Die Wut über den geplatzten Magna-Deal ist noch nicht verraucht, da bittet die Opel-Mutter GM schon um Staatsgeld. Die Regierung ist nicht abgeneigt - stellt aber Bedingungen.
Trotz der Verärgerung in der Bundesregierung über den geplatzten Opel-Verkauf kann der Mutterkonzern General Motors auf Staatshilfen aus Berlin hoffen. Wenn ein Plan von GM vorliege, könne man über Geld aus dem Deutschlandfonds reden, sagte der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder. Zugleich machte er deutlich: "Die Amerikaner dürfen nicht glauben, dass sie Deutschland in irgendeiner Form erpressen können."
GM will deutsche Staatsgelder kassieren - zieht die Bundesregierung mit? (© Foto: dpa)
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Auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hält Staatshilfen für Opel für möglich. Voraussetzung sei, dass General Motors (GM) bei Opel auf Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen verzichte. "Wir brauchen ein Gesamtkonzept für Opel Europa", sagte Beck bei einer Protestkundgebung der Opel-Beschäftigten.
EU-Industriekommissar Günter Verheugen warnte jedoch vor einem Bieterwettbewerb unter Staaten mit Opel-Standorten. "Wenn jeder für sich mit Detroit verhandelt, werden sich die Amerikaner die besten Angebote aussuchen können. Ob das die wirtschaftlich tragfähigsten wären, stünde in den Sternen", sagte er dem Hamburger Abendblatt.
Ökonomen sind ebenfalls skeptisch: "Es ist noch nie gelungen, mit Steuergeldern künstlich Kapazitäten zu halten, die der Markt nicht hergibt", sagte Michael Hüther, der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. "Das ist bitter für die betroffenen Mitarbeiter, aber man sollte ihnen auch keine Märchen erzählen."
"Es ergibt keinen Sinn"
Auch der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Klaus Zimmermann, wandte sich gegen Staatshilfen. "Die Autobranche leidet weltweit unter Überkapazitäten", sagte Zimmermann. "Es ergibt keinen Sinn, diesen Markt mit Gewalt zu subventionieren. Da werden nur Steuermilliarden verbrannt."
Zugleich wurde deutliche Kritik am Vorgehen des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) laut. Die Situation bei Opel sei für die Mitarbeiter eine Zumutung, sagte CDU-Fraktionschef Kauder. "Wir erwarten jetzt von GM, dass ein Plan vorgelegt wird, welche Perspektive besteht." Bislang höre man von GM aber wenig. "Stellenstreichungen sind keine Fortführungsperspektive", sagte Kauder. Je mehr Stellen gestrichen würden, desto weniger gebe es eine Perspektive.
Unterdessen hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den amerikanischen Präsidenten Barack Obama entlastet. Selbst das US-Staatsoberhaupt soll von der plötzlichen Absage des Opel-Verkaufs überrascht worden sein. Obama habe Kanzlerin Angela Merkel in einem Telefonat bestätigt, dass er in die Verwaltungsratsentscheidung von General Motors nicht eingebunden gewesen sei, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm.
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(sueddeutsche.de/AP/Reuters/dpa/tob/hgn)
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Leute! Machen wir uns nichts vor! Die Staatshilfen werden an die Amerikaner fließen, da wird die Frau Merkel nichts ändern können... Deutschland besitzt nun mal nicht die Regierung mit Rückgrad und Entschiedenheit zum Handeln in Volksinteressen! Schade... Obama hat natürlich auch nichts gewusst ... wer 's glaubt wird selig! Peinlich! Man schämt sich für die unfähige Politik...
...keine Ahnung aber angeblich allgemeingültige Verschwörungsformeln faseln.
Natürlich sind die Amis IMMER böse und teutsche Konzerne IMMER aufrichtig und die teutsche Regierung vollständig uneigennützig, wenn es um A-plätze geht.
Opel ist offenbar am Markt wettbewerbsfähig, denn es fahren jede Menge Opel-Autos auf den Straßen herum.
Ob Opel wirklich Verluste macht, ist sehr fraglich oder zumindest unklar:
Bei multinationalen Konzernen wie GM ist es üblich, aus Steuergründen Verluste in Hochsteuerländern wie Deutschland anzuhäufen und die Gewinne in Ländern mit niedrigerer Steuer anzusammeln.
Da gibt es viele Möglichkeiten und sehr viel Kreativität.
Z.B. steht im Geschäftsbericht 2007 der Adam Opel GmbH als "Materialaufwand" unter anderem: "Lizenzaufwendungen von 633 Millionen Euro für die von GTO (Global Technologie Operations Corp. in Detroit) zur Verfügung gestellte(n) Technologien".
Opel zahlt also hunderte von Millionen Euro Lizenzgebühren für Technologie, die schon dem Konzern (aber eben einer GM-US-Tochter) gehört. Dadurch spart GM in Deutschland Steuern.
Das Gleiche passiert beim Backleasing der Opel-Gebäude in Deutschland. Da zahlt Opel auch erheblich überhöhte Miete an GM für Gebäude, die Opel vorher für einen Appel und ein Ei an GM (oder besser: eine Immobilien-Tochter von GM)verkauft hat. In den USA kann man dann hohe Abschreibungen hierfür steuersparend einsetzen usw.
Da gibt es noch jede Menge anderer völlig legaler Steuertricks.
Mit dem Markt und dem realen Geschäftsergebnis von Opel haben solche Verluste überhaupt nichts zu tun. Für Gesamt-GM ist es günstig, wenn Opel Verluste macht. Das operative Ergebnis aus dem eigentlichen Autogeschäft von Opel, das höchstwahrscheinlich positiv ist, wird verschleiert.
Natürlich will GM eine solche Melkkuh (gute Profite und jede Menge Steuern sparen) nicht hergeben, schon gar nicht jetzt, wo vom deutschen Staat Geld erpresst und durch Sanierung 1000ende abgebaut und der GM-Profit weiter gesteigert werden kann.
Das verspricht wieder wunderbare Boni für die GM-Manager und jede Menge Gewinn für die reichen GM-Aktionäre.
Deutschland wird wohl oder übel in den Bieterwettbewerb gehen und Geld spendieren müssen. Das ist eben der vielgelobte Segen der Globalisierung
obwohl viele menschen wütend auf gm sind, das spiel mit der macht, sprich geld, da sind die amerikaner unmoralische weltmeister, immer wieder fallen verantwortliche unserer regierung darauf rein,denn die amerikaner wissen genau dass weihnachten vor der tür steht und die regierung handeln muß, sonst sind die wähler nicht mehr zu mobilisieren,dieses bedingunglose anbiedern nutzen die amis genüsslich aus und bei uns scheint das niemanden aufzufallen,schließlich haben sie ja die mauer geöffnet, da muß man schon über den tod hinaus dankbar sein,alle europäischen opelianer sollten flagge und kante zeigen, wenn die politik nicht dazu im stande ist dann wenigsten die jenigen die es betrifft, selber machen!!! dann schafft ihr es auch, dann braucht ihr euch nicht erniedrigen lassen und könnt stolz auf euch sein, geht auf die strasse und lasst sie nicht mehr über eure köpfe hinweg entscheiden!!!! MACHT EUER DING !!!!!