Die Finanzkrise ist Schuld: Die Fondsgesellschaft KanAm scheut das Risiko, den neuen Opernturm in Frankfurt zu kaufen - die Schweizer Großbank UBS muss einen neuen Käufer finden.
Der rund eine halbe Milliarde Euro teure Verkauf eines neuen Hochhauses in Frankfurt am Main ist wegen der Bankenkrise geplatzt. Die Fondsgesellschaft KanAm wollte das rund eine halbe Milliarde Euro teure Neubauprojekt für einen Immobilienfonds kaufen.
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Blick auf die Frankfurter Skyline: Der neue Opernturm verbleibt zunächst bei seinem alten Eigentümer. (© Foto: dpa)
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Die Übernahme des sogenannten Opernturmes sei jedoch aufgrund der Turbulenzen an den Finanzmärkten abgesagt worden, teilte eine Sprecherin der Fondsgesellschaft KanAm am Donnerstag mit.
Der Opernturm befindet sich derzeit allerdings noch im Bau. Nach seiner Fertigstellung Ende des Jahres werden auf 42 Etagen rund 67.000 Quadratmeter Nutzfläche im Frankfurter Zentrum zur Verfügung stehen. Das 168 Meter hohe Gebäude ist derzeit eines der größten Immobilienprojekte in der Finanzmetropole am Main.
Jetzt verbleibt das Gebäude wohl zunächst einmal in den Händen der bisherigen Eigentümer des Gebäudes: Die angeschlagene Schweizer Großbank UBS und der Immobilienentwickler Tishman Speyer.
Geldabzug trifft KanAm schwer
Die Fondsgesellschaft KamAm ist einer der größten Anbieter von offenen Immobilienfonds in Deutschland und gehört keiner Bankengruppe an. Mitte des Jahres verwaltete die Gruppe mehr als 15 Milliarden Euro in verschiedenen Fonds.
Der massive Geldabzug durch Kunden in den vergangenen Monaten hat auch KanAm schwer getroffen: Zum Schutz der Anleger wird deshalb für drei Monate die Rücknahme von Anteilen des offenen Immobilienfonds "grundinvest" eingestellt. Der Fonds verwaltet Immobilien im Wert von mehr als vier Milliarden Euro.
Zuvor hatte die Gesellschaft bereits einen deutlich kleineren Immobilienfonds geschlossen, der in den USA investiert ist.
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(sueddeutsche.de/dpa/ld/tob)
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Vor dem Hintergrund der Schließung einiger offener Immobilienfonds mag die Meldung, der Verkauf des Opernturms an KanAM sei geplatz, spektakulär erscheinen. Tatsächlich ist es jedoch anders: Die FAZ berichtete bereits vor ca. 2 Wochen darüber, dass der Verkauf an KanAM gescheitert sei!