General Motors verkauft seine insolvente Tochter Saab an Koenigsegg - einen der kleinsten Autohersteller der Welt.
Saab bekommt eine neue Mutter: die Firma Koenigsegg. Ein entsprechender Vorvertrag wurde in Zürich unterzeichnete, teilte GM mit. Koenigsegg stellt im schwedischen Ängelholm exklusive Sportwagen her, hinter dem Unternehmen stehen offenbar Finanziers aus Norwegen und den USA.
Die Firma Koenigsegg übernimmt Saab - wenn alles so läuft wie geplant. (© Foto: AP)
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GM rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die Europäische Investitionsbank einen Kredit von etwa 432 Millionen Euro für Saab zu Verfügung stellt. Die schwedische Regierung, die für einen solchen Kredit möglicherweise bürgen müsste, wollte dies nicht bestätigen. Wirtschaftsministerin Maud Olofsson sagte in Stockholm, die EIB werde erst einmal prüfen müssen, ob die neuen Investoren überhaupt kreditwürdig sind.
Winzling in der Branche
Die Firma Koenigsegg ist ein Winzling in der Autobranche, sie hat im vergangenen Jahr nur 20 ihrer sehr teuren Sportwagen verkauft und damit einen Gewinn von etwa 100.000 Euro gemacht.
Gegründet wurde sie 1994 von dem schwedischen Adeligen Christian von Koenigsegg, der Geschäftsführer der Firma ist, die 40 Angestellte beschäftigt. Dass der kleine Betrieb nun die schwedische Traditionsmarke Saab und damit ein Unternehmen mit 3500 Mitarbeitern und etwa einer Milliarde Euro Schulden übernehmen soll, ist eine Sensation. Wer das Geschäfts finanziert, war am Dienstag noch nicht ganz klar.
Schwedischen Medien zufolge stehen hinter Koenigsegg der norwegische Unternehmer Bård Eker sowie amerikanische Geldgeber, unter ihnen der Chicagoer Geschäftsmann Augie Fabela, der sich als Mitgründer des russischen Telekom-Unternehmens Vimpelcom einen Namen gemacht hat. Carl-Peter Forster, GM-Europachef, bezeichnete den Deal in einer Mitteilung als "beste Chance" für Saab.
Die neuen Investoren stünden für eine "einmalige Kombination aus Innovation, Unternehmergeist und finanzieller Stärke". GM wird seiner ehemaligen Tochter auch nach dem Verkauf noch eine zeitlang mit Produktionstechnik behilflich sein. Teil der Vereinbarung ist außerdem, dass der neue Saab 9-5 in Trollhättan gebaut wird und nicht wie ursprünglich geplant im Opelwerk Rüsselsheim.
Saab macht seit Jahren Verluste und musste im Februar Insolvenz anmelden, nachdem die Konzernmutter GM in Folge der Finanzkrise ins Trudeln geraten war. Seitdem sucht man händeringend einen Käufer. "Es ist jedenfalls gut, dass die Eigentümersituation nun beginnt klarer zu werden", sagte Wirtschaftsministerin Olofsson. Sie warnte allerdings vor zu viel Optimismus. Es gebe noch eine Menge offener Fragen.
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(SZ vom 17.06.2009/hgn)
Griechenland in der Schuldenkrise
Was für eine Nummer wird, denn dort abgezogen? In Zukunft wird es so sein, dass nicht auf jeden verkauften SAAB, aus der Rüsselsheimer Kasse fast4000 draufgelegt werden, denn der Laden hat solange er dem GM Konzern angehörte nur einmal mit Buchungstrick Gewinn gemacht, ansonsten hat er bald 20 Jahre Geld verbrannt, was anderen Ortes, hätte sinnvoller eingesetzt werden können.
Das die Sonderbeziehungen von SAAB nach Nordamerika anlangt, die waren letzlich doch nicht so nutzbringend, doch haben sie GM in Europa mächtig geschadet, so einfach ist das.
basierte auf den Plattformen des Opel Vectra. Ohne Zugriff auf das GM Regal hat Saab kein Auto. Der 900/9000 war der letzte echte Saab und das ist uralt. Ich hoffe, Königsegg hat sich mit diesem Brocken nicht verhoben.
Irgendwie zweifel ich daran, dass Saab zukünftig Zugriff auf eine taugliche Plattform bekommt - in Zeiten der Überproduktion wird kein Massenhersteller sich selbst Konkurrenz erschaffen. Saab kann mittelfristig nur hoffen, dass Sie den Insignia als Plattform bekommen, aufwerten und mit einer neuen Karosserie und eigenwilligem Design im Bereich der Premium Marken wildern können.
Man stelle sich vor,Koenigsegg,wuede das gelingen ,Saab in eine neue Zukunft zu fuehren.Was wuerde das bedeuten,dass all die hoch bezahlten Manager,der Megakonzerne,doch nur unbedeutende Handlanger ihrer jeweiligen Chef sind,unfaehig Probleme zu loesen.
Auch in Schweden dürfte nicht die Regierung, sondern der Staat und mithin der Steuerzahler, für eine Kreditforderung bürgen.