Frankreich Peugeot-Citroën streicht 8000 Jobs

Massiver Stellenabbau beim französischen Autobauer Peugeot-Citroën: Das Unternehmen streicht insgesamt 8000 Stellen in zwei Werken in Frankreich. Grund für die radikalen Maßnahmen sind Absatzprobleme.

Harte Einschnitte beim französischen Autobauer PSA Peugeot-Citroën: 8000 Jobs fallen in Frankreich weg. Das Werk Aulnay bei Paris mit allein mehr als 3000 Beschäftigen wird geschlossen, wie der Renault-Rivale ankündigte. Auch in Rennes fallen künftig 1400 Jobs weg, um das Angebot der sinkenden Nachfrage nach größeren Fahrzeugen anzupassen.

Zusätzlich werden im Konzern zusätzlich 3600 Beschäftige in verschiedenen Bereichen ihren Job verlieren. "Ich bin mir des Ernstes der heutigen Ankündigungen voll bewusst", erklärte Peugeot-Chef Philippe Varin. Die Schwere der Krise und ihre Auswirkungen auf das Geschäft in Europa machten diese Neuordnung unvermeidbar.

Hintergrund sei ein zu erwartender Absatzrückgang in Europa von acht Prozent in diesem Jahr. Für das erste Halbjahr stellte der Autobauer einen Nettoverlust in Aussicht. In der Kern-Auto-Sparte werde ein operativer Verlust von 700 Millionen Euro stehen. Peugeot-Citroën verkauft 60 Prozent seiner Autos in Europa - vor allem der Verkauf seiner Kleinwagen bereitet dem Unternehmen Probleme.

Schon vor Monaten hatten die Gewerkschaften vor Einschnitten für das traditionsreiche Werk in Aulnay-sous-Bois gewarnt. Dort wird derzeit nur noch der Kleinwagen C3 hergestellt - dessen Produktion soll aber 2014 auslaufen. Auch die Stellen im westfranzösischen Rennes gelten schon länger als bedroht. Ein Gewerkschaftsvertreter hatte Anfang Juli sogar angekündigt, dass bis zu 10.000 Jobs wegfallen könnten.