Gas-Streit Russen in der Ukraine, Ukrainer in Russland
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Der Gastransfer durch die Ukraine ist wieder möglich: Russland erlaubt ukrainische Beobachter und die Ukraine russische Beobachter im eigenen Land.
Die Ukraine will den Einsatz russischer Beobachter zur Überwachung des Gastransits nach Mittel- und Westeuropa zulassen, wie der staatliche ukrainische Energieversorger Naftogaz am Freitag in Kiew mitteilte.
Erdgas-Verdichterstation im brandenburgischen Mallnow: Russisches Gas kann nun wieder strömen.
(Foto: Foto: dpa)Schon zuvor hatte die EU-Spitze bekannt gegeben, dass sie sich mit Russland und der Ukraine auf Einzelheiten einer Beobachtermission im Gas-Streit geeinigt habe. Danach dürften Russen in der Ukraine und Ukrainer in Russland den Gas-Transport überwachen, sagte Kommissionssprecherin Pia Ahrenkilde am Freitag in Brüssel.
Am Donnerstag waren die Verhandlungen in Brüssel noch gescheitert. Zwar hatte Russland nach Angaben der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft dem Einsatz von Beobachtern zur Überwachung von Gaslieferungen für die Europäische Union über die Ukraine zugestimmt. Doch über die Zusammensetzung der Expertengruppe war bis zuletzt gestritten worden. Denn während Moskau darauf bestanden hatte, dass auch Russen dem Team angehören sollten, stimmte dem Kiew zunächst nicht zu.
Gespräche mit Juschtschenko
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Die EU-Kommission bemühte sich daraufhin um weitere Kontakte mit der russischen und der ukrainischen Seite: Kommissionspräsident José Manuel Barroso habe mit dem ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko gesprochen und EU-Energiekommissar Andris Piebalgs mit russischen Vertretern. Diese Verhandlungen führten schließlich zum Erfolg: "Es gibt nun eine Vereinbarung über die Einzelheiten der Beobachtermission", erklärte die Kommission.
Barroso sagte in Wildbad Kreuth, er hoffe nun auf einen schnellen Durchbruch im Gas-Streit. Juschtschenko habe ihn in einem Telefonat die "volle Zusicherung" gegeben, dass er die Teilnahme von Beobachtern des russischen Gazprom-Konzerns an einer Beobachtergruppe zur Kontrolle der Gaslieferungen akzeptiere. Dies sei ein "großer Fortschritt", sagte der Kommissionspräsident.