Hohe Verluste, hohe Forderungen: General Motors schließt das vierte Quartal mit einem großen Minus ab - und pocht gleichzeitig auf eine Bürgschaft für Opel.

Der Autohersteller General Motors (GM) ist in Europa im vierten Quartal 2009 tief in der Verlustzone steckengeblieben. Vor Zinsen und Steuern schrieb das Unternehmen in dem hauptsächlich aus Opel bestehenden Geschäft ein Minus von 814 Millionen Dollar, wie GM am Mittwoch mitteilte.

General Motors, Foto: AP

GM - der US-Autokonzern kommt einfach nicht aus den roten Zahlen heraus. (© Foto: AP)

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Im gleichen Zeitraum des Vorjahres war ein Verlust von 1,9 Milliarden Dollar angefallen. In den Zahlen enthalten ist jedoch auch Opels schwedische Schwester Saab, die zu Jahresbeginn für 400 Millionen Dollar an den Sportwagenbauer Spyker verkauft wurde. Ein Opel-Sprecher betonte, die Finanzlage des Rüsselsheimer Autobauers sei gesichert. GM will im Zuge der Sanierung von Opel 1,9 Milliarden Euro über Kredite und Eigenkapital in die Tochter stecken.

Zudem hat Opel in Europa Staatshilfen über 1,8 Milliarden Euro beantragt. 1,3 Milliarden davon sollen aus Deutschland kommen. Hier drückt Opel aufs Tempo und bekommt dabei Unterstützung von Bundesländern. "Wir erwarten bald eine Entscheidung", sagte Opel-Chef Nick Reilly am Mittwoch in Düsseldorf nach einem Treffen mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU). "Wir gehen nicht davon aus, dass wir keine Bürgschaften von Deutschland bekommen", unterstrich Reilly. England habe schon 300 Millionen Euro zugesagt, und auch in Spanien gebe es positive Signale. "Deutschland ist unser größter Standort in Europa."

Rüttgers kündigte Gespräche mit den Ministerpräsidenten der anderen Bundesländer mit Opel-Standorten an, um in der Sache Tempo zu machen. Für den Bau des Opel-Elektroautos Ampera im Werk Bochum gab Reilly keine Zusage. Darüber solle erst in den kommenden zwei Jahren entschieden werden. "Es ist überhaupt noch nicht klar, ob der Ampera in Europa produziert werden wird", erklärte er.

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(SZ vom 08.04.2010/dpa/Reuters/mel)