Britische Clubs dominieren mit viel Geld im Rücken die Champions League. Doch es gibt gute Gründe, weshalb die Deutschen den Fußball nicht völlig kommerzialisieren sollten.
Diese Woche ging Sulaiman Al Fahim shoppen. Anders als seine Landsleute verschmähte der Milliardär aus Abu Dhabi die Auslagen des Londoner Kaufhauses Harrods; er interessiert sich mehr für Fußball. Erst übernahm er den Durchschnittsklub Manchester City, dann warf er weiter mit Geld um sich: Hier 50 Millionen Euro für einen spanischen Nationalspieler, dort ähnlich viel für einen bulgarischen.
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Wie viel Kommerz der deutsche Fußball verträgt, sollten nicht einfach Vereinsbosse oder Kartellwächter alleine entscheiden - was zählt, ist die Stimme der Fans. (© Foto: dpa)
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Geld spielt keine Rolle
Als er weder den einen noch den anderen verpflichten konnte, schnappte sich Herr Al Fahim für 40 Millionen Euro den Brasilianer Robinho - das Nachsehen hatte ausgerechnet Roman Abramowitsch, der mehr Geld in Chelsea London gepumpt hat als zuvor je ein Geschäftsmann in einen Klub.
Nach russischen Oligarchen, thailändischen Politikern und amerikanischen Finanzinvestoren hat die britische Fußball-Liga jetzt neue Gönner: Die Araber kommen. "Geld spielt für uns keine Rolle", sagt der Immobilienmann Al Fahim, 31 Jahre alt. Die finanzielle Übermacht der Engländer, die den Fußball ins Bezahlfernsehen verlagern und so gewaltige Einnahmen erzielen, lässt in Deutschland manchen nervös werden.
Magath: Bundesliga braucht mehr Geld
Seit 2002 stand kein deutscher Klub mehr im Finale der europäischen Champions League, das dieses Jahr zwei britische Vereine unter sich ausmachten. Nachdem nun auch noch die Araber aus dem Nichts auftauchten, meldete sich Wolfsburgs Trainer Felix Magath, der immerhin Europas größten Autokonzern VW als Finanzier hinter sich weiß: Die Bundesliga brauche einfach mehr Geld, findet Magath.
Sollen die Deutschen dem britischen Modell nacheifern? Werfen all die Schranken gegen Kommerz die Bundesliga hoffnungslos zurück? Oder erhalten sie dem Sport die Seele?
Britische Fans bezahlen viel
Im Kern geht es um zwei Fragen. In Deutschland können Investoren wegen der 50+1-Regel keine Vereine aufkaufen. Und: Politiker und Kartellwächter verhindern, dass die Vereine wie in Großbritannien maximale Einnahmen von Bezahlsendern kassieren - die Fans sollen die Spiele ohne große Zeitverzögerung im frei empfangbaren Fernsehen anschauen können. Beides sorgt dafür, dass die britischen Fußballklubs pro Saison 2400 Millionen Euro einnehmen und die deutschen "nur" 1400 Millionen.
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ich weiß ja nicht, ob sie sich mit fuballfns bzw. fankultur auskennen, aber meiner meinung nach, haben sie nicht die geringste ahnung, was dieses thema betrifft!
1. KEIN, wirklich KEIN richtiger fußball-fan wird je investoren und öl-scheichs im deutschen fußball befürworten, nur um riberys oder diegos sehen zukönnen!
KEINER wird je england beneiden oder gar dem kommerz (im sportlichen sinne) nachtrauern!!! da wäre es allen richtigen fans lieber, wenn nie wieder ein deutscher verein die chl gewinnen würde!
natürlich wäre es schade, wenn bei uns keine so guten spieler spielen würden und nurnoch spanier und engländer international erfolgreich wären, aber der preis, den wir im beispiel ausm text zahlen müssten ist einfach VIEL, VIIIEEELLL zu hoch!
den meisten sind die jetzigen vehältnisse in deutschland schon zu extrem (siehe anti-hopp-aktionen), wieso sollten dann eben diese fans auf einmal fpr kommerz im sport sein???
2. die "fans", die england um solchne investoren und solchne verhältnisse beneiden, die sind sowieso nach der ersten saison ohne deutsche chl-achtelfinal-beteiligung chelsea-, manu-, oder barca-"fan"! erfolgs- und modefans halt...
3. wenn es wirklich soweit kommen würde, dass man hier zulande keinen spitzenfußballer mehr zu gesicht bekommen sollte, dann würde man wenigstens wieder zu FUSSBALL gehen und nicht zum "event" in total unbeliebte und total besch*ssene luxustempeln gehen müssen, die mit fußballSTADIEN nix mehr am hut haben!
das problem, vor dem der englische fussball - und ultimativ der gesamte professionelle fussball - im moment durch die uebernahme von manchester city durch ADUG aus abu-dhabi steht, hat nichts mit kommerzialisierung zu tun - ganz im gegenteil. 'kommerz', laut wikipedia, ist definiert als "1) Wirtschaft und Handel betreffend, auf ihnen beruhend; 2) Geschäftsinteressen wahrnehmend, auf Gewinn bedacht". professioneller fussball, ob in bremen oder bei arsenal, ist seit jahrzehnten kommerziell ausgerichtet. das problem, das nun durch die investoren aus abu-dhabi entstehen koennte, ist, dass fussball voellig von wirtschaftlichen erwaegungen abgekoppelt wird. das koennte positive folgen haben: zum beispiel koennte es sich manchester city nun leisten, voellig auf eintritt im stadion zu verzichten. gehoert habe ich noch nichts von solchen plaenen. was bisher zu hoeren ist, deutet eher auf negative folgen hin: inflation im transfermarkt und bei den spielergehaeltern, was nur solchen klubs keine probleme bereitet, die bereit und in der lage sind, sich ebenfalls von kommerziellen erwaegungen abzukoppeln. aber selbst chelsea verkuendet immer noch oeffentlich, in ein paar jahren einen ausgeglichenen haushalt vorlegen zu wollen. im moment ist man-city ziemlich alleine, aber DIC aus dubai versucht schon seit laengerem liverpool zu kaufen. das grosse jammern in deutschland und anderswo wird dann einsetzen, wenn eine kritische masse an super-reichen und nicht-kommerziell orientierten, fussballklubbesitzenden ''sugar-daddys' erreicht ist. spieler wie diego oder ribery wird man dann definitiv nicht mehr in der bundesliga spielen sehen. dann wird die sehnsucht nach dem guten alten kommerz im fussball gross sein.