Ministerpräsidenten Koch und Rüttgers vor allem an Arbeitsplätzen in ihrem eigenen Sprengel interessiert sind. Man muss nur feststellen, dass dies alles für die Zukunft Opels und der Autoindustrie nicht sonderlich hilfreich ist.
Auch im Staatskonzern General Motors sind schwere Interessenkonflikte unvermeidbar. Obama will - zu Recht - die Autoindustrie zum Benzinsparen zwingen. Nun gehören aber zu den wenigen Modellen, die bei General Motors zuletzt noch Gewinne eingefahren haben, vor allem benzinverschwendende Pick-up-Trucks und Geländewagen. Wie geht der Staat als Aktionär damit um?
Oder die Arbeitsplätze: Politiker haben bereits verhindert, dass General Motors Jobs nach China verlagert. Das ist gut für die Betroffenen, aber schlecht für GM. Betriebswirtschaftlicher Erfolg und politische Ziele stehen häufig und notwendigerweise im Konflikt. Das ist normal und gehört zur Marktwirtschaft. Wenn Unternehmen aber politisch werden, endet dies meistens im Desaster. Das belegen die deutschen Landesbanken, das erfuhr auch Gerhard Schröder mit seinem gescheiterten Versuch von 2002, den Holzmann-Konzern vor der Pleite zu retten.
Im zweiten Teil: Das berechtigte Interesse von Politikern, Konzernen zu helfen - und die Schattenseiten des Staatskapitalismus.
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Ja der Herr Piper scheint eine Sprechblase zu sein. Die ganze Zeitung ist eine Sprechblase, die mehr Poltik als Wahrheit und Klarheit ist, alle mal ein wenig kitzeln und doch keinem auf den Füßen rumtreten. Die Zeitungen von heute beziehen keine wirklich Position, sie sind nur noch das geistig unterbelichtete Warmluftgebläse der Politk. Egal ob CDU CSU FDP SPD oder Grüne.
Es ist wie ein Brei der zugleich Vorpeise Hautpgang und Nachtisch ist. Schmeckt nach allem und ist doch nur Müll
sollte woll eher lauten
"Politiker sind genau so schlechte Manager wie die Manager selber".
und liebe SZ was soll das hier?
"Politiker haben bereits verhindert, dass General Motors Jobs nach China verlagert. Das ist gut für die Betroffenen, aber schlecht für GM."
Wer soll die Autos kaufen? EIn unterbezahlter Chinese oder arbeitsloser Ami? Ne der wird einfach Banker, treibt Gründstückspreise in die Höhe und baut Luftschlösser, damit er sich den Wagen leisten kann, oder er landet in der Army, damit dann irgendwo irgendwie irgndwas und nix passiert.
Der ganze Artikel zeigt ihr eigenes Unwissen und zeugt von eindimesionale Beurteilung über ein Gebäude welches sie von außen nicht erkennen können.
Diese ganze Wirtschaftsdebatte und das Kapitalismusgeblubber ist eine undurchsichtige und völlig irrationale Blase.
Ganz einfach:
Fast alle haben Autos, kaum einer kann sich alle zwei jahre ein neues Auto kaufen damit die nicht auf ihrem Müll sitzen bleiben, sich gleichzeitig ein Haus auf Kredit bauen, den Plasmafernseher reinstellen, und und und.
Das ganze Wirtschafstwachstum berucht mittlerweile nur noch auf dem Prinzip erzeugung künstlicher Bedürfnisse. Diese künstlich erzeugten Bedürfnisse können aber ohne Bargeld nicht finaziert werden und das was dann passiert ist das was wir gerade haben.
Doch wir blubbern immer weiter die Leier Wachstum Wachstum Wachstum. Egal immer weiter, die Ölerträge werden weniger, egal weiter. Regenerative Energie wird es nicht kompeniseren können, egal weiter, wachsen. Nein nicht fünf paar Schuhe braucht der Mensch er benötigt hundert davon und selbst wenn er die nur einmal angehabt hat er muß weiter kaufen kaufen kaufen.
Doch sie hier blubbern den gleichen Unsinn den alle reden, in der Hoffnung keiner schnallts oder alle ignorieren die Wahreheit nur mit dem eigenen Hintern davon zu kommen.
Wieder ein Artikel, wie wir ihn von Herrn Piper seit Jahren kennen, fast abgeschrieben vom vorherigen und ohne jeden Versuch, Entwicklungen zu analysieren oder wenigstens zu differenzieren. Es macht daher fast keinen Sinn, gegen seine Sicht der Dinge anzuschreiben. Hunderte von Kommentatoren haben das bisher ergebnislos versucht. Wenn es nach Herrn Piper ginge, würde er sich den privaten Raubtierkapitalismus auch dann noch zurückwünschen, wenn der Markt nur noch ein totaler Trümmerhaufen wäre. Die Wahrheit ist allerdings, dass nur staatliches Eingreifen den völligen Ruin durch marktradikale, neoliberale Misswirtschaft bisher verhindern konnte. Das hat mit Staatskapitalismus überhaupt nichts zu tun, wenn man von China und anderen Ausnahmen einmal absieht. Aber ohne China, das immer wieder amerikanische Anleihen aufgekauft undringedn benötige Finanzmittel nachgeschoben hat, wäre Amerika schon viel früher an seiner zügellosen Finanzmarkt- und Schuldenmentalität längst erstickt.
Es ist eine absolute Frechheit, hier noch das Hohelied auf den Neoliberalismus anzustimmen, obwohl der nun wirklich für den Niedergang Amerikas verantwortlich ist und nebenbei noch gegen einen mutigen Präsidenten anzuwettern, der mit dem Zynismus der amerikanischen Eliten endlich aufräumen will.
Das korrupte GM-Management hat doch keinen Finger mehr krumm gemacht!
Man kann nur hoffen, dass sich die Vielzahl dieser völlig unsachlichen Kommentare allein dem Internet verdankt und man solche ideologischen Blähungen in gedruckter Form kaum noch durchgehen lässt.
"Politiker sind schlechte Manager" - das mag ja stimmen. Nur: sind Manager vielleicht gute Manager? Warum steht GM heute da, wo sie steht? Warum steht die gesamte Weltwirtschaft da, wo sie steht? Wegen zuviel staatlicher Eingriffe, erdrückender Staatskontrolle, die keinen Raum mehr für unternehmerische Entscheidungen ließ? Nein! Das ganze Chaos rührt von gierigen Managern, denen aberwitzige Renditehoffnungen jeden Verstand geraubt haben und einer schlafmützigen Staatsaufsicht, die dem irren Treiben gelangweilt zugesehen hat.
Was wir brauchen, ist ein stabiler Ordnungsrahmen, in dem es sowas wie "systemrelevante" Unternehmen nicht geben kann. Jedes Unternehmen soll machen, was es für richtig hält, aber eben auch (ohne Staatshilfe) Pleite gehen, wenn es Unsinn gemacht hat. "too big to fail" - wenn so ein Unternehmen entsteht, muß es eben durch Staatseingriff aufgeteilt werden, damit es ohne katastophale Folgen untergehen kann, wenn es faule Geschäfte macht.
Paging