Die Krise am Automarkt erreicht BMW: Der Konzern hat seine Gewinnprognose für das laufende Jahr drastisch reduziert, die Aktie brach um fast zehn Prozent ein.
Nach dem Autokonzern Daimler trifft es nun auch BMW: Wegen der weltweiten Finanzkrise, der Dollarschwäche und der steigenden Preise für Öl und Rohstoffe hat der erfolgsverwöhnte Autobauer seine Gewinnprognose für 2008 radikal gesenkt. Ein neues Gewinnziel für 2008 wurde nicht mehr gegeben, sondern nur mitgeteilt, dass die Umsatzrendite vor Steuern bei mehr als vier (Vorjahr: 6,7) Prozent liegen werde.
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Die Krise ist in Bayern angekommen. (© Foto: Reuters)
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Weitere Belastungen nicht ausgeschlossen
Bei einem stabilen Jahresumsatz von 56 Milliarden Euro entspräche das einem Gewinn vor Steuern von wenigstens 2,2 Milliarden Euro. Bisher hatte BMW 3,78 Milliarden Euro prognostiziert. Im zweiten Quartal brach das Ergebnis bereits um 45,3 Prozent ein, für das zweite Halbjahr schließt BMW weitere Belastungen nicht aus.
Die BMW-Aktie brach daraufhin um 9,55 Prozent auf 26,15 Euro ein. Daimler-Papiere gaben 2,92 Prozent auf 36,24 Euro ab, Volkswagen-Aktien verloren 2,63 Prozent auf 199,38 Euro. Der Dax büßte 0,84 Prozent auf 6425 Zähler ein. Der MDax sank um 0,35 Prozent auf 8251 Punkte und der TecDax gab 0,71 Prozent auf 761 Zähler ab.
US-Markt zieht BMW nach unten
Im abgelaufenen Quartal erhöhte BMW den Angaben zufolge die Risikovorsorge erneut: Insgesamt sind jetzt 695 Millionen Euro für das Gesamtjahr eingeplant. Möglicherweise werde die Risikovorsorge im zweiten Halbjahr erneut angepasst, hieß es. BMW leidet vor allem unter der lahmenden Autokonjunktur im weltgrößten Pkw-Markt USA.
Die Münchner verkauften dort zuletzt knapp 336.000 Autos, das ist fast jeder fünfte Wagen. In den Vereinigten Staaten brach auch der Markt für Gebrauchtwagen ein, so dass BMW für Autos, deren Leasingverträge ablaufen, niedrigere Preise einplanen muss. Für seinen größten Einzelmarkt kassierte BMW jetzt seine Absatzprognose und plant 2008 niedrigere Verkaufszahlen ein.
"Hoher dreistelliger Millionen-Betrag"
Weltweit strebe man aber weiterhin einen neuen Höchstwert bei den Auslieferungen von zuletzt 1,5 Millionen Autos an, bekräftigte der Konzern. Statt in den USA will BMW lieber mehr Fahrzeuge in Ländern mit höheren Margen verkaufen, etwa in Russland. Wie es in der Mitteilung weiter hieß, werden sich die Belastungen in diesem Jahr "auf einen hohen dreistelligen Millionen Euro-Betrag" belaufen.
Der Konzern hat Pläne für eine nochmalige Erweiterung seiner Geländewagen-Familie begraben. "Wir wollten einen X7 bauen. Den haben wir diese Woche im Vorstand beerdigt", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer in einer Telefonkonferenz. BMW hatte mit dem Pendant zum 7er seine Palette an Geländewagen nach oben abrunden wollen. Bislang sind der X5, der kleinere X3 und die Coupe-Variante X6 zu haben. Die Einführung des Mini-Geländewagens X1 ist für 2009 geplant.
"Wir müssen und werden unsere Anstrengungen auf der Kosten- und Leistungsseite noch mal verstärken", kündigte Reithofer an. Bisher sah das Sparprogramm bis 2012 rund sechs Milliarden Euro vor. Dazu gehört unter anderem der Abbau von 8100 Arbeitsplätzen weltweit, davon 7500 in Deutschland.
Die Stellenstreichungen kosteten BMW zuletzt 107 Millionen Euro. Dies liege im Plan, sagte ein Sprecher. Mit den Arbeitnehmervertretern soll über übertarifliche Leistungen verhandelt werden. Zudem plant BMW Produktionskürzungen und flexiblere Arbeitszeiten.
"Wir gehen davon aus, dass auch 2009 ein sehr anspruchsvolles Jahr mit großen Herausforderungen sein wird", sagte Reithofer weiter. Erst 2010 sollten sich positive Effekte aus dem laufenden Umbauprogramm bemerkbar machen, so dass BMW dann eine Umsatzrendite von mindestens sechs Prozent erwarte. Bis 2012 strebe der Konzern eine Ebit-Marge von acht bis zehn Prozent an.
Auch Zahlen für das zweite Quartal nannte der Konzern: Der Umsatz ging danach aufgrund von Währungseffekten um 0,9 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern brach um 58,3 Prozent auf 425 Millionen Euro ein, der Gewinn vor Steuern um 43,5 Prozent auf 602 Millionen Euro. Der Überschuss sackte um 32,7 Prozent ab auf 507 Millionen Euro.
Für den Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer sind es gleich drei Punkte, die BMW derzeit zu schaffen machen. Zum einen seien bei steigenden Energiekosten besonders Kleinwagen mit einem geringeren Verbrauch gefragt. Zum anderen leide der Konzern unter dem schwachen Dollar. Hinzu käme, dass Leasingfahrzeuge derzeit monatlich hohe Verluste produzieren. "Große Autos sind in den den USA unverkäuflich geworden", sagte Dudenhöffer zu sueddeutsche.de. Eine Prognose für das Jahr 2009 sei derzeit nicht möglich, so Dudenhöffer weiter.
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(sueddeutsche.de/Reuters/dpa-AFX/jkr/mel)
Linke-Parteitag in Göttingen
Nun ist genau das passiert, was Gebrauchtwagenexperten immer wieder vorausgesagt haben. Zu viele verleaste Autos, mit zu hohen Restwerten rollen auf einen Markt zu der dafür keinen Bedarf hat, weil es keine Kunden gibt.
Etwa 3/4 der Verkäufe von PKW werden auf die ein odere andere Art finanziert, seitdem die Nettoeinkommen nett gesunken sind, werden viele wenn nicht die Mehrzahl der Fahrzeuge mit relaitv hohen Restwerten und niedrigen Raten finanziert. Bisher waren die Verluste überschaubar, da die Margen der Mittel- und Oberklasse Fahrzeuge in Wirklichkeit wesentlich höher sind als das viele glauben würden, allerdings werden in diesen Preisen auch reserven für 1-2.000 Euro "geparkt" die man dann bei der Hereinnahme des Leasingrückläufers "kaputtmacht", schliesslich hat der Kunde ja meist Liste für das Auto bezahlt (bzw. geleast). Nun werden diese Beträge aber deutslich überschritten, und gerade in den USA wo man mit gedeckten Rabatten seit Jahren auf Kundenfang ist (gerade BMW). Wenn nun zu den nicht bezahlten Raten die mit hohen Verlusten beladenen Leasingrückläufer zum hersteller zurückkommen, der diese Fahrzeuge aufbereiten muss, um sie wieder zu verkaufen, und zwar über Händlernetze die hier wie dort nicht darauf vorbereitet sind eine solche Menge von Fahrzeugen aufzunehmen, auszustellen und auch zu verkaufen, weil es an Verkäufern, Verkaufpolitik und am Willen der Hersteller mangelt hier zusammen mit den Händlern einbrauchbares Konzept zu entwickeln; dann kommt es zu Implosion des Marktes.
Da nun die Händler die gebrauchten Wagen nicht mehr loswerden, weil es Ihnen an Personal, Verkaufsfläche und an Schulung (oder an allem zusammen) mangelt, brechen die Preise weiter ein, auch wenn die Verluste jetzt andere machen (nähmlich die Händler). Da aber die Schátzungen der Zukunftswerte von Gebrauchtwagen auf den realen Händlerverkaufspreisen basieren, und diese Werte von den Banken als die realen eingestuft werden, trifft es die Hersteller nochmals in Form von Rückstellungen, da ja die Restwerte wiederum nicht den realen entsprechen. So einfach ist das.
BMW ist auf Grund der Missachtung dieser Marktgesetze in eine prekäre Lage gekommen, der nächste grosse B;W Markt mit einer solchen Implosion ist Spanien, wo die Marke es noch nicht mal geschafft hat die Händler zu normalen Investitionen zu bringen, hier fehlt es an der Möglichkeit auch nur 50% der Leasingrücknehmer vermarkten zu können (ebenso Mietwagenrueckläufer).
Die nächte Marke ist AUDI.
wenn 4wdriven cars mit 3,5 t gewicht im stadtverkehr mit 25 litern zu buche schlagen, dann weint der geldbeutel von lieserl mueller. kostet doch das semmeln holen plötzlich schon ein euro mehr!! und dann der wertverlust, sind ja prestigeautos, also gebraucht kaum zu gebrauchen. (ausser in afrika vielleicht zur regenzeit)
das sind keine autos, das sind panzer.... und völlig fehl am platz. erfolg gibt nämlich niemandem recht, auf dauer betrachtet ist die bmw-flotte so um die 30 jahre zurück...
US-Markt zieht auch Porsche nach unten, doch der umtriebige Wendelin Wiedeking gab bekannt, dass Porsche anstrebt, seinen Aktienanteil an VW auf 51 % erhöhen zu wollen.
Das heißt Übernahme der Volkswagen AG durch die Porsche AG im Jahr 2008.
Durch diesen Schachzug kann Wendelin Wiedeking die drohenden Verluste, durch die lahmende Autokonjunktur im weltgrößten Pkw-Markt USA, auf VW abwälzen und sich so schadlos halten.
Ist ja auch kein Wunder, wenn in den USA die BMW für fast die Hälfte des Preises verkauft werden wie in Deutschland. Der Deutsche Michel zahlt und fühlt sich geehrt die in den USA verkauften Autos zu subventionieren. Nur merken eben immer mehr davon, wie sie über den Tisch gezogen werden und dann kann man nicht mehr glänzen, sondern muß sich mal an den Kopf fassen. Man braucht doch nur im Internet nachschauen oder aktuell in der neuen Autobild. Sogar die haben es nun gemerkt und schreiben darüber, wieviel billiger man die Autos bekommt, wenn man sie in den USA kauft umbauen läßt und über den großen Teich zurück transpotieren läßt. Wenn alles bezahlt ist, bekommt man den Wagen immer noch 20.000,00 Euro billiger als beim Deutschen Händler. Take it easy.
tut mir so leid, wirklich.
Wer denkt an meine Börse, besser gesagt meine Geldbörse?
Welches neue Auto soll ich mir heute kaufen, das in sagen wir 5 Jahren noch einen vernünftigen Wiederverkaufswert hat? Den Leuten wird das Geld an allen Ecken und Enden aus den Taschen gezogen (alle Energiearten, Pflege und Kranken stehen vor der Türe). Selbst wenn ich mir die Kiste heute kaufen, in ein paar Jahren kann ich sie verschenken. Wo bleibt ein deutsches Auto, ähnlich dem Dacia? Abgespeckt auf das Nötigste, bezahlbar...So wenige fahren nicht wirklich durch die Gegend.
Wo bleibt ein echtes Sparauto von BMW, 'Daimler & Co.
Ich hangel mich seit kanpp zwei Jahren mit Kisten für ein paar hundert Euro über die Runden, dabei könnte ich mir schon ein neues deutsches Auto der unteren Mittelklasse leisten. Aber was zukunftssicheres ist da nicht dabei, also lassen wir es.
Entweder billig und einfach (Dacia) oder zumindest werterhaltend mit niedrigem Verbrauch bzw. alternativem Antrieb.
Wenn jemand die deutsche Kiste kennt, bitte sagen.
Paging