Die Bundesbank hat die komplette Europroduktion per Ausschreibung vergeben - und das weit früher als nötig. Die Belegschaft von Giesecke & Devrient ist entsetzt.
Es herrscht Unmut an der Münchner Prinzregentenstraße: Der Betriebsrat des Gelddruckunternehmens Giesecke & Devrient wehrt sich gegen eine neue Praxis der Bundesbank. In einem offenen Brief an Präsident Axel Weber kritisiert der Betriebsratsvorsitzende Walter Bogner, dass die Bundesbank die komplette Europroduktion per Ausschreibung vergeben hat. Damit würden "der Druckstandort München und die Arbeitsplätze im Banknotendruck gefährdet", heißt es in dem Brief.
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Die Mitarbeiter von Giesecke + Devrient wehren sich - weil die Bundesbank die komplette Europroduktion per Ausschreibung vergeben hat. (© dpa)
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Hintergrund ist eine Vorgabe der Europäischen Union, die von den Notenbanken verlangt, dass auch der Druck von Euronoten im Wettbewerb geschehen soll. Die Bundesbank begann 2008, Teile ihres Druckvolumens auszuschreiben. Dies ist nach Angaben von Giesecke & Devrient aber erst 2014 erstmals notwendig. "Wir sind nicht gegen Wettbewerb", sagt Betriebsratschef Bogner. "Aber er muss fair sein."
Als unfair empfindet er den Umstand, dass ausländische Druckereien sich nun schon für Aufträge der deutschen Bundesbank bewerben können, seinem Unternehmen eine entsprechende Möglichkeit aber verwehrt bleibe - weil im Ausland vielerorts die Aufträge noch nicht ausgeschrieben würden. "Es ist für uns nicht akzeptabel, dass in Deutschland vorhandene hochwertige Kapazitäten leer stehen und damit Arbeitsplätze abgebaut werden, während im Ausland Druckkapazitäten mit Subventionen erhalten werden", heißt es in dem Brief.
Allerdings, teilt die Bundesbank mit, sei keine der Druckereien, die sich um die deutschen Aufträge beworben hat, in ihrem eigenen Land ohne Ausschreibung ausgekommen. Die Bundesbank verweist überdies darauf, dass im Gegensatz zu ihr längst nicht alle Nationalbanken ausschreiben müssten: Solche Nationalbanken, die eine eigene Banknoten-Druckerei unterhielten, könnten auch nach 2014 ausschließlich mit diesen Druckereien zusammenarbeiten.
Der Giesecke-&-Devrient-Betriebsrat verweist auch auf die Forschung, die im eigenen Haus betrieben werde, um Banknoten sicherer zu machen. "Die Ausschreibung bezieht sich auf die erste Euro-Banknotenserie", heißt es dazu von der Bundesbank. Dafür sei keine Forschung mehr nötig.
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(SZ vom 11.08.2010/mel)
Streit um Parteispitze bei der Linken
Das ist doch der eigentliche Hintergrund für diese Deals!
Meine Meinung: Damit erhält Axel Weber die Zustimmung von Frankreich!
Schon mal daran gedacht?
http://www.welt.de/finanzen/article6377998/Frankreich-fuer-Axel-Weber-als-EZB-Praesident.html
http://www.n24.de/news/newsitem_5822620.html
http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/Bundesbank-Chef-wird-offenbar-EZB-Praesident_aid_816612.html
So und nicht vergessen: Prof. Axel Weber war der Professor von Jörg Asmussen!
Jörg Asmussen hat diesen dann für das Amt des Bundesbankpräsidenten vorgeschlagen - und prompt hat Axel Weber den Job erhalten!
Wer ist Jörg Asmussen? Tja, der Strippenzieher - der von Hans Eichel ins Bundesfiinanzministerium geholt wurde und der eine wesentliche Mitschuld für die Finanzkrise hat. Dieser Mann saß bei der BaFin als Mann des Finanzministeriums und hat für die Deregulierung bei der BaFin gesorgt:
http://www.zeit.de/2004/25/Asmussen
http://www.stern.de/politik/deutschland/joerg-asmussen-und-jens-weidmann-wer-uns-wirklich-regiert-1501813.html
http://www.hingesehen.net/jorg-asmussen-vom-verursacher-zum-reparateur-der-finanzkrise/
wundert es bei dieser EU noch?
Polnische Autobahnen werden von CHINESISCHEN Firmen gebaut.
Anstelle öffentlich Mitleid zu heischen, braucht der Giesecke & Devrient Betriebsrat lediglich seinen zuständigen Geschäftsführer fragen, warum er seit Jahren mit der Geschäftsführung der Bundesdruckerei Preisabsprachen hinsichtlich der deutschen Eurofertigung trifft!
Ist doch KLAR, dass das PREISNIVEAU hierzulande mittlerweile zu hoch ist, angesichts der bekannten, jahrelangen Mauschelei zwischen Bundesdruckerei und Giesecke & Devrient ist das kein Wunder.
Andere fertigen doch auch zu auskömmlichen, i.e. kostendeckenden Preisen. Man sollte sich lieber fragen, warum diese Betrügereien im grossen Stil bisher nicht von Seiten der Justiz verfolgt wurden. Die Aktenlage sagt doch alles... Hier liegt offenbar einiges im Argen.
Wenn das Preisniveau wieder auf ein reelles, verantwortbares Mass zurückgefahren würde, könnte auch guten Gewissens wieder in Deutschland produziert werden, bzw. entsprechende Tender für die deutschen Fertigungsstandorte gewonnen werden.
da gibt es genug erprobte Wege an der "Offiziellen" Ausschreibung vorbei. 10x LOL
und der Wettbewerb blasst seinen kalten Wind ins Gesicht derer, die in Ihrer Firmengeschichte diese Aufträge mit einer gewissen Automatik frei Haus bekamen. Die enormen Gewinne landeten nicht bei den Arbeitnehmern und dass man jetzt in der Unternehmensleitung die "Arbeitsplätze" in die Argumentation integriert, gleichen einem faulen Treppenwitz.
Paging