Gewerkschaften auf Krawallkurs: Der NGG-Vorsitzende Möllenberg will für seine Branche Lohnforderungen von vier bis fünf Prozent durchsetzen.
Die Gewerkschaften lehnen Forderungen nach Nullrunden bei den Tarifverhandlungen in diesem Jahr vehement ab. "Wir brauchen Lohnerhöhungen, um den Binnenmarkt anzukurbeln. Das geht nur, wenn die Arbeitnehmer mehr Geld in der Tasche haben", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, der Süddeutschen Zeitung. Mehrere Wirtschaftsexperten hatten zuvor erklärt, die Gewerkschaften sollten sich 2010 mit Forderungen zurückhalten, um die Unternehmen zu entlasten.
Die Gewerkschaften wollen sich nicht mit Nullrunden abspeisen lassen. (© Foto: ddp)
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In diesem Jahr werden nach Angaben der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung Tarifverträge für 9,4 Millionen Arbeitnehmer verhandelt. Unter ihnen befinden sich die knapp zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen, für die die Gewerkschaft Verdi insgesamt fünf Prozent mehr Geld verlangt.
NGG-Chef Möllenberg will in seiner Branche ebenfalls Lohnforderungen von vier bis fünf Prozent durchsetzen. Zu den Forderungen nach Zurückhaltung von Ökonomen und Wirtschaftsverbänden sagte er: "Weihnachten und die Zeit der Wünsche ist vorbei. Wir brauchen keine Lohnpause, sondern allenfalls eine Expertenpause."
Kritik kam auch von der IG Metall: "Gerade in der Krise ist Kaufkraft unverzichtbar, damit die Nachfrage Wachstumsimpulse geben kann", sagte IG-Metall-Vorstandsmitglied Helga Schwitzer. In der Metall- und Elektrobranche beginnt im Frühjahr die Tarifrunde. Gewerkschaftschef Berthold Huber hatte bereits im Herbst klargemacht, dass die IG Metall auf eine zurückhaltende Lohnpolitik setzt. Dies soll helfen, weitere Entlassungen zu begrenzen.
Das Gift der Nullrunde
Der Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, bezeichnete Nullrunden bei den Tarifverhandlungen als "Gift für die Wirtschaft".
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sprach sich weder für noch gegen Nullrunden aus: "In den Krisenbranchen besteht kein Verteilungsspielraum. Es kommt darauf an, den Betrieben innerhalb der Tarifvereinbarungen weitere Gestaltungsspielräume zu eröffnen", sagte er der SZ. "Wir brauchen nicht nur differenzierte Lösungen für verschiedene Branchen, sondern auch ein hohes Maß an Differenzierung zwischen den einzelnen Unternehmen einer Branche", betonte er.
Am Montag hatten in der Bild-Zeitung Wirtschaftsexperten für einen Verzicht auf Lohnerhöhungen plädiert. Das Potential dafür sei "nahezu aufgefressen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Martin Wansleben.
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(SZ vom 05./06.01.2010/mel)
Mubarak-Prozess in Ägypten
Der Durchschnittsbürger ist vermutlich (von Ihnen?) gut beraten, seine Villen im Tessin zu verhökern, bevor Madeleine die Preise versaut.
Zur Aussagekraft der Lohnquote lesen Sie bitte den Artikel des IW Köln unter www.iwkoeln.de/Portals/0/pdf/trends01_06_3.pdf
Die Lohnquote ist kein absolutes Maß für gesellschaftlichen Wohlstand, gerade weil die Lohnquote in vergangenen Krisen gestiegen ist. Kapitaleinkommen sind u.a. früher schneller geschrumpft als Erwerbseinkommen, die Lohnquote ging hoch. Fragen Sie Merkle oder Schickedanz.
Übrigens führt eine steigende staatliche Umverteilung von "reich" zu "arm" als Korrektiv einer Arm/Reich Schere zwingend dazu, dass die Zahl der Transferempfänger ansteigt. Also funktioniert der Staat doch nach ihrer eigenen Argumentationsweise ziemlich gut und eine steigende Zahl an Transferempfängern ist kein Problem.
Als selbständiger Programmierer wären Sie schon pleite (0800 bis 1200). Bei Ihnen liegt die Vermutung nahe, daß Sie das bedingungslose Grundeinkommen im Sinne Professor Schwach-Sinns beziehen. Es fehlt radikal jeder Anhaltspunkt, durch welche Qualifikation Sie an die Avatar-Protzkiste kommen könnten. (Wobei ein Foto schlappe 150.000 billiger ist über den Daumen gepeilt.)
"Ist doch ein Arbeitsbeschaffungsprogramm, dass man den diversen Alt- und Neulinken, statt dass sie nur auf der Strasse rumlümmeln, einen Job gibt, indem sie irgendwo Internetforen zensieren dürfen. "Zensur" ist sowie eines von deren Hobbies..." ------------- Logik ist was Edles, Bewundernswertes.
Die Linke ist also so machtvoll, ganze Foren zu zensieren. Wenn sie dann noch anständig bezahlt werden für ihre stalinistischen Praktiken, hat die INSM nicht den Hauch einer Chance. --------- Sollten Sie Ihren Kopfstand beendet haben und Ihre Wahrnehmung wieder leidlich funktionieren (außer den ignoranten Eigenbeschränkungen), genießen Sie einfach den Blick auf Ihre Gleichgesinnten, den würdigen Nachkommen von Goebbels bis Mengele.
"Ab 18:00 ist das Teilnehmerforum hier schon wesentlich angenehmer. Liegt wohl auch daran, dass die Umverteilungsnotoriker mit 35-Stundenwoche schon Feierabend haben...lol° ------ Angenehm, weil nicht arg anstrengend, von sich auf andere zu schließen, gell?
Widerspricht andererseits natürlich Ihrer Theorie von rumlungernden Langzeitarbeitslosen. Aber Ihre Freunde mit den multiplen Identitäten können Ihnen da bestimmt helfen.
Paging