Daimler-Benz startete selbst als Fusion und wurde eine Industrie-Legende. Seitdem scheint dem Konzern keine Fusion mehr geglückt zu sein - obwohl es kaum einen Bereich gibt, in den die Stuttgarter nicht investiert hätten.
Wenn am Mittwoch die Aktionäre von DaimerChrysler auf der Hauptversammlung in Berlin zusammenkommen, muss sich Konzernchef Dieter Zetsche viele kritische Fragen gefallen lassen.
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Auf der einen Seite werden die Aktionäre wissen wollen, warum die Fusion mit Chrysler so gründlich misslungen ist. Und Fonds wie Union Investment oder DWS, die am Konzern beteiligt sind, werden zum Verkauf der stark angeschlagenen US-Tochter drängen.
Auf der anderen Seite ist da der Würzburger BWL-Professor Ekkehard Wenger: Er plant schon einen Schritt weiter und hat bereits beantragt, dem Konzern nach der Trennung von Chrysler wieder seinen alten Namen zu geben: Daimler-Benz.
Gerüchte über neuen Namen
Ein Vertreter der Konzernführung hat sich dazu auch schon geäußert: "Wenn wir Chrysler verkaufen, ist völlig klar, dass wir einen neuen Namen brauchen", schrieb das Handelsblatt.
Mit dem Verkauf von Chrysler, und noch mehr mit der Rückkehr zum alten Konzernnamen, würde der Autobauer aus Stuttgart auch wieder ein Mal zu seinen Wurzeln zurückkehren, zum Ursprung seines Welterfolgs - einerseits.
Andererseits würde der Konzern einer langen Reihe von Pleiten, Pech und Pannen beim Zukauf von Firmen eine neue Niederlage hinzufügen. Allerdings die bisher mit Abstand größte.
Wie ein Pudel im Regen
Trotz seines glanzvollen Namens und seines Flaggschiffs Mercedes erinnert DaimlerChrysler damit an einen großen Pudel, der immer wieder hinaus in den Regen springt, um nach einiger Zeit durchnässt zurück ins Trockene zu hüpfen.
Vielleicht ist der Hang zu Zusammenlegungen und Übernahmen durch die eigene Firmengeschichte zu erklären: Daimler-Benz ist 1926 selbst als Ergebnis einer Fusion entstanden.
Unter der Ägide der Deutschen Bank gingen im Jahr 1926 die Firmen von zwei der kreativsten Autopioniere zusammen: Die Stuttgarter Daimler-Motoren-Gesellschaft von Gottfried Daimler und die Mannheimer Benz & Cie. von Carl Benz.
Der gute Stern
Dieser Zusammenschluss ist eine wahre Liebesheirat gewesen, wie man heute sagen kann - die Geschichte des Autoherstellers Daimler-Benz wurde eine Legende. Die Marke Mercedes stieg auf zur Ikone der heimischen Industrie und zum Synonym höchster deutscher Ingenieurskunst. "Ihr guter Stern auf allen Straßen" - so ein Mercedes-Claim aus diesen Tagen.
In der breiteren Öffentlichkeit etwas weniger bekannt ist der Entschluss von Daimler-Benz, ab den 1930er Jahren doppelgleisig zu fahren und massiv in Richtung Rüstungsindustrie zu expandieren.
Wie andere große Hersteller auch wollte das Unternehmen an dem Geschäft mit Militärtechnik teilhaben. Daran hat sich bis heute nichts Wesentliches geändert - DaimlerChrysler gehört etwa über die Beteiligung beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS zu den größten Rüstungsherstellern Europas.
In jüngerer Vergangenheit hat der Autobauer zwei große Strategiewechsel vollzogen: Die Positionierung als breitgefächertes Technologieunternehmen und die Aufstellung als weltweit agierender Autokonzern.
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Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Ehrfürchtig und hohen Respekt zollend betrachte ich nun die "Kernmarke" Mercedes Benz, die trotz aller Gewaltakte von Seiten der Brüder Schrempp und Reuter gegen ihre Interessen, immer noch existiert und vielen Leuten in Deutschland ein Auskommen gibt. Schwindlig kann es einem werden, wenn man daran denkt wo Mercedes aber auch Deutschland jetzt stünden wären die beiden Herren uns erspart geblieben.
Helmut Kowolik
Hieß der nicht Gottlieb?
Ich hoffe nach dem Verscherbeln von Chrysler werden wieder Mercedes Fahrzeuge gebaut, die diesen Namen verdienen. Ohne den Chrysler / USA Schrott. Dann läßt sich überlegen in 10 Jahren wieder Mercedes zu kaufen.
Ein Mensch mit gesundem Menschenverstand hat gewußt, dass die Wahl Jürgen Schremps - und eben nicht vom Helmut Werner-zum Vorstandsvorsitzenden eine grobe Fehlentscheidung war. Dass er wenige Tage nach seiner Wahl sturzbetrunken mit seiner "Sekträterin"auf der spanischen Treppe in Rom gesichtet wurde, hat diesen Eindruck bestätigt.
Helmut Werner hatte nach wenigen Jahren Firmenzugehörikgeit große Erfolge vorzuweisen.Und:er verfügte über eine hohe soziale Kompetenz, die das Betriebsklima merklich förderte. Ein großartiger Mensch.
Jürgen Schremp war ein völliger Fehlgriff,der nie hätte geschehen dürfen. Er, der "große visionäre Realist"- hat immenses Kapital vernichtet. Es ist als hätte er mal kurz über Stuttgart eine Bombe abgeworfen und sämtliches Immobilenkapital der Stadt vernichtet. Mittel in einer Größenordnung, die wir für den von diesen Herren in mausgrauen Anzügen verspotteten ökologischen Umbau dringend gebrauchen können. Das Betriebsklima bei Daimler ist katastrophal und auf Jahre geschädigt. Monate wenn nicht Jahre mußten die deutschen Mitarbeiter ständig neue Software lernen, verwerfen, englisch sprechen,nach Detroit fliegen,oft für die Katz!
Feedback strengthen responsability. Welche Folgen hat das für Herrn Schremp(+ die Koppers etc.)? Er ist wie die Regel nach oben gefallen und verbringt einen geruhsamen Lebensabend als Multimillionär in Südafrika mit seiner zwischenzeitlich angetrauten 2. Frau bzw. früheren Sekrtäterin, die er zwischenzeitlich vor seinem erzwungenen Abgang auf eine Position gehieft hat, die ihr fachlich nicht zustand und große Vorteile für die Zukunft bringen.
Wann hört das auf, das Männer mit borderline-Syndrom in Führungspositionen "gewählt" werden und jahrelang Fehlentscheidungen treffen können, ohne dafür in die HAftung genommern werden zu können?
Helmut Werner ist inzwischen verstorben und vergessen.über ihn sollte man schreiben und ihn würdigen.
serge mocaer