Züge aus Deutschland müssen an der Grenze stoppen. Der öffentliche Nahverkehr liegt lahm. Die Weihnachtspost wird nicht ausgeliefert. Belgiens Staatsbedienstete sind im Generalstreik. Sie wollen auf keinen Fall später in Rente gehen.
Busse und Züge stehen, selbst die Weihnachtspost bleibt liegen. Mit ihrem Streik legen Belgiens Staatsbedienstete kurz vor dem Fest Teile des öffentlichen Lebens im Land lahm. Sie protestieren gegen eine Rentenform, mit der die neue Regierung von Premier Elio Di Rupo Geld sparen will.
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Gewerkschaftsmitglieder blockieren eine Straße nach Brüssel. (© dpa)
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Angestellte bei der Bahn, in Schulen, Krankenhäusern und Behörden legten die Arbeit nieder. Auch Busse, Straßen- und U-Bahnen blieben in den Depots.
Von den Unterbrechungen im Bahnverkehr sind auch Fahrgäste aus Deutschland betroffen. Die Hochgeschwindigkeitszüge von Köln über Brüssel nach Paris und von Frankfurt über Köln nach Brüssel fahren nur bis Aachen. Fahrgäste müssen auf Busse umsteigen. Auch Eurostar-Züge von Belgien nach England fahren nicht. Für die Eurostar-Strecke zwischen Brüssel und dem nordfranzösischen Lille werden teilweise Busse eingesetzt.
Der Protest richtet sich gegen Pläne der Regierung, Arbeitnehmer später als bislang in Rente gehen zu lassen. Zwar liegt das offizielle Renteneintrittsalter bei 65 Jahren. Im Durchschnitt können aber Arbeitnehmer schon mit 59 in den Ruhestand gehen.
Das Vorhaben ist Teil des Haushaltsplanes für das kommende Jahr. Die Regierung will das Defizit unter die Maastricht-Grenze von drei Prozent senken und damit auch Investoren beruhigen. Zuletzt wurde die Bonitätsnote Belgiens von den Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's gesenkt. Di Lupos Regierung war erst Ende November zustande gekommen, nachdem sich die Parteien zuvor eineinhalb Jahre lang nicht auf eine neue Koalition einigen konnten.
Der Flugverkehr ist nicht so stark betroffen. Wie in Brüssel werden auch in Charleroi südlich der Hauptstadt keine Beeinträchtigungen erwartet. Dagegen bleibt der Flughafen im ostbelgischen Lüttich geschlossen, weil die Flugüberwachung streikt. Generell raten die Betreiber Fluggästen, sich vor der Anreise im Internet über Flugausfälle und Verzögerungen zu erkundigen. Behinderungen werden auch im Straßenverkehr erwartet.
Auch die Post lieferte nicht aus. Streikende blockieren nach Angaben des privaten belgischen Radiosenders Bel RTL wichtige Zufahrtsstraßen in die Hauptstadt Brüssel. In Brüssel ist zudem auch der öffentliche Nahverkehr betroffen. Mitarbeiter bei der Müllabfuhr und der Post sind ebenfalls im Ausstand. In den Gefängnissen werden Polizisten eingesetzt, um streikendes Wachpersonal zu ersetzen.
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(Reuters/dpa/jab/olkl)
Da fragt man sich, "dürfen' Beamte überhaupt streiken? Ich meine nein, denn sie haben sich einer Instanz mit Leib und Leben verschrieben.
Belgien Staatsbedienstete, wohlgemerkt, Beamte, nicht die des öffentlichen Dienstes, werden genauso gepampert wie die deutschen Kollegen. Sie zahlen keine sozialen Beiträge, aber sie plündern die sozialen Kassen genauso wie die in Deutschland. DAS allein schon verbietet, dass sie streiken. Sie haben das Recht sowohl sozial wie christlich veräussert, denn sie dienen einem Staat. Es geht noch weiter, in Belgien gibt es keine Abschläge, sie erhalten immer den vollen Rententarif.
Es ist eine der Neurosen Belgiens, wo auch "gesetzlich zusammenlebende Paare"bei Erreichen des Rentenalters vom Staat, von der belgischen Rentenkasse "geschieden"werden, damit der "nur zuhause arbeitende"Partner keine Ansprúche auf irgendwelchen Unterhalt erheben kann. Vorher, durch die ganze Zeit der Partnerschaft allerdings gilt was andres: die gleichen Pflichten und Rechte wie die der traditionellen Ehepartner, also auch im finanziellen Bereich.
Das ist dann Europa und die Komission sieht sich nicht zuständig. Nun gut, im jetzigen Status ist sie das nicht, denn die nationalen Staaten haben sich alle Macht und Rechte vorbehalten.
Doch die Macht des Antichristen ist bereits am Horizont. Nachdem nun der Evangelist vielfach gewarnt hat, insbesondere auch, sich nicht gegen Warnungen Gottes weiter zu vergehen, gilt, die Konsequenz zu tragen. Dies ist bereits auch vielfach geschehen, aber die Schwielen der Gehirne sind gar gross.